24. 05. 2012
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Blutspende-Aktion im Hardrock-Café
Seit dem heutigen Montag um 15 Uhr macht das Deutsche Rote Kreuz Station im Kölner Hardrock-Café. Mit ihrer Blutspende-Aktion wollen die Initiatoren der gemeinnützigen Hilfsorganisation vor allem jüngere Menschen für das Thema Blutspende ansprechen. Hier gibt es tatsächlich Nachholbedarf, vor allem unter der jüngeren Generation nimmt die Bereitschaft, Blut zu spenden, rapide ab, wie nicht nur das DRK berichtet. 40 Blutspenden von jeweils einem halben Liter der wertvollen Lebensflüssigkeit sind die Zielmarke, mit der Verantwortlichen vor Ort rechnen, bereits nach etwas mehr als einer Stunde waren die ersten sieben Blutspender fertig und dürften sich auf den Liegen noch ein wenig ausruhen. Als Belohnung gab es vom Deutschen Roten Kreuz eine Tafel Schokolade und – wer wollte – ein komplettes Burger-Menü im Erdgeschoss des Hardrock-Café. Außerdem gab es noch eine Einladung zur Sechs-Jahr-Feier des Hardrock-Cafés, wie die Initiatoren bekannt gaben. Ein Zivildienstleistender des DRK machte sich sogleich auf Promotion-Tour vor dem Lokal in der Nähe des Kölner Gürzenich. Gegen 16 Uhr waren es vor allem junge Menschen, die sich durch die Ansprache vor der eigenen Haustür motivieren ließen.
Ethischer Kodex: Blut ist keine Handelsware
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) garantiert seit 1952 durch die Praxis unentgeltlicher Blutspenden die Versorgung von Patienten mit ausreichend Blut. Basierend auf der christlichen Idee der Nächstenliebe soll der Aderlass vor allem den Menschen zu Hilfe kommen, die dringend auf das richtige Blut angewiesen sind, ob nun Unfallopfer oder Dialysepatienten. Darin folgt das DRk einem ethischen Kodex, der aus Blut keine Handelsware machen will. Um Blut spenden zu können, sollte die Spenderin oder der Spender keine Infektionskrankheiten haben. Erstspender müssen zunächst einen Fragebogen ausfüllen, daran folgt ein Schnelltest zur Feststellung des Hämoglobin-Wertes sowie ein Fachgespräch mit einem Arzt. Erst dann geht es zur Pritsche, wo fachkundiges medizinisches Hilfspersonal die Blutspende vornehmen. "Wir machen das fünf Tage die Woche und hier in der Region immer an wechselnden Orten", erklärte Fahrerhelfer Thomas Geilhardt. Die Blutspende selbst ist in fünf bis zehn Minuten erledigt. Doch mit Vorbereitung und dem anschließenden Ausruhen müsse man schon mindestens eine Stunde einplanen, so Geilhardt weiter. Auch der Betreiber der Kölner Location steht zu diesem ethischen Prinzip. "Blutspender erbringen freiwillig eine wichtige Leistung für die Gemeinschaft", erklärten die Verantwortlichen. Blutspenden sind dabei unverändert dringend gesucht. Dabei ist es egal, ob der Spender eine eher seltene oder eine gängige Blutgruppe besitzt. Und allzu häufig sollte man sich nicht um einen halben Liter Blut erleichtern lassen. "Die Blutmenge selbst erholt sich relativ schnell, aber nicht der Hämoglobin-Wert", erklärt Geilhardt. Deshalb gilt beim DRK die Regel, dass Frauen maximal vier, Männer maximal sechs Mal pro Jahr Blut spenden dürfen.
Auch Carina Sauer wollte zum ersten Mal in ihrem Leben Blut spenden. Die 22-Jährige ließ sich auf der Straße ansprechen und ging kurzerhand und spontan ins Hardrock-Café. Dort angekommen ließ sie wie alle anderen auch die Aufnahmeprozedur über sich ergehen. "Ich wollte immer schon mal Blut spenden, habe es aber bisher nicht geschafft", erklärte die junge Frau noch auf der Liege. Doch weil die Kanüle, mit der das Blut entnommen wird, etwas dicker ist als eine handelsübliche Spritze, achten die Helfer auch auf gut ausgebildete Venen am Unterarm. Und genau hier hatte Carina Pech. Nach mehrfacher Prüfung mussten die Arzthelferinnen schließlich die junge Frau wieder entlassen. Vor allem in jüngeren Lebenslagen können die Venen schon einmal etwas schwächer ausgebildet sein. Eine Blutentnahme wäre dann ein zu großes Risiko, so dass die Helferinnen in diesem äußerst selten auftretenden Fall auf eine Blutspende verzichten. Sauer nahm es mit Fassung. Sie werde es auf jeden Fall noch einmal probieren, schließlich sei Blutspenden eine gute Sache, erklärte die 22-Jährige abschließend.


























