24. 05. 2012
Seite drucken
Come Together Cup 2008 auf den Jahnwiesen
Ganz im Gegenteil:
Wer gegen Mittag an der Jahnwiese vorbeikam, bekam einen Eindruck von
diesem eigenen Angaben zufolge größten Benefiz-Fußball-Turnier in
Deutschland. Längst gehört die Veranstaltung zu den etablierten
Höhepunkten und das keineswegs nur für die schwul-lesbische Szene. Wo
es etwas zu feiern gibt, ist der Kölner halt nicht weit. Und für einen
guten Zweck ist es auch. Nachdem die schwarz-gelbe Landesregierung ihr
Programm zur Unterstützung der Szene mit Übernahme der
Regierungsgeschäfte in Düsseldorf eingestellt hat, ist die Situation
der schwul-lesbischen Netzwerke in NRW nicht einfacher geworden, wie
Dr. Stefan Jüngst vom Rubicon Köln weiß. Früher hatte der promovierte
Diplom-Psychologe die Landeskoordination für die Seniorenarbeit inne.
„Das war einmal“, wie Jüngst gegenüber Köln Nachrichten einräumte.
Viele lokale Gruppen mussten in der Folge ihre Arbeit einstellen.
Zahlreiche Prominente sorgten für Volksfeststimmung
Traditionell gab es auch in diesem Jahr wieder ein
Prominenten-Fußballspiel. Zweimal 15 Minuten kickten zwei Teams
(Latente Talente gegen )um den Sieg, mit dabei zahlreiche Prominente
aus Politik, Wirtschaft und der Kölner Show-Szene. Zu den bekannten
Köpfen gehörten unter anderem Bürgermeistern Elfi Scho-Antwerpes,
Bundestagsmitglied Volker Beck von den Grünen,
FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite, Schauspieler und Moderator
Olli P., Profi-Praktikant Elton, Lindenstraßen-Schauspieler Klaus
Niehaus sowie das Schiedsrichter-Gespann Jean Pütz und Schirmherr
Jürgen Roters. Nach hartem Kampf und Chancen auf beiden Seiten
erkämpften die Teams am Ende ein 3:3-Unentschieden. Im eigentlichen
Fußball-Turnier, an dem insgesamt 50 Mannschaften teilnahmen, siegten
bei den Frauen die "Schmucken Hennen". Bei den Männern setzten sich im
Endspiel die Mannschaft "Filmdose" nach Elfmeterschießen durch.
Seit 2005 ist das Sozialwerk für Lesben und Schwule Veranstalter des
Come-Together-Cup in Köln. Der Benefizerlös fließt in die Arbeit der
zwei sozialen Einrichtungen des SOZIALWERKs, in das RUBICON
(www.rubicon-koeln.de) und das anyway (www.anyway-koeln.de) für die
Unterstützung von Lesben und Schwule in schwierigen Lebenssituationen.
Im vergangenen Jahr kamen so nach Angaben des Veranstalters rund 15.000
Euro zustande. Auch für dieses Jahr gaben sich die Verantwortlichen
zuversichtlich, Erlöse in ähnlicher Höhe zu erzielen. Nach Schätzungen
der Veranstalter kamen über den gesamten Tag rund 15.000 bis 16.000
Menschen zum offiziellen Programm. Die Erlöse beliefen sich nach
Angaben der Veranstalter auf voraussichtlich über 10.000 Euro. In
diesem Jahr finden unter dem gleichen Markennamen "Come Together Cup"
noch zwei weitere Fußball-Benefizturniere statt. Am 8. Juni startet die
Veranstaltung mit 32 Mannschaften in der Bundeshauptstadt Berlin, am
17. August folgt ein Benefizturnier mit 24 Mannschaften in Essen.
Schirmherren beider Kleinfeldturniere sind die Stadtoberhäupter in
beiden Städten.
Straftat überschattet die After-Party
Überschattet wurde die Veranstaltung durch eine Straftat am frühen
Freitagmorgen. Im Anschluss an die Party, die offiziell bis 22 Uhr
dauerte, wurde im benachbarten Playa de Cologne-Beachclub eine junge
Frau vergewaltigt. Die 18-Jährige wurde zunächst gegen 2:15 Uhr von
einem Mann angesprochen und gegen ihren Willen geküsst. Kurze Zeit
später überraschte der Täter die Frau auf der Damentoilette und
vergewaltigte sie. Trotz vieler Besucher konnte der ca. 1,70 Meter
große Mann unerkannt entkommen. Die Fahndung dauert derweil noch an.
Nach Angaben der Zeugin trug der Mann eine grüne Umhängetasche, hatte
eine dunkle Hautfarbe und auffällig buschige schwarze Augenbrauen.
Hinweise können das Kriminalkommissariat 12 der Kölner Polizei unter:
0221 / 229 - 0 gerichtet werden.
Eindrücke vom friedlichen Treiben der Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.


























