24. 05. 2012
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Deutsche Bank betritt Neuland mit "Corporate Volunteering"
Die Deutsche Bank hat mit ihren diesjährigen MBA-graduates (insgesamt
40) erstmals Neuland in dieser international längst üblichen Form des
gesellschaftspolitischen Engagements von Unternehmen betreten. Neben
den Teilnehmern der Großbank, die aus allen Teilen der Welt stammen,
waren auch Vertreter von Organisationen in Kattowitz (Polen),
Klausenburg (Rumänien) und Tel Aviv (Israel) mit dabei. An
verschiedenen Orten wollen die Teilnehmer nun gemeinsame Konzepte
entwerfen, wie zukünftig Finanzierung, Organisation und das Management
verbessert werden kann. Die Probleme, die in den drei Partnerstädten
auftreten, sind auch der Kölner Freiwilligenagentur nicht fremd. Knappe
personelle und finanzielle Ressourcen zwingen immer wieder zu
Beschränkungen. Hier sollen die angehenden Finanzprofis des Frankfurter
Geldhauses konkrete Abhilfe schaffen.
Die Kölner Freiwilligenagentur, die u.a. Projekte mit Organisationen in
den europäischen Partnerstädten Kölns betreut, erhielt vor einiger Zeit
eine entsprechende Anfrage des Finanzinstituts. Wie eine Sprecherin der
KFA nun bestätigte, habe man nicht „Nen“ gesagt, als dieses Angebot
gemacht wurde. Im Rahmen des zweiwöchigen Seminars steht neben dem
gegenseitigen Kennenlernen ein intensives Arbeiten an gemeinsamen
Marketing-Konzepten auf dem Programm. In einer gemeinsamen
Pressekonferenz wollen Vertreter der KFA und der Deutschen Bank am 12.
Oktober die Ergebnisse des ersten Workshops dieser Art in Deutschland
öffentlich vorstellen.
Bürgermeisterin Spizig, die die Teilnehmer heute im historischen
Senatssaal des Rathauses zu einem Empfang einlud, zeigte sich
beeindruckt von dem Anliegen der Großbank. „Unternehmen, die nur
Profite machen wollen, stehen am Ende nicht gut da. Gemeinnütziges
Engagement von Unternehmen wird von der Gesellschaft honoriert und
führt letztlich für die Beteiligten zu einem Imagegewinn und kann
dadurch die Wettbewerbsposition des Unternehmens stärken“, führte
Spizig aus. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen – dieses Problem
tritt nicht nur in Köln auf – „scheint die Wirtschaft mächtiger
geworden zu sein als die politischen Akteure“, räumte die
Bürgermeisterin ein. Umso wichtiger sei es daher, dass Unternehmen sich
ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden und Gutes tun
wollen, so Spizig weiter.
Der Zeitplan des Workshops ist recht eng gesteckt, für die vielen
Sehenswürdigkeiten Kölns bleibt den internationalen Gästen wenig Zeit.
Täglich von 9 bis 18 Uhr wird bis zum kommenden Wochenende an Konzepten
zur Organisation und Finanzierung der drei beteiligten
Partnerorganisationen gearbeitet. Während die Repräsentanten der drei
Partnerorganisationen aus Rumänien, Polen und Israel am Wochenende
wieder abreisen, arbeiten die künftigen Finanzexperten der Bank weiter.
Nach einer Telefonkonferenz am kommenden Dienstag (10.10.2006) steht
die öffentliche Präsentation der Ergebnisse zwei Tage später auf dem
Programm. Auch die KFA hofft, durch die Kooperation neue Impulse für
ihre eigene Arbeit zu erhalten. „Aufgrund der Besonderheiten aller von
uns koordinierten Projekte können wir die Ergebnisse aber nicht ohne
Weiteres auf andere Projekte übertragen“, räumte Kerstin Kau von der
KFA abschließend ein.


























