24. 05. 2012
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Ein neuer Vito für eine Fußball-Mannschaft
Christoph Bex, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins Rheinflanke e.V. und Mit-Initiator des preisgekrönten Fußball-Projekts "Köln Kickt!", war heute morgen voller Vorfreude. Noch vor kurzem musste sein Verein für teures Geld einen Kleintransporter anmieten, um damit zu einem Jugendturnier nach München zu fahren. Zukünftig sollen die Mietkosten wegfallen, denn der Verein besitzt seit dem heutigen Montagmorgen einen fabrikneuen Mercedes Vito. Der Achtsitzer soll die Mobilität des Vereins erhöht und damit die Fahrten von einer kompletten Fußball-Mannschaft zu auswärtigen Begegnungen, aber auch innerhalb Kölns ermöglichen. Bex und seine Mitstreiter im Verein sind Initiatoren eines Projekts, dass in der Domstadt eine offene Fußball-Liga für Kinder und Jugendliche organisiert. Morgens wird an Hauptschulen, nachmittags auf Bolzplätzen und in den Jugendclubs in Stadtbezirken mit besonderem Förderbedarf, für die offene Fußball-Liga geworben. Durch den Sport soll so den Kindern und Jugendlichen aus zumeist schwächeren sozialen Verhältnissen der Zugang zu ihrer Lieblingssportart ermöglichen.
Mehrere Preise und Auszeichnungen für Köln Kickt!
Der bewusst niederschwellige Ansatz des Projekts begeisterte dabei nicht nur den DFB-Hauptsponsor Mercedes-Benz. Auch der Deutsche Fußball-Bund DFB selbst überreichte den Kölner Ideengebern des Vereins Rheinflanke e.V. mit dem DFB-Integrationspreis in der Kategorie Sonderpreis Urkunde, Anerkennung und eben jenen Mannschaftstransporter für ein außergewöhnliches Projekt. Der DFB würdigte mit seinem jährlich ausgerichteten Wettbewerb Projekte, die sich um die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungshintergrund besonders verdient gemacht haben. "Die Ballsportart Fußball ist wie kaum eine zweite dazu geschaffen, Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu fördern", erklärte der Präsident des DFB-Fußballverbandes Mittelrhein, Alfred Vianden. Für Rheinflanke-Geschäftsführer Bex eine weitere Anerkennung der Arbeit, die die Initiatoren mit ihrem Projekt in der Domstadt durchführen. Auch der Niederlassungsleiter des Mercedes-Benz-Centers im Kölner Westen, Manfred Simon, zeigte sich erfreut, mit der Spende etwas Gutes getan zu haben. Eigentlich hatte auch Gül Keskiner, die Integrationsbeauftragte des DFB zum Termin nach Köln kommen wollen, war aber kurzfristig erkrankt. Zur Schlüsselübergabe gab es noch eine andere Überraschung. Der amtierende Deutsche Meister im so genannten "Freestyle-Fußball" Dominik Kaiser begeisterte mit seinen Tricks am Ball nicht nur die Anwesenden in der Rotunde des weiträumigen Autohauses. Der 22-Jährige wird zukünftig auch den Verein bei seinen Bemühungen an den Hauptschulen und den Jugendeinrichtungen der Stadt unterstützen. Rheinflanke-Chef Bex teilte mit, dass Kaiser bei seinem Verein sein Soziales Jahres absolvieren wird.
Das Projekt wurde im Jahr 2006 ins Leben gerufen und erreicht mit seinem Konzept einer offenen Fußball-Liga inzwischen bis zu 700 Jugendliche. Neben dem DFB und Sponsor Mercedes-Benz wird das Projekt gleich von mehreren namhaften Sponsoren bezuschusst. Neben der Stadt Köln, dem Verein "Wir Helfen e.V." geben auch das Landesministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration sowie der Landschaftsverband Rheinland LVR Zuschüsse. Weitere Informationen zum Verein und dem Projekt "Köln Kickt!" finden Sie im Internet unter: www.koelnkickt.de.


























