24. 05. 2012
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Köln: 150 freiwillige kleine Helfer gegen Lepra
Sie hatten blecherne Sammelbüchsen in ihren kleinen Händen und sie trugen Westen mit der Aufschrift der Aktion. Und ihr Eifer, etwas für die Gute Sache zu tun, kannte kaum Grenzen, als Bürgermeister Josef Müller in eben jenem Hansasaal die mehr als 150 Gäste – Schulkinder der Klassen 5 bis 8 samt ihrer Betreuer und Klassenlehrer – offiziell begrüßte. "Ich freue mich riesig, dass Sie etwas für die Gute Sache tun", zeigte sich Müller sichtlich erfreut. Erstmals veranstaltete die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. (DAHW) in der Domstadt eine Spendensammelaktion zugunsten Lepra-kranker Kinder in der Dritten Welt. Die Aktion startet unter dem Motto "Stifte, die wirken". Mit von der Partie ist dabei die WDR-Fernsehmoderatorin Shary Reeves, die dem Verein bereits im vergangenen Jahr als prominente Unterstützerin zur Seite stand.
50 Euro für die Heilung und Betreuung eines Lepra-Kranken
Dabei ist die heimtückische Krankheit, die besonders in den Elendsvierteln der Dritten Welt jedes Jahr Hunderttausende neuer Erkrankungen hervorruft, bereits seit langem heilbar. Gerade einmal 50 Euro sind pro Erkranktem notwendig. Damit, so erklärt Franz Tönnes vom DAHW, können die Menschen nicht nur geheilt, sondern auch betreut werden. Genaue Zahlen liegen nicht vor, aber die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass zwischen zwei und vier Millionen Menschen durch die Krankheit körperliche Behinderungen davon trugen. Mit dem gespendeten Geldern könne diesen Menschen zudem eine Perspektive gegeben werden, so Tönnes weiter. Die 150 Helferinnen und Helfer haben sich dabei freiwillig gemeldet. Auch für sie bedeutet die Aktion eine ganz neue Erfahrung. Zwar wurden sie von ihren Lehrerinnen und Lehrern begleitet, aber die Menschen auf der Straße haben sie auch ohne pädagogische Anleitung angesprochen. Und die Messlatte liegt hoch. In Bonn erreichten die Helfer bei einer ähnlichen Aktion immerhin eine Spendensumme von 1500 Euro. Das könne in Köln ruhig etwas mehr werden, so der Wunsch nicht nur der Initiatoren.


























