24. 05. 2012
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Köln: "IG Päd" ruft zu Spenden für Reiterdenkmal am Heumarkt auf
Am gestrigen Dienstag trafen sich Kölns Stadtoberhaupt, die
Stadtkonservatorin Dr. Renate Kaymer sowie weitere Mitbegründer der neu
gegründeten Interessengemeinschaft „IG Päd“ am Sockel des Denkmals, um
an spendenbereite Mitbürgerinnen und Mitbürger zu appellieren. Gleich
drei Konten habe man eingerichtet, erklärten Schramma und Kaymer. „Dies
ist ein trauriger Tatbestand. Wir rufen zur tatkräftigen Unterstützung
auf, damit das Denkmal wieder an seinen alten Platz kommt“, erklärte
Kaymer beim eilig einberufenen Pressetermin am gestrigen Nachmittag.
Restaurierung in zwei Stufen / Bürgerengagement gefragt
Damit möglichst bald etwas Sichtbares herauskommt, haben sich Kaymer
und Schramma darauf verständigt, in zwei Stufen vorzugehen. Für den
„ersten Bauabschnitt“ benötige man nach vorläufigen Schätzungen rund
200.000 Euro, die Hälfte müsste die Interessengemeinschaft aus privaten
Mitteln einsammeln, damit städtische Gelder in gleicher Höhe fließen
könnten, erläuterte Köln oberste Denkmalschützerin. Für Manfred Münzel
bedeutet diese Konstellation eine Fortsetzung der guten alten Tradition
Kölschen Bürgerbewusstseins. „Das Denkmal ist nach dem Zweiten
Weltkrieg durch den Einsatz der Bürger an seinen Platz gekommen“,
erklärte Münzel. Der Kölner Verkehrsverein habe nun erneut die
Gelegenheit ergriffen, „obwohl wir eigentlich die Nase voll haben“, so
die deutlichen Worte Münzels. Noch deutlicher drückte es der
Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzervereins in Köln Hanns Schäfer
aus: „Das ist eine Schweinerei ohnegleichen. Bei dem Preußenkönig
handelt es sich nicht etwa um den so genannten „Kartäschenprinzen“ wie
von vielen behauptet, sondern um einen Mann, der sich im Preußen des
19. Jahrhundert selbst für den Erhalt der mittelalterlichen Stadttore
eingesetzt habe. Ohne ihn gäbe es sie heute nicht mehr“, führte Schäfer
aus.
Auch der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Stadtrat Ulrich
Wackerhagen setzt sich für die Restaurierung und die Wiederkehr des
Denkmals ein. Die anwesenden Unterstützer nannten die Ratsentscheidung,
eigentlich für die Denkmalsanierung vorgesehenen Gelder in andere
Projekte (Ratshausturmfiguren) umzulenken „ein Fiasko“. Die
Entscheidung, keinen Verein gründen zu wollen, begründete Initiator
Schramma mit dem deutschen Vereinsrecht. „So viel Zeit haben wir nicht.
Mein Wunsch wäre, wenn wir in einem Jahr das Denkmal wieder an seinem
alten Platz haben“, erklärte Schramma abschließend. Trotz einer Einzelspende in Höhe von 42.000 Euro sowie weiteren 3000
Euro, die zwischenzeitlich akquiriert werden konnten, muss aber noch
einiges an Spendengeldern eingesammelt werden, damit wenigstens die
erste Stufe der Denkmalsanierung erfolgen kann. Die Gesamtkosten für
eine Komplettsanierung belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Die
Hälfte davon, so sieht es eine Ratsentscheidung aus diesem Frühjahr
vor, müssen durch private Spender erbracht werden. Schramma ließ sich
davon jedoch nicht entmutigen und hofft auf eine spendenreiche
Vorweihnachtszeit. „Es gibt noch einige Weihnachtsfeiern“ begründet das
Stadtoberhaupt seinen Optimismus.
Die Interessengemeinschaft hat drei Spendekonten zur Rettung des
Reiterdenkmals eingerichtet. Auf folgenden Konten können Unterstützer
ihren Beitrag einzahlen.
Sparkasse KölnBonn (BLZ: 37050198) Kontonummer 22 22 22 10,
Buchungsstelle: 9709.222.4301.3, Kreissparkasse Köln (BLZ: 37050299),
Kontonummer: 319144, gleiche Buchungsstelle sowie auf dem Konto des
Kölner Verkehrsvereins bei der Kölner Bank (BLZ: 37160087),
Kontonummer: 24630030.
Die Initiatoren bitten darum, bei entsprechenden Überweisungen das
Stichwort „Spenden Reiterdenkmal in der Betreffzeile einzutragen.


























