24. 05. 2012
Seite drucken
Köln: Preise im Wettbewerb "Ideen, Initiative, Zukunft" vergeben
Mit der Wanderausstellung verfolgen die Initiatoren aber nicht nur den Zweck, den Preisträgern einen würdigen Raum zur Präsentation einzuräumen. Vielmehr soll damit zugleich auch die Vielfalt und die damit verbundenen vielfältigen Lösungsansätze aufgezeigt werden, mit denen die verschiedenen Akteure jungen Menschen mit Migrationshintergrund Perspektiven aufzeigen wollen. Genau da setzt der Hauptgewinner des Preises in Köln an. Für den Wettbewerb porträtierten die Verantwortlichen 25 Jugendliche aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Sie alle zeigten dabei ihre eigene spannende Lebensgeschichte auf. So zeigte das Beispiel der 22-jährigen Nele K., dass selbst Schicksalsschläge., Flucht und Vertreibung nicht zwangsläufig in Hoffnungslosigkeit und Selbstaufgabe enden muss. Die gebürtige Irakerin kam bereits im Jahr 1995 erstmals nach Köln. Als älteste von insgesamt vier Geschwistern war sie bereits damals in der Einrrichtung der Katholischen Jugendwerke aktiv. Nach einem Praktikum in einem Versicherungsunternehmen und dem entsprechenden Schulabschluss steht die junge Frau nun kurz vor dem nächsten wichtigen Lebensabschnitt. In Kürze wird sie an der Fachhochschule Köln Versicherungswesen studieren.
Auch die anderen beiden Preisträger stehen beim Thema Nachhaltigkeit kaum zurück. So bemüht sich beispielsweise die private Musikschule GlobalFlux Zentrum für Musik um eine nachhaltige musische Unterweisung der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. "Musik ist gut für den Menschen und seine Entwicklung. In einigen Ländern wird Musik sogar zur Heilung benutzt", erklärte die Projektleiterin Birgit Ellinghaus am Rande der Scheckübergabe. Nach eigener Darstellung betrachtet sich die Einrichtung als "Exzellenz Zentrum" für Weltmusik. Seit inzwischen fast 22 Jahren beschäftigt sich das in Köln gegründete Zentrum mit der Veränderung der Gesellschaft in der Bundesrepublik und ihren musischen Konsequenzen. Die Verantwortlichen betonen dabei den Aspekt der Multi-Kulturalität außerhalb des gängigen "mainstreams". In den meisten (staatlichen) Musikschulen ist der erweiterte kulturelle Horizont der Einwohnerinnen und Einwohner noch gar nicht angekommen. Diese Lücke wolle man schließen. Und dafür gab es den zweiten Preis und eine Anerkennung in Höhe von 250 Euro.
Weitere Informationen zu den beiden Preisträgern finden sie auch im Internet unter: www.laufbahnen.info
und: www.albakultur.de.


























