24. 05. 2012
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Köln: Zooverantwortliche sorgen sich um thailändische Elefanten
Der Kölner Zoo lockt jedes Jahr rund eineinhalb Million Besucher an, eine der Hauptattraktionen ist das 2004 eröffnete Elefantenhaus. Während die übermannsgroßen Säugetiere in ihrem Gehege ein vergleichsweise ruhiges Leben verbringen, geht es ihren Artgenossen in Thailand derzeit alles andere als gut. Bereits am Freitag vergangener Woche kündigte der Zoo in einer Presseerklärung an, in der Stadt Ayutthaya, rund 70 Kilometer nördlich von Bangkok, helfen zu wollen. Der Ayutthaya Elephant Palace and Royal Kraal, der kranke, misshandelte und verletzte Elefanten ein Domizil gibt, ist ebenso wie die Hauptstadt von der derzeitigen Flutkatastrophe bedroht. Beide Einrichtungen verbindet eine lange Freundschaft, vor fünf Jahren sind insgesamt fünf Elefenantendamen nach Köln transportiert worden, um im hiesigen Zoo ihr Leben zu verbringen. Grund genug, sich für das dortige Domozil zu besorgen und Hilfe anzubieten.</p
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Derzeit leben in der thailändischen Einrichtung 98 Dickhäuter. Ihr eigentlichen Unterkünfte liegen derzeit bis zu drei Meter unter Wasser – ein Zustand, der voraussichtlich noch einige Tage oder sogar Wochen andauern kann. Die Tiere mussten auf wenige verbliebene Anhöhen gebracht werden. Dicht gedrängt muss sich eine Hälfte der Tiere den begrenzten Platz auf einem nur wenige Meter breiten Straßendamm mit dem Vieh der Bauern aus der Umgebung teilen, die andere Hälfte wurde auf die Außenmauern des tief im Wasser stehenden Kraals gebracht. Auch die Mahouts, die sich um die Elefanten kümmern, mussten ihre Unterkünfte verlassen, da diese ebenfalls zerstört wurden. Sie leben mit ihren Familien zum Teil in Zelten oder unter Planen zwischen den Elefanten, berichtete der Kölner Zoo über die derzeit dort herrschenden Zustände.
„Die logistischen Probleme können mit dem vorhandenen Know-how lokal gelöst werden. Werden die notwendigen, finanziellen Mittel bereitgestellt, sind die Thais in der Lage sich selbst zu helfen“, weiß Zoo-Tierarzt und Elefanten-Kurator Dr. Olaf Behlert. Bereits vor einer Woche reiste der Kölner in Südostasien, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Nach seiner Rückkehr am vergangnen Donnerstag zeichnete der Veterinär und Elefantenexperte ein eher düsteres Bild. Alleine die Futterbeschaffung kostet pro Woche rund 5000 Euro, um die kommenden vier Wochen zu überbrücken, haben die Zooverantwortlichen zunächst 20.000 Euro bereit gestellt. Neben dem fehlenden Futter bereitet auch die Trinkwasserversorgung zunehmend Anlass zu Sorge. Vereinzelte Hilfe aus Bangkok ist inzwischen zum Erliegen gekommen, seit auch dort weite Teile der Stadt in den Fluten versinken, berichtete Behlert weiter.
Schon jetzt ist absehbar, dass nach der Flut die Hilfe nicht enden darf. Der Leiter des Elefantenparks, Laithongrien Meepan, macht sich große Sorgen um das Fortbestehen der Einrichtung und um die dort lebenden Tiere. Denn die Langzeitschäden sind bereits jetzt sichtbar, es werden folglich weitere Mittel benötigt, um dem Elefantenpark eine Zukunft nach der Flut zu geben. Der Kölner Zoo wird diese Hilfe bei weitem nicht alleine leisten können. Schon die Geldspende in Richtung Thailand sei das Maximum dessen, was der Kölner Zoo zu leisten imstande ist, erklärte Zoo-Vorstand Christopher Landsberg am vergangenen Freitag. Daher hat der Kölner Zoo eine Spendenaktion ins Leben gerufen und ein Spendenkonto eingerichtet. „Jeder Euro zählt, auch die kleinste Spende hilft den notleidenden Tieren in Thailand“, so Landsberg weiter.
Die Kontonummer lautet: 280 820 bei der Kreissparkasse Köln, Bankleitzahl 370 502 99, Stichwort: Elefantenhilfe Thailand.


























