Wetter

Webtipps:
Bei der Anzahl an Gesetzten kann ein Ratgeber für Recht Licht ins Dunkel bringen.

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





24. 05. 2012
Seite drucken

Kölnerin vererbte über 47.000 Euro für den guten Zweck


06.09.2009 19:58 von:

Schlagwörter: Köln,Spende,Erbschaft,Kölnerin,Guter,Zweck,Behinderte,Hilfsbedürftigkeit,Vereine

Die Kölnerin Rosa Matussek hat der Stadt Köln mit ihrem Tode ein Geldvermögen in Höhe von 47.104,44 Euro vermacht. Sozialdezernentin Marlis Bredehorst und die Integrationsbeauftragte der Stadt Köln, Marita Reineke, haben die große Spendensumme gerecht unter fünf Institutionen aufgeteilt. Einen Scheck in Höhe von jeweils 12.200 Euro erhielten die Vereine "Miteinander Leben e.V", "Schülertagesstätte e.V." sowie der Mülheimer Turnverein MTV. 6200 Euro gingen an das "Zentrum für Bildung und Kultur e.V.. Die restlichen Gelder erhielt der Verein "Versteck Dich nicht e.V.". Die Rolle der Behindertenpolitik in Köln hat sich nicht zuletzt durch die Arbeit der Behindertenbeauftragten nachhaltig verändert. Wurden Menschen mit Handicap früher gerne mit ein bisschen Fürsorge abgespeist, geht es inzwischen um nicht weniger als "Inklusion". Damit gemeint ist die selbstverständliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben.

Spenden wie die der großzügigen Kölnerin sind in der Kölner Sozialverwaltung eher selten. Erst vor einigen Wochen hat ein großzügiger Spender seinen Nachlass zugunsten obdachloser Menschen in dieser Stadt gewidmet. Nun geht es um die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit körperlicher oder geistiger Behinderung. Und dass Köln eine gewisse Bandbreite an unterschiedlichen Förderangeboten aufbieten kann, davon zeugt alleine schon die Liste der Spendenempfänger. So arbeitet der Verein Miteinander Leben e.V. bereits seit inzwischen über vier Jahrzehnten. 1968 als Elterninitiative für einen Sonderkindergarten gegründet, übernahm der Verein fünf Jahre später als erste private Initiative einen integrativen Kindergarten. "Biografiebegleitende Integration", charakterisieren die Verantwortlichen ihr Konzept. Auch die Initiative Schülertagesstätte e.V. hat seinen Ursprung als Elterninitiative. In enger Kooperation mit der Peter-Petersen-Schule starteten die Verantwortlichen das Konzept "Schule für alle", auch dies ein früher Versuch, gemeinsames Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung umzusetzen. Seit 2007 haben die Vereinsmacher zudem den Offenen Ganztag an der Schule übernommen. Das Interesse war entsprechend groß. Von den rund 420 Kindern der Schule haben 408 das Angebot der Nachmittagsbetreuung angenommen. Frohe Kunde: Alle 76 Kinder mit Behinderungen nehmen ebenfalls am ganztägigen Unterricht teil.

Aus einer etwas anderen Richtung aber mit der gleichen Schwerpunktsetzung arbeitet der Mülheimer Turnverein MTV. Der größte Sportverein in Köln hat dazu eine eigene Abteilung, die sich mit Sportangeboten für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen beschäftigt. Seit 1975 gibt es dazu im Sportverein eine eigene Abteilung für Behinderten- und Reha-Sport. Bereits in diesem Monat will der Verein zudem eine Zukunftswerkstatt einrichten. Die Maßnahmen stehen im direkten Zusammenhang mit der weiteren Ausgestaltung des Projekts "Sportstadt Köln". Das Zentrum für Bildung und Kultur am Bürgerzentrum Deutz hat seit einigen Jahren den Ort des Bürgerzentrums zu einer echten Begegnungsstätte entwickeln können. "Eierlegende Wollmilchsau", so der Kommentar der Behindertenbeauftragten zum Ansatz dieser Organisation. Mit dem Geld aus der Spende wollen die Verantwortlichen eine zusätzliche Osterferienfreizeit organisieren. Die letzte Institution in der Runde der Spendenempfänger ist die Initiative "Versteck Dich nicht". Das in Rodenkirchen ansässige Projekt erhält 4304,44 Euro für die Arbeit mit Theater- und Bewegungsangeboten für Menschen mit Behinderungen. Das integrierte Projekt startete im Jahr 2006. "Deutschland leidet, dass Menschen mit Behinderungen in Sondereinrichtungen gesteckt werden", beschreibt Projektleiterin Monika Müller-Homann den Ansatz ihrer Arbeit. Auch die Initiative kann das Geld gut gebrauchen. Mit der Spende sollen weitere Kostüme erworben werden. "Da bin ich absolut anspruchsvoll", erklärte die Vereinsvorsitzende abschließend.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse