24. 05. 2012
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RheinEnergie Stiftung Schule/Beruf feiert zehnjähriges Bestehen
1998 als GEW-Stiftung gestartet, bemüht sich die Stiftung, die
inzwischen mit einem Kapital von rund 27 Millionen Euro ausgestattet
ist, vor allem um Jugendförderung im weiteren Sinne.
Neben der Unterstützung von sozialen Projekte für benachteiligte Kinder
mit Schwerpunkt Übergang Schule-Beruf engagiert sich die Stiftung zudem
im Bereich der Wissenschaft sowie zugunsten von Hochbegabten. Gerade im
letztgenannten Bereich suche man aber nach weiteren Projektträgern, wie
der ehemalige RheinEnergie-Vorstandschef Helmut Haumann in seiner Rede
betonte. Für Bürgermeisterin Angela Spizig zählt aber vor allem der
soziale Aspekt, für den die Stiftung in ihrer bislang noch recht jungen
Geschichte bereits rund neun Millionen Euro ausgegeben hat. „Kindern
und Jugendlichen aus benachteiligten Familien muss an vielen
verschiedenen Stellen und in vielen Phasen geholfen werden“, wie die
Bürgermeisterin der Grünen anhand eigener Erfahrung weiß. „Dieser
Konstellation trägt die Stiftung Rechnung“, lobte Spizig weiter. Mit
inzwischen 77 sozialen Projekten (47 weitere fielen in den Bereich
Wissenschaftsförderung) habe man mehreren Hundert Jugendlichen in Köln
die Chance gegeben, eine individuelle Förderung zu erfahren.
Stiftung als Selbstverständnis eines kommunalen Versorgers
Auch aus Unternehmenssicht ist der Stiftungsgedanke ein Gewinn für das
Unternehmen, wie RheinEnergie-Vorstandschef Dr. Rolf-Martin Schmitz
betonte. „Stiftung wird mit so vielen positiven Aspekten in Verbindung
gebracht. Neben den gängigen Bedeutung heißt Stiften für uns aber auch
Ausbildung, Start- und Lebenshilfe und Kenntnisse vermitteln“, so
Schmitz weiter. Da die RheinEnergie Stiftung Jugend/Beruf aber keine
eigenen Projekte initiiert, ist sie auf den Ideenreichtum und das
Engagement der zahlreichen Kölner Projektträger angewiesen. So waren
neben lokaler Politprominenz vor allem die Verantwortlichen der
verschiedenen Projektträger anwesend. Der Ort war ebenfalls nicht
zufällig sondern sehr bewusst gewählt. Gleich zweifach waren hier
Stiftungen der RheinEnergie (insgesamt gibt es drei) unterstützend
tätig. Vor allem bei der erfolgreichen Ausstellung über das Werk der
Impressionisten unterstützte zunächst die Stiftung Schule/Beruf die
wissenschaftliche Arbeit an den Werken der Impressionisten. Die
eigentliche Ausstellung, die bereits in wenigen Wochen die Schwelle von
50.000 Besuchern erreichte, wird von der Kulturstiftung der
RheinEnergie gefördert.
Der ehemalige Vorstandsvorsitze des Kölner Energie- und
Wasserversorgers Helmut Haumann, der inzwischen als Geschäftsführer der
drei Stiftungen fungiert, sah sich durch die Erfolge und das
fortdauernde Engagement der Stiftungen bestätigt. „Wir sind ein wenig
stolz, dass wir unserer Zeit voraus waren“, erklärte Haumann in
Anlehnung auch weiterer Stiftungen, zum Beispiel der für Familie.
Besonders betonte Haumann den überparteilichen Konsens in der
Gründungsphase. „Wir konnten die Dinge umsetzen, weil sie von einer
breiten Mehrheit mitgetragen wurde“, erklärte der
Stiftungsgeschäftsführer weiter. Und noch etwas habe die Stiftung
bewirkt. Die lange Jahre andauernden Berührungsängste zwischen den
verschiedenen Kölner Hochschulen konnten durch die wissenschaftlichen
Projekte, die von der Stiftung finanzielle gefördert wurden, wenigstens
in Teilen reduziert werden. An ihren Zielen werde sich bei allen
Stiftungen erst einmal nichts ändern. „Das Kapital wurde auf ewig
festgelegt und die Stiftungsziele ebenso“, erklärte Haumann
abschließend.
Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die rund 200 Gäste die
Gelegenheit, sich auf einem kostenlosen Rundgang die bereits
angesprochene Impressionismus-Ausstellung anzuschauen. Auch
Museumsdirektor Dr. Andreas Blühm nahm als Hausherr und Kunstkenner an
der Veranstaltung teil, ebenso wie der frühere Oberbürgermeister und
heutige Ehrenbürger Dr. Norbert Burger.


























