24. 05. 2012
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Solidaritätswelle für Opfer des Einsturzes
Auch eine Woche nach dem Einsturz des Historischen Archivs sowie zweier Nachbargebäude bleibt die Hilfsbereitschaft der Kölner Bevölkerung ungebrochen groß. Am heutigen Dienstagabend zog die Stadtverwaltung ein erstes Zwischenfazit. Unverändert gehen bei den Mitarbeitern der städtischen Wohnungsversorgungsbetriebe Hilfsangebote ein. Unabhängig von den Sachspenden gingen bislang 115 konkreten Spendenangebote bei den städtischen Anlaufstellen ein. Die meisten Sachsprenden sind Kleidung, Haushalts- und Einrichtungsgegenstände sowie Spielsachen. Daneben boten Umzugsfirmen ihre Unterstützung beim Transport von Hausrat und Wertgegenständen an. Zahlreiche Kölner Einzelhändler spendeten Einkaufsgutscheine, ein Taxihändler spendierte 100 Taxigutscheine bereit.
Auch die großen Kölner Firmen zeigten ihre Hilfsbereitschaft. So hat der schwedische Möbelriese IKEA, der in Kürze in Köln-Ossendorf seine zweite Kölner Filiale eröffnen wird, jedem betroffenen Haushalt einen Einkaufsgutschein für eine komplette Wohnungsmöblierung bereit gestellt. Der Kölner Bundesliga-Fußballligist 1. FC Köln schenkt den Betroffenen einen freien Eintritt zu einem Bundesligaspiel im RheinEnergie-Stadion, um "sie für ein paar Stunden von ihren Sorgen abzulenken", wie es weiter hieß. Das von der Stadt eingerichtete Spendenkonto wies bereits eine Woche nach dem Einsturz einen Kontostand von 37.470 Euro auf. Die städtischen Wohnungsversorgungsbetriebe sowie die beiden Kirchengemeinde vor Ort und der Diözesanverband werden sich um die Verteilung der Spendengelder bemühen.
Noch aber sind nicht alle betroffenen tatsächlich umquartiert. Insgesamt sind 41 Haushalte mit 60 Personen durch die Katastrophe obdachlos geworden oder fühlen sich nach dem Einsturz nicht mehr sicher und möchten nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren. Die städtischen Wohnungsversorgungsbetriebe haben bislang 210 eingegangene Wohnungsangebote geprüft. 15 Wohnungen liegen dabei im gleichen Stadtteil, weitere 155 in anderen Kölner Stadtteilen. Mit allen Anbietern von Wohnraum steht der städtische Betrieb in ständigem persönlichen Kontakt, wie die Verantwortlichen bekannt gaben. Das Gleiche gilt auch für die individuelle Betreuung der Betroffenen selbst. Inzwischen steht jedem Betroffenen ein persönlicher Ansprechpartner seitens der Stadt bereit, um die drängenden Fragen und Probleme zu bearbeiten. "Das Erlebte belastet die Betroffenen schwer, viele sind noch nicht in der Lage, sich schon mit der Anmietung einer neuen Wohnung auseinander zu setzen", eräuterten die Verantwortlichen weiter. Die persönlichen Habseligkeiten sowie der Hausrat der zwischenzeitlich geräumten Wohnungen befindet sich derzeit auf dem Gelände einer Speditionsfirma. Nach Anfrage haben die Eigentümer der Gegenstände die Möglichkeit, Ihr Eigentum in Augenschein zu nehmen. Ein Fahrdienst in das Lager ist ebenfalls organisiert.
Das Spendenkonto der Stadtverwaltung lautet: Kontonummer: 1903190419, Bankleitzahl: 370 50198 (Sparkasse KölnBonn), Stichwort: "Severin"


























