24. 05. 2012
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Spenden-Marathon für Uganda vorgestellt
Hartmut Frensel ist 57 Jahre alt und ein erfolgreicher Geschäftsmann. Eigentlich sollte man meinen, dass es ihm an nichts fehlt. Sein Unternehmen RDG Facility Management läuft trotz angespannter Wirtschaftslage gut, mit bundesweit 5000 Mitarbeitern in elf Niederlassungen und einem Jahresumsatz von zuletzt 59 Millionen Euro zählt die Unternehmensgruppe zu den großen Gebäudedienstleistern in Deutschland. Und auch die gute Sache hat Frensel nie vergessen, regelmäßig spendete der Unternehmer, unter anderem an die Stiftung Deutsche Weltbevölkerung. Und dann kam das Angebot der Stiftung, sich einmal anzuschauen, was mit seinem und dem Geld anderer Stifter und Spender geschieht. Im Oktober vergangenen Jahres flog Frensel nach Uganda. "Ich hatte richtig Angst vor der Reise", bekennt der erfolgreiche Geschäftsmann, doch was er dann erlebte veränderte sein Leben nachhaltig. Es sei etwas anderes das Elend eines armen Entwicklungslandes mit eigenen Augen zu erleben, als sich das auf Fotos oder im Fernsehen anzuschauen. Zurückgekommen nach Deutschland gründete Frensel sein eigenes Hilfsprojekt, das "Projekt Stiftung Uganda". "Ich habe 56 Jahre gepennt, dafür kann ich mich nur entschuldigen. Aber nun kann ich meinen kleinen Beitrag leisten, damit es ein wenig besser wird", so der Unternehmer auf der gestrigen Vorstellung seines Projektes in der Niederlassung des Autoherstellers Peugeot Deutschland in Köln-Zollstock.
Prominente Unterstützung
Schnell fand der 57-Jährige Unterstützung. Alfred Biolek, Fernsehurgestein und Produzent zahlreicher Fernsehformate, hat sich schon früher um Projekte in Afrika gekümmert. Regelmäßig bereist der Moderator den schwarzen Kontinent und stellt seinen guten Namen der guten Sache zur Verfügung. Mit den Geldern des Hilfsprojekts, weit über 30.000 Euro sind schon gesammelt, soll nun mindest ein neuer Youth-Truck erworben und in dem schwarzafrikanischen Land zum Einsatz kommen. Biolek ist begeistert von diesem Ansatz, lässt sich doch mit relativ wenig Mitteln eine große Wirkung erzielen. In einer Art Trainingscamp werden Jugendliche und junge Erwachsene zu einer Art Botschafter ("peer educator") ausgebildet. Dann geht es in die Dörfer, dort wo das Elend am größten ist. Die Kinder werden dann auf Augenhöhe von den nur wenig älteren Botschaftern darüber aufgeklärt, wie sich ungewollte Schwangerschaften im Kindesalter verhindern lassen. Auch Kondome werden verteilt, der beste Schutz vor einer Infizierung mit dem tödlichen und in Schwarzafrika weit verbreiteten AIDS-Virus. Mindestens 100.000 Euro wollen Frensel und sein prominenter Mitstreiter einsammeln, damit nicht nur der Wagen gekauft und umgerüstet werden kann. Auch für Ersatzteile und vor allem für die Bezahlung des Personals soll das Geld eingesetzt werden. Wie viele Fahrzeuge dann in Uganda zum Einsatz kommen werden, lässt sich nicht genau sagen. In jedem Fall soll es aber kein Strohfeuer werden, versichern beide Initiatoren.
Große Spendengala am 30. April
Vorläufiger Höhepunkt der Spendeninitiative wird am 30. April eine festliche Gala in der Peugeot-Niederlassung auf der Berliner Prachtstraße Unter den Linen sein. Auch hier wird der französische Autohersteller als Sponsor und Unterstützer seine Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellen. Bereits zuvor werden noch in Hamburg und Hannover Präsentationen stattfinden. Auf der Gala selbst werden unter anderem auch Kunstwerke für den Guten Zweck versteigert. Die Erlöse sollen dem Projekt Uganda zugute kommen. Eine der Künstler ist Siegfried Kornacki. Er und Frensel kennen sich seit über 15 Jahren und schnell spendete er zwei Bilder und eine Apparatur, die auf Geräusche Reis in eine Schüssel fallen lässt. Die Bilder selbst sollen dann am 30. April möglichst viel Geld einbringen. Neben Alfred Biolek haben auch Schauspieler Lutz Herkenrath sowie Erdogan Atalay ("Alarm für Cobra 11" spontan zugesagt und werden ebenfalls das Spendenfinale in Berlin unterstützen. Mit diesem vorläufigen Höhepunkt will es Unternehmer Frensel und sein prominenter Unterstützer nicht bewenden lassen. Schon planen die beiden neue Projekte. Dabei will man aber darauf achten, im Sinne eines nachhaltigen Engagements vor allem darauf, auch die Menschen in den Ländern dieses Kontinents mitzunehmen. Eine Nachfolgeveranstaltung, so versicherte Frensel abschließend, ist jedenfalls schon jetzt fest eingeplant. Ort und Zeit stehen allerdings noch nicht fest.
Weitere Informationen finden Sie auch auf der eigens dafür eingerichtete Internetseite der Initiative Projekt Uganda unter: www.projekt-direkt-uganda.de. Das Spendenkonto lautet: Kanzlei von Häfen & Neunaber (Notaranderkonto), Kontonummer: 201 8000, Banleitzahl 280 501 00 (Landessparkasse zu Oldenburg


























