24. 05. 2012
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Stadt sucht Paten für die Restauration von Archivalien
Rund 85 Prozent des Bestandes im Kölner Historischen Archiv sind mittel, schwer oder schwerst beschädigt. Um auch mehr als acht Monate nach dem Unglück am Kölner Waidmarkt die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger anzusprechen und zu aktivieren, will die Stadt nun das Förderkonzept der individuellen Patenschaften auf eine breitere Basis stellen. So genannte Restaurierungspaten sollen dabei durch eine persönliche Patenschaft die Finanzierung der Dokumente und Bestände sicherstellen. In einigen Fällen habe das bereits erfolgreich in die Tat umgesetzt werden können, wie die Stadtverwaltung am heutigen Montag weiter ausführte. Künftig können sich alle Interessierten auf diese Weise für das Historische Archiv engagieren. Jeder Beitrag ist willkommen, schon mit fünf Euro ist es zum Beispiel möglich, die Archivalien fachgerecht zu verpacken und vor weiteren Schäden zu schützen, hieß es dazu weiter.
Das digitale historische Archiv stellt ab Dienstag, 24. November 2009, Urkunden, Akten, Fotos und Plakate ins Internet, die eine Patin oder einen Paten suchen. In den vier Rubriken "Kleine Maßnahmen – große Wirkung", "Noch glimpflich davon gekommen – Schäden bis 1000 Euro", "Mit Pinsel und Skalpell – ‚Patienten’ mit größeren Schäden" und "Dicke Bretter bohren – Großspenden für Großprojekte" findet sich für jeden Geldbeutel und Geschmack das passende Stück. Bisher haben Feuerwehr, Archivare und freiwillige Helfer etwa 85 Prozent der beim Einsturz des Archivs am 3. März 2009 verschütteten und beschädigten Bestände geborgen. Die restlichen vermissten Archivalien befinden sich derzeit in so großer Tiefe, dass spezielle Bohrungen angesetzt werden müssten.
Weitere Informationen sowie eine Liste mit Archivalien, die auf eine Patenschaft warten, finden Sie im Internet unter: www.historischesarchivkoeln.de.


























