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24. 05. 2012
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Straßensammlung für Kriegsgräber startet heute


24.01.2009 18:56 von:

Schlagwörter: Köln,Kriegsgräberfürsorge,Sammlung,Olivandenhof,Straßensammlung

Mehr als eine Stunde stellten sich zahlreiche Angehörige der Streitkräfte von Heer und Luftwaffe sowie hohe Vertreter der lokalen Politik in den Dienst der guten Sache. Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar, Oberbürgermeister Fritz Schramma und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes schnappten sich die grün-weißen Spendenbüchsen und nahmen so an der Straßen-sammlung teil. Erstes Zwischenergebnis war eine unerwartet große Spendenbereit-schaft der Kölnerinnen und Kölner, so ein Heeresgeneral, der bereits seit seinem 14. Lebensjahr Erfahrungen mit Spendensammlungen hat. Der Deutsche Volksbund ist auf die Straßensammlungen angewiesen. Im Gegensatz zu vergleichbaren Organisationen in den USA oder Großbritannien liegt der staatliche Anteil in Deutschland bei weniger als 10 Prozent, wie Volksbund-Bezirksgeschäftsführer Martin Gadow erklärte.
   
Bei einem bundesweiten Jahresetat von rund 40 Millionen Euro wird der überwiegende Teil des Kapitals durch Mitgliedsbeiträge und Spenden aus dem Kreis der Mitglieder und Förderer erbracht. Die alljährlichen Straßensammlungen brachten in der Vergangenheit bundesweit rund 7 Millionen Euro. Lediglich 3,7 Millionen Euro des Etats stammen aus staatlichen Töpfen. Gadow rechnet jedoch in naher Zukunft mit einem Rückgang der Spenden aus Straßen-sammlungen. „Die Menschen, die den Krieg und seine Leiden bewusst miterlebt haben, werden immer weniger; die Bereitschaft zu Spenden folglich auch“, befürchtet Gadow. Der nachlassenden Betroffenheit möchte der Volksbund mit mehreren Instrumenten begegnen. Zum einen soll durch friedenspädagogische Maßnahmen die Tätigkeit des Volksbundes nahe gebracht werden, zum anderen sollen die Söhne, Töchter und Enkel der Kriegsgeneration gezielt angesprochen und motiviert werden, erläutert der Volksbund-Verantwortliche. Im März 2005 eröffnete die fünfte Friedensbegegnungsstätte auf der Ostseeinsel Usedom. Am neuen Standort will man sich vor allem mit den Leiden des Krieges im östlichen Nachbarstaat auseinandersetzen.RP Lindlar bei seiner erfolgreichen Spendensammlung    

Der Volksbund pflegt die Gräber von rund 2 Millionen Kriegsgefallenen auf 836 Kriegsgräberstätten in 44 Ländern Europas und Nordafrika. Seit dem Ende des Ost-West-Konflikts sind alleine im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion fast 500 neue oder hergerichtete Anlagen sowie 45 große Sammelfriedhöfe hinzugekommen. Der größte Sammelfriedhof befindet sich mit 80.000 Gefallenen nahe St. Petersburg in Sologubowka. Erst im vergangenen Jahr wurde dem Volksbund ein 4 Hektar großes Areal in der Nähe der Gemeinde Beresea zugewiesen. Dort soll der erste Sammelfriedhof Weißrussland entstehen. Bis zu 100.000 Gefallene des ersten und weitere 150.000 Gefallene aus dem II.Weltkrieg werden hier vermutet.







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