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24. 05. 2012
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Tropische Hitze beim Come-Together-Cup 2007


24.01.2009 18:29 von:

Schlagwörter: Köln,Come-Together-Cup,Jahnwiesen,schwul,lesbisch

Doch nicht nur der Spaß stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Nach Abzug der Selbstkosten wurde auch in diesem Jahr wieder der Überschuss einem gemeinnützigen Zweck zugeführt. Nachdem es im vergangenen Jahr aufgrund verregneter Witterung lediglich rund 4000 Euro übrig blieben, erhoffen sich die Organisatoren in diesem Jahr einen Erlös wie im Jahr 2005. Damals kamen für die gute Sache mehr als 15.000 Euro zusammen. Profitieren wird davon auch in diesem Jahr wieder das schwul-lesbische Jugendzentrum anyway und das Beratungszentrum Rubicon, die sich gemeinsam im 1975 gegründete Sozialwerk für Schwule und Lesben engagieren.

Prominente sorgten für gute Stimmung

Noch vor den Finalspielen des Cups traten zwei Prominententeams gegeneinander an. Neben Vertretern aller vier großen Ratsfraktionen (Walter Reinarz (CDU), Elfi Scho-Antwerpes (SPD), Andreas Wolter und Volker Beck (Grüne) und Ulrich Breite (FDP) waren vor allem Bekannte aus dem reichen Repertoire Kölner Showgrößen vertreten. Absoluter Höhepunkt der Partie zwischen den „Latenten Talenten“ und den „fairQueeren“ war der Kampf der Marie-Luise Nikuta um den Ball. Zwar war der bekannten Kölschen Sängerin ein Tor versagt, trotzdem sorgten ihre Handballeinlagen für allgemeine Heiterkeit am Spielfeldrand. Traditionell fand im Anschluss an die Finalpartien eine große Party auf dem Parkplatz vor der Jahnwiese statt, viele der bekannten Gesichter blieben bis spät in die Nacht.

Ernstes Anliegen als Hintergrund

Bei allem Spaß trat aber auch der ernste Hintergrund dieser seit 1995 jährlich ausgetragenen Benefiz-Veranstaltung nicht in den Hintergrund. Dr. Stefan Jüngst vom Beratungszentrum Rubicon machte deutlich, dass Veranstaltungen wie diese zur Finanzierung der vielen Vorhaben aus dem gemeinnützigen Umfeld der schwul-lesbischen Szene in Köln absolut notwendig sind. Pro Jahr führt der gemeinnützige Verein rund 3000 Beratungen durch, wie Jüngst betonte. So plant Rubicon in diesem Jahr mit einem Etat in Höhe von rund 400.000 Euro. Zwar werden derzeit rund 90 Prozent durch die Stadt Köln und das Land NRW bezuschusst. Es bleibt jedoch jedes Jahr eine „Deckungslücke“ in Höhe von 40.000 Euro, die zur Hälfte durch Benefizveranstaltungen und sonstige Events gedeckt werden muss.
       
Damit engagiert sich Rubicon vor allem in der Beratung von Schwulen und Lesben mit psychischen Erkrankungen, bei der Migrationssozialarbeit, der AIDS- und der Seniorenberatung. Die wird immer wichtiger, wie der Koordinator der Seniorenberatung aus eigener Erfahrung weiß.

Innovatives Mehrgenerationenprojekt mit der GAG

Zusammen mit dem Kölner Wohnungsbauunternehmen GAG Immobilien AG plant der Verein derzeit das Mehrgenerationenprojekt „Villa anders“. Dort sollen 35 Wohnungen entstehen, für die der Verein das Vorschlagsrecht besitzt. Jüngst hofft, dass sein Verein zusammen mit der GAG den Zuschlag für eine städtische Förderung zu erhalten. „Die GAG hat für uns diesen Antrag gestellt und wir sind guter Dinge, uns mit diesem Projekt auch durchzusetzen“, hofft nicht nur Jüngst. Die Vorgeschlagenen müssen jedoch einen Bezug zur schwul-lesbischen Szene haben. „Dies trifft auch für einen schwulen Familienvater zu, der zusammen mit seiner Ex-Frau und seinen Kindern nach einer geeigneten Wohnung sucht“, erläuterte Jüngst abschließend.







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