24. 05. 2012
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Tropische Hitze beim Come-Together-Cup 2007
Doch nicht nur der Spaß stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Nach
Abzug der Selbstkosten wurde auch in diesem Jahr wieder der Überschuss
einem gemeinnützigen Zweck zugeführt. Nachdem es im vergangenen Jahr
aufgrund verregneter Witterung lediglich rund 4000 Euro übrig blieben,
erhoffen sich die Organisatoren in diesem Jahr einen Erlös wie im Jahr
2005. Damals kamen für die gute Sache mehr als 15.000 Euro zusammen.
Profitieren wird davon auch in diesem Jahr wieder das schwul-lesbische
Jugendzentrum anyway und das Beratungszentrum Rubicon, die sich
gemeinsam im 1975 gegründete Sozialwerk für Schwule und Lesben
engagieren.
Prominente sorgten für gute Stimmung
Noch vor den Finalspielen des Cups traten zwei Prominententeams
gegeneinander an. Neben Vertretern aller vier großen Ratsfraktionen
(Walter Reinarz (CDU), Elfi Scho-Antwerpes (SPD), Andreas Wolter und
Volker Beck (Grüne) und Ulrich Breite (FDP) waren vor allem Bekannte
aus dem reichen Repertoire Kölner Showgrößen vertreten. Absoluter
Höhepunkt der Partie zwischen den „Latenten Talenten“ und den
„fairQueeren“ war der Kampf der Marie-Luise Nikuta um den Ball. Zwar
war der bekannten Kölschen Sängerin ein Tor versagt, trotzdem sorgten
ihre Handballeinlagen für allgemeine Heiterkeit am Spielfeldrand.
Traditionell fand im Anschluss an die Finalpartien eine große Party auf
dem Parkplatz vor der Jahnwiese statt, viele der bekannten Gesichter
blieben bis spät in die Nacht.
Ernstes Anliegen als Hintergrund
Bei allem Spaß trat aber auch der ernste Hintergrund dieser seit 1995
jährlich ausgetragenen Benefiz-Veranstaltung nicht in den Hintergrund.
Dr. Stefan Jüngst vom Beratungszentrum Rubicon machte deutlich, dass
Veranstaltungen wie diese zur Finanzierung der vielen Vorhaben aus dem
gemeinnützigen Umfeld der schwul-lesbischen Szene in Köln absolut
notwendig sind. Pro Jahr führt der gemeinnützige Verein rund 3000
Beratungen durch, wie Jüngst betonte. So plant Rubicon in diesem Jahr
mit einem Etat in Höhe von rund 400.000 Euro. Zwar werden derzeit rund
90 Prozent durch die Stadt Köln und das Land NRW bezuschusst. Es bleibt
jedoch jedes Jahr eine „Deckungslücke“ in Höhe von 40.000 Euro, die zur
Hälfte durch Benefizveranstaltungen und sonstige Events gedeckt werden
muss.
Damit engagiert sich Rubicon vor allem in der Beratung von Schwulen und
Lesben mit psychischen Erkrankungen, bei der Migrationssozialarbeit,
der AIDS- und der Seniorenberatung. Die wird immer wichtiger, wie der
Koordinator der Seniorenberatung aus eigener Erfahrung weiß.
Innovatives Mehrgenerationenprojekt mit der GAG
Zusammen mit dem Kölner Wohnungsbauunternehmen GAG Immobilien AG plant
der Verein derzeit das Mehrgenerationenprojekt „Villa anders“. Dort
sollen 35 Wohnungen entstehen, für die der Verein das Vorschlagsrecht
besitzt. Jüngst hofft, dass sein Verein zusammen mit der GAG den
Zuschlag für eine städtische Förderung zu erhalten. „Die GAG hat für
uns diesen Antrag gestellt und wir sind guter Dinge, uns mit diesem
Projekt auch durchzusetzen“, hofft nicht nur Jüngst. Die
Vorgeschlagenen müssen jedoch einen Bezug zur schwul-lesbischen Szene
haben. „Dies trifft auch für einen schwulen Familienvater zu, der
zusammen mit seiner Ex-Frau und seinen Kindern nach einer geeigneten
Wohnung sucht“, erläuterte Jüngst abschließend.


























