24. 05. 2012
Seite drucken
Zehn der 28 stillgelegten Brunnen sprudeln wieder
Auch wenn es heute alles andere als hochsommerlich warm war, an einem sprudelnden Brunnen zu stehen ist aus mehreren Gründen eine Wohltat. Das leise Plätschern des Wassers vermittelt einen Eindruck von Natur und Kühle in der hitzigen Hektik einer Großstadt. Brunnen sind beliebte Treffpunkte, steigern die Aufenthaltsqualität und verbessern zudem das Stadtklima. Allerdings haben die knappen Kassen der Domstadt in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass viele Brunnenanlagen gerade in der dicht bebauten und besiedelten Innenstadt nicht mehr ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen. Am heutigen Donnerstag wurde ein weiterer Brunnen der Öffentlichkeit übergeben.
Der so genannte Fastnachtsbrunnen auf dem kleinen Platz vor dem Haus Neuerburg, nahe des Duftmuseums Farina, dem Wallraf-Richartz-Museum und in Blickweite zu den Ausgrabungen der Archäologischen Zone auf dem Rathausplatz sprudelt ab sofort wieder das kühle Nass. Bis zum Ende der diesjährigen Brunnensaison im Spätherbst hat das Festkomitee Kölner Karneval die Finanzierung gesichert. Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach und der Leiter des Kölner Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen, Michael Eppenich, kamen zum offiziellen Fototermin in die Kölner Innenstadt.
Der Brunnen wurde 1913 von Georg Grasegger in Bronze gegossen. Der ursprünglich montierte Kölner Doppeladler ging allerdings während des ersten Weltkrieges verloren. Das Festkomitee hatte der Stadt schon einmal geholfen. Für damals rund 7000 Euro ließen die Kölner Karnevalisten den Brunnen reparieren und statteten das Brunnenbauwerk mit einer so genannten Frischwasser-Umwälzpumpe aus. Auch die diesjährige Zuwendung, die die Betriebskosten (1545 Euro pro Jahr) bis zum Ende der Saison sicherstellen, fand unter den Kölner Karnevalisten einhellige Zustimmung. Schließlich deutet schon der Name des Brunnen aus seinen Ursprung und seine Widmung hin. Nach Auskunft der Verantwortlichen sucht die Stadt derweil noch nach Sponsoren für 18 weitere Brunnen im Kölner Stadtgebiet. Immerhin: Vor rund zwei Wochen waren es noch 28 Brunnen, die auf einen großzügigen Spender gewartet haben.


























