24. 05. 2012
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Zwei Rheinenergie-Stiftungen feiern rundes Jubiläum
Am heutigen Dienstagabend fand im Museum Schnütgen ein Festakt mit Showeinlage statt. Vor der beeindruckenden Kulisse des sakralen Ausstellungsraums hatten auch zwei von den Stiftungen geförderte Projekte ihren großen Auftritt. Vor rund 150 geladenen Gästen, allen voran Oberbürgermeister Jürgen Roters, präsentierten die Projektgruppen des Genoveva-Gymnasiums und der, eine Tanz-Performance. Zwar war nur für zwei Stiftungen am heutigen Dienstag offiziell Geburtstag. Doch in ihren Reden würdigten Roters und der Vorstandsvorsitzende der Rheinenergie AG, Dr. Dieter Steinkamp die Arbeit aller drei Stiftungen.
Roters betonte dabei vor allem den sozialen Aspekt des Stiftungswirkens. "Die Schere zwischen Arm und Reich droht immer weiter auseinander zu gehen. Wie andere Städte auch ist Köl einem ständigen Wandel unterzogen. Die Herausforderung besteht nun darin, diesen Wandel zu gestalten", erläuterte der erste Bürger der Stadt. Und genau hier kommen die Stiftungen und ihre vielfältigen Unterstützungs- und Fördermaßnahmen ins Spiel. So haben alle drei Stiftungen – die Stiftung Jugend/Beruf/Wissenschaft ist bereits im Jahr 1998 ins Leben gerufen worden – in der Zeit ihres Bestehens inzwischen 17,5 Millionen Euro an Fördermitteln vergeben. Damit wurden insgesamt 352 Projekte finanziell unterfüttert. Die Fördergelder sind dabei stets als Anschubfinanzierung gedacht, einige Projektförderungen wurden indes bis heute immer wieder verlängert, wie die Verantwortlichen ausführten.
Anschubförderung für eine Vielzahl neuer Highlights
Zu den geförderten Highlight zählt unter anderem das Projekt "PhilharmonieVeedel". Von 2006 bis 2010 unterstützte die Rheinenergie-Stiftung Kultur das Leuchtturmprojekt, das in vier Kölner Stadtbezirken Konzerte zu familiengerechten Preisen anbietet. Die dezentralen Austragungen der Konzerte sind inzwischen fester Bestandteil des eigenen Programms der Kölner Philharmonie. Besinders die so genannten Babykonzerte erfreuten sich dabei größter Beliebtheit. "Wer einmal, wenn auch nur als Zaungast, dabei war, wird die glücklichen Gesichter der Teilnehmer als bleibende Erinnerung bewahren", erklärte Steinkamp in seiner Rede. Inzwischen sind gerade die Babykonzerte vielfach kopiert und längst auch mit anderen Auszeichnungen, wie zum Beispiel von der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" gewürdigt worden.
Weitere Höhepunkte waren das theaterpädagogische Projekt "Ursula & Attila", das von Jugendlichen im vergangenen Winter in den Räumen des Museums Schnütgen uraufgeführt wurde. Das Stück war zuvor unter fachkundiger Anleitung, aber von den Jugendlichen selbst konzipiert und erarbeitet worden. Gerade hier zeigte sich auch ein weiterer wichtiger Aspekt der Stiftungskonzeption. Neben der Unterstützung für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Schichten spielt der Faktor Integration und seine aktive Förderung eine immer wichtiger werdende Rolle. Das spielte auch in dem vergangenen Winter aufgeführten Stück eine gewichtige Rolle, schließlich dreht sich die Handlung um Themen wie Zivilcourage, Mut und Religion und damit im Kern um das Thema Integration selbst. Zur Stärkung der kulturellen Szene in Köln hat die Rheinenergie-Stiftung Kultur zudem die Bildung von Netzwerken unterstützt. Als Beispiel dafür nannte Steinkamp das Ensemble-Netzwerk "Freihandelszone".
Dass die Arbeit der Stiftungen unverzichtbarer Bestandteil der Kölner Stadtgesellschaft zeigt nicht nur der Blick auf die insgesamt mehr als 300 Stiftungen, die es in der Domstadt inzwischen gibt. "Angesichts der derzeitigen Haushaltslage sind Städte auf Stiftungen und das dahinter stehende ehrenamtliche Engagement angewiesen", erklärte das Stadtoberhaupt in seinem Redebeitrag. Die größte Herausforderung dürfte dabei indes sein, dass trotz der erkennbaren sozialen Kluft Großstädte wie Köln trotzdem und notwendigerweise ihr Profil als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort stärken müssen. Und auch hier bietet die älteste der Rheinenergie-Stiftungen ihre Unterstützung an. Fast ein wenig selbstkritisch wirkte der SPD-Politiker an der Spitze der Stadtverwaltung, als er die Notwendigkeit des Stiftergedankens betonte. "Vielleicht haben wir uns in der Vergangenheit zu viele Aufgaben auferlegt", so ein nachdenklicher Oberbürgermeister abschließend.
Weitere Informationen zur Arbeit der drei Stiftungen finden sie auch im Internet unter: ww.rheinenergiestiftung.de.


























