24. 05. 2012
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122 Spielplatzpaten werden geehrt
Am kommenden Dienstag werden im Kölner Rathaus die neuen Spielplatzpaten geehrt, die seit der letzten öffentlichen Urkundenübergabe im Jahr 2006 eine Patenschaft über einen der insgesamt 622 städtischen Spielplätze übernommen haben. Inzwischen hat die Stadt und das federführende Amt für Kinderinteressen, das die ehrenamtlichen Spielplatzpaten betreut, eine wichtige Hürde übersprungen. Mehr als die Hälfte aller Kölner Spielplätze haben inzwischen einen oder mehrere Paten, so die frohe anlässlich der feierlichen Urkundenübergabe im Kölner Rathaus. 395 Paten betreuen derzeit 342 Kölner Spielplätze. Insgesamt werden bei der Feierstunde 112 Spielplatzpaten mit einer Urkunde für Ihr ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Oberbürgermeister Fritz Schramma wird selbst die Ehrung der neuen Paten übernehmen, wie es in einer Presseerklärung der Kölner Stadtverwaltung hieß.
Dieter Klinger, Leitender Polizeidirektor im Kölner Polizeipräsidium wird aus polizeilicher Sicht eine Rede halten, den musikalischen Rahmen des Empfangs gestaltet der Kinderchor der Grundschule Pfälzer Straße. Beim Spielplatzpaten-Projekt haben interessierte Bürger die Möglichkeit, an der Gestaltung der Spielplätze verantwortlich mitzuwirken. Es soll eine Identifikation der Bürger mit den vorhandenen Spielplätzen fördern und den Kindern einen Ansprechpartner zur Seite stellen, der ihnen eine Hilfe bei der Vertretung ihrer Interessen ist. Die Spielplatzpaten sind Ansprechpartner für die Kinder, Eltern und Spielplatzbesucher und engagieren sich, indem sie gemeinsam mit den Spielplatznutzern aufkommende Probleme - etwa Verunreinigungen des Platzes oder Beschädigungen an den Spielgeräten - in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen für alle zufriedenstellend lösen. Sie melden Defekte an Spielgeräten der Stadt Köln, damit diese umgehend repariert werden können. Gemeinsam mit Kindern und Eltern führen die Paten Reinigungsaktionen auf den Spielplätzen durch und sind damit Vorbild für andere. Durch die Organisation von Spielplatzfesten und Spielaktionen setzen sie sich dafür ein, die Kontakte der Spielplatznutzer und der Anwohner zu fördern, hieß es dazu weiter.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die von Paten betreuten Spielplätze in vielfältiger Form eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität zeigen. Dabei gehört es zum kollegialen Umgang, dass die Paten selbst in die Sanierungsmaßnahmen bereits zu einem frühen Zeitpunkt aktiv einbezogen werden. Gleiches gilt auch für Neugestaltungen von Spielflächen oder Bolzplätzen. In regelmäßigen Treffen der Paten – vier Mal im Jahr – tauschen sich die Paten nicht nur mit der Stadtverwaltung aus. Sie intensivieren dabei auch die Kontakte untereinander. Hinzu kommt, dass mit der so genannten Ordnungspartnerschaft zwischen Ordnungsdienst und Polizei die Eingriffsmöglichkeiten der Behörden ohne Kompetenzgerangel und damit auch für die Bürger spürbar schneller durchgeführt werden können. Im Rahmen des Angebots bietet das Amt für Kinderinteressen in Zusammenarbeit mit dem Kommissariat Vorbeugung zudem Seminare für den Umgang mit schwieriger Klientel an. Gerade dieses Thema erfuhr zuletzt durch den Tod eines Bürgers mit Zivilcourage im Süden der Republik neue Aktualität.


























