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24. 05. 2012
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Der Bürgerhaushalt startet Umsetzung in Köln-Klettenberg


21.08.2008 22:00 von:


Landschaftsarchitektin Martina Hullmann stellte die Pläne des ersten Bauabschnitt im südlichen Teil des Platzes vor. Auch für den im nördlichen Teil des Platzes mitten im Klettenberger Wohngebiet ist Großes geplant. Dort, wo derzeit noch ein Bolzplatz mit einem Metallzaun die Nachbarn um ihren Schlaf bringt, soll im kommenden Frühjahr ein Tartanbelag verlegt und ein lärmarmer Zaun installiert werden, bestätigte Petra Heinemann vom Amt für Kinderinteressen der Stadt Köln. Insgesamt steht dafür mehr als eine Viertel Million Euro zur Verfügung, zwischen 60.000 und 70.000 Euro kommen dabei von einer Einzelspende eines bekannten Münchener Fernsehsenders, wie die Verantwortlichen verrieten.

Auf dem Platz selbst, der heute noch weitgehend versiegelt ist, soll eine so genannte wassergebundene Decke verlegt werden. Der naturnahe Boden trennt die insgesamt drei Spielbereiche für Kinder ab zwei bis zwölf, eingeteilt in jeweils drei Spielbereiche. Dort werden unter anderem Schaukeln, Wippen, Kleinkarussels sowie eine Kletterlandschaft installiert, wie Landschaftsarchitektin Martina Hullmann vom beauftragten Büro Lill & Sparla Landschaftsarchitekten erklärte. Da die Zahl der Sitzmöglichkeiten für Eltern aufgrund der Platzgröße eher eingeschränkt ist, schlug Fachfrau Heinemann die Installierung von Kautschuk-Sitzwürfeln vor. Der Vorteil liegt auf der Hand: Statt einer verletzungsgefährdenden Randfassung aus Stein bieten die Sitzwürfel sowohl Aufenthaltsmöglichkeiten für die Eltern als auch einen größeren Sitzkomfort. Den Bolzplatz selbst werde man erst ab dem kommenden Frühjahr verlegen können, da hierzu konstante Temperaturen beim Auftragen des empfindlichen Bodenbelags notwendig sind. „Das kriegen wir dieses Jahr nicht mehr hin“, so die Expertin der Fachverwaltung. Allerdings kommentierten die meisten der über 30 Anwohner, die zu diesem Termin erschienen sind, mit einem anerkennenden Raunen den ehrgeizigen Zeitplan der geplanten Umbaumaßnahme. Bis zum 24. September dieses Jahres wollen die Verantwortlichen den ersten Bauabschnitt komplett fertig haben.

Beschwerden über Lärm und Drogenmissbrauch


Deutlich unruhiger und kritischer wurde es, als die Anwohner über die Zustände auf dem Platz selbst diskutierten. Hörte man den Ausführung einiger Anwohnerinnen und Anwohner zu, müsste sich der Honnefer Platz eigentlich nicht in Klettenberg sondern mitten in einem sozialen Brennpunktgebiet befinden. Tägliche Brände, Drogen rauchende Jugendliche, Vandalismus. Nicht zum ersten Mal ließen die Bürger bei einem offiziellen Termin ihren Frust ab. Spielplatzpatin Beate Zimmermann, die den Platz zusammen mit einer Nachbarin betreut, kann diesen Horrorszenarien nicht ganz zustimmen. „Jugendliche haben wir und vielleicht haben die auch mal Verbotenes gemacht. Aber aussperren wollen wir auch die Gruppen nicht“, kommentierte Zimmermann den Vorschlag, den Platz ab den Abendstunden komplett abzusperren. „Da werden wir uns mit Händen und Füßen wehren“, so Zimmermann weiter. Auch Heinemann, die als Mitarbeiterin des Amtes für Kinderinteressen die  Spielplatzplanungen auf öffentlichen Spielplätzen betreut, widerspricht allzu heftigen Darstellungen. „Wir haben den Platz über einen längeren Zeitraum durch den Ordnungsdienst kontrollieren lassen. Heraus kamen gerade einmal zwei Meldungen“, weiß Heinemann.

„Ich finde die Pläne sehr schön und wir sind froh, dass es nun nach der Privatspende deutlich schneller geht“, erklärte auch Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker. Weil die Sanierung des Honnefer Platzes bei den Abstimmungen zum Bürger-Haushalt einen Platz weit vorne erhielt, gebe es rund 200.000 Euro alleine aus diesem Etat für die Baumaßnahme. „Am 28. August werden wir im Bezirksrathaus darüber beraten. Dann kann der Umbau losgehen“, so Blömer-Frerker abschließend. Aus den Reihen der anwesenden Bezirksvertreter (SPD und CDU waren anwesend) kam jedoch schon jetzt Lob und Zustimmung. Und so dürfte noch in diesem Sommer der Spielplatz mitten in Klettenberg ein neues Gesicht bekommen.








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