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24. 05. 2012
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Doppelhaushalt verzögert Ausbau der Skateranlage an der Neusser Straße


13.05.2008 22:00 von:


Die Gesamtkosten für die nächste Ausbaustufe werden wohl noch um Einiges höher liegen.   Sören Jung und seine Mitstreiter, die sich seit Jahren um die Pflege der empfindlichen Bodenbeläge und der gesamten Anlage in diesem Teil der Stadt kümmern, haben ihren Wunsch als Ausgabevorschlag in den Bürgerhaushalt eingebracht. Der Vorschlag, die bereits bestehende Half-Pipe mit einem städtischen Zuschuss um weitere sechs Meter zu verlängern sowie eine weitere rund neun Meter lange Anlage für kleinere Skater zu errichten, erzielte auch prompt eine gute fünfte Platzierung. Allerdings spiegelt sich an diesem Beispiel die ganze Problematik der Verschiebung der Haushaltsplanberatungen.

Zwar wurden Stadtkämmerer und Oberbürgermeister sowie die drei unterstützenden Fraktionen (SPD, Grüne und CDU) in der jüngsten Vergangenheit nicht müde zu betonen, dass sich mit der Einbringung und Verabschiedung eines Doppelhaushaltes nichts Wesentliches verändern würde. Aber am konkreten Beispiel der Skateranlage in Köln-Nippes zeigt sich eben die andere Seite. „Wegen der Verschiebung werden wir erst im Herbst mit den Fundamentarbeiten beginnen können, die neue Anlage kann dann frühestens im Frühjahr kommenden Jahres in Angriff genommen werden“, berichtet Initiator Jung sichtlich enttäuscht. Dabei haben seiner Einschätzung zufolge gerade in jüngster Zeit die Stadtverantwortlichen zunehmend die Bedeutung der Anlage für die Jugendarbeit weit über das direkte Umfeld hinaus anerkannt.

Riesenparty am Pfingstsonntag

Wer nicht gerade glühender FC-Anhänger ist und am Sonntagnachmittag zufällig durch die stadtnahen Grünflächen flanierte, wird an dem Wettbewerb vor rund 500 zumeist jugendlichen Zuschauern kaum vorbeigekommen sein. Es gab Antialkoholisches, Würstchen auf Brot, harte Rockkklänge und – selbstverständlich – jede Menge Akrobatik und „action“ auf der Half-Pipe selbst. Zwar hatten die Veranstalter einige Mühe, 20 Starter für ihren Wettbewerb zusammen zu trommeln. Das tat der ausgelassenen, ja fast familiären Stimmung im „Kessel“ westlich der Rampe aber keinen Abbruch. Im Anschluss an den Wettbewerb und die feierliche Preisübergabe an die besten Skater (zu gewinnen gab es unter anderem drei „Rollbretter“ von Markenherstellern) sammelte sich die Skater-Community im benachbarten Odonien zum gemeinsamen Ausklang des Tages. Motto der Party: "Time to shock, time to rock!".

Traditionell werden die Erlöse der Veranstaltung für die notwendigen Investitionen an der Sportanlage verwendet. Wieviel an einem sonnigen Pfingstsonntag so zusammenkommt, wollte Jung allerdings nicht verraten. „Es wird aber alles für den guten Zweck ausgegeben“, versicherte der Organisator, dessen Team den überwiegenden Teil der Anlage aus Eigenmitteln wie Spenden finanziert hatte. Als positiv bewertete Jung die inzwischen gute weil regelmäßige Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. „Inzwischen hat die Stadt den Nutzen dieser Anlage erkannt“, so das optimistische Fazit des Organisators. Abschließend hofft Jung, dass der bevorstehende Wahlkampf die Investition in die Skateranlage nicht noch weiter verzögert. Zumindest verzögert der Doppelhaushalt in diesem Jahr die ersten Arbeiten erheblich.







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