24. 05. 2012
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Doppelhaushalt verzögert Ausbau der Skateranlage an der Neusser Straße
Die Gesamtkosten für die nächste Ausbaustufe werden wohl noch um Einiges höher liegen.
Sören Jung und seine Mitstreiter, die sich seit Jahren um die Pflege
der empfindlichen Bodenbeläge und der gesamten Anlage in diesem Teil
der Stadt kümmern, haben ihren Wunsch als Ausgabevorschlag in den
Bürgerhaushalt eingebracht. Der Vorschlag, die bereits bestehende
Half-Pipe mit einem städtischen Zuschuss um weitere sechs Meter zu
verlängern sowie eine weitere rund neun Meter lange Anlage für kleinere
Skater zu errichten, erzielte auch prompt eine gute fünfte Platzierung.
Allerdings spiegelt sich an diesem Beispiel die ganze Problematik der
Verschiebung der Haushaltsplanberatungen.
Zwar wurden Stadtkämmerer und Oberbürgermeister sowie die drei
unterstützenden Fraktionen (SPD, Grüne und CDU) in der jüngsten
Vergangenheit nicht müde zu betonen, dass sich mit der Einbringung und
Verabschiedung eines Doppelhaushaltes nichts Wesentliches verändern
würde. Aber am konkreten Beispiel der Skateranlage in Köln-Nippes zeigt
sich eben die andere Seite. „Wegen der Verschiebung werden wir erst im
Herbst mit den Fundamentarbeiten beginnen können, die neue Anlage kann
dann frühestens im Frühjahr kommenden Jahres in Angriff genommen
werden“, berichtet Initiator Jung sichtlich enttäuscht. Dabei haben
seiner Einschätzung zufolge gerade in jüngster Zeit die
Stadtverantwortlichen zunehmend die Bedeutung der Anlage für die
Jugendarbeit weit über das direkte Umfeld hinaus anerkannt.
Riesenparty am Pfingstsonntag
Wer nicht gerade glühender FC-Anhänger ist und am Sonntagnachmittag
zufällig durch die stadtnahen Grünflächen flanierte, wird an dem
Wettbewerb vor rund 500 zumeist jugendlichen Zuschauern kaum
vorbeigekommen sein. Es gab Antialkoholisches, Würstchen auf Brot,
harte Rockkklänge und – selbstverständlich – jede Menge Akrobatik und
„action“ auf der Half-Pipe selbst. Zwar hatten die Veranstalter einige
Mühe, 20 Starter für ihren Wettbewerb zusammen zu trommeln. Das tat der
ausgelassenen, ja fast familiären Stimmung im „Kessel“ westlich der
Rampe aber keinen Abbruch. Im Anschluss an den Wettbewerb und die
feierliche Preisübergabe an die besten Skater (zu gewinnen gab es unter
anderem drei „Rollbretter“ von Markenherstellern) sammelte sich die
Skater-Community im benachbarten Odonien zum gemeinsamen Ausklang des
Tages. Motto der Party: "Time to shock, time to rock!".
Traditionell werden die Erlöse der Veranstaltung für die notwendigen
Investitionen an der Sportanlage verwendet. Wieviel an einem sonnigen
Pfingstsonntag so zusammenkommt, wollte Jung allerdings nicht verraten.
„Es wird aber alles für den guten Zweck ausgegeben“, versicherte der
Organisator, dessen Team den überwiegenden Teil der Anlage aus
Eigenmitteln wie Spenden finanziert hatte. Als positiv bewertete Jung
die inzwischen gute weil regelmäßige Zusammenarbeit mit der
Stadtverwaltung. „Inzwischen hat die Stadt den Nutzen dieser Anlage
erkannt“, so das optimistische Fazit des Organisators. Abschließend
hofft Jung, dass der bevorstehende Wahlkampf die Investition in die
Skateranlage nicht noch weiter verzögert. Zumindest verzögert der
Doppelhaushalt in diesem Jahr die ersten Arbeiten erheblich.


























