24. 05. 2012
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Köln-Dellbrück: Spielplatz an der Strundener Straße wiedereröffnet
Die Fläche war lediglich eine Freifläche, die wenig an Abwechselung
bot. Die Folge: Es war relativ ruhig, kaum ein Kind verirrte sich
hierhin. Das hat sich nun geändert. Wer am Freitag Nachmittag ab 15 Uhr
zum Spielplatz in der Strundener Straße kam, sah ein komplett
umgestaltetes Areal. Das Amt für Kinderinteressen im Amt für Kinder,
Jugend und Familie hat den Spielplatz nicht nur vollständig
umgestaltet, sondern zudem auch mit neuen modernen Spielgeräten
ausgestattet. Die Baumaßnahmen sind Teil des vom Kölner Stadtrat
beschlossenen Sanierungsprogramms für schwermetallbelastete
Spielplätze. 60.000 Euro haben die Umbaumaßnahmen gekostet, wie
Dorothee John, Leiterin des Amtes für Kinderinteressen, erklärte.
Wie schon in vielen anderen Fällen wurden die eigentlichen Nutzer, in
diesem Fall Kinder des Schulkinderhauses Dellbrück e.V., bereits in der
Planungsphase in die Umgestaltung einbezogen. Hier wurde auch der
Wunsch laut, das Areal zu einem Abenteuer-Parcour zu machen. Besonders
die Kletterlandschaft im hinteren Bereich des Platzes mit Rutsche fällt
ins Auge. Die gesamte Landschaft ist aus besonders widerstandsfähigem
Eichenholz gefertigt, wie die Verantwortlichen betonte.
Verkehrssituation nicht zufriedenstellend
Auch wenn die Zahlen zum Bedarf nach einem solchen Spielplatz sowie das
unmittelbare Umfeld mit zwei Grundschulen und einer Kindertagesstätte
keine Zweifel an der Notwendigkeit einer Aufwertung der Spielfläche
aufkommen lassen, leicht war die Umsetzung nicht, wie Amtsleiterin John
weiter ausführte. Das lag u.a. daran, dass die Fläche trotz ihrer
zentralen Lage Teil eines Landschaftsschutzgebietes ist. Das machte die
Genehmigung der Bauarbeiten etwas aufwändiger als bei normalen
Spielplatzsanierungen. Doch die glücklichen Kindergesichter, die bei
der Eröffnung bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen die Geräte
auf ihrem neuen Spielplatz in Anspruch nahmen, lassen so manche
Auseinandersetzung im Vorfeld vergessen. Auch Renate Matthiesen, die
als SPD-Vertreterin in der Bezirksvertretung Mülheim sitzt, zeigte sich
sichtlich erfreut, dass der neue Spielplatz nun eröffnet und von den
Kindern so gut angenommen wird.
Zahlreiche Attraktionen auf dem neu gestalteten Spielplatz
Sorgen bereite der Kommunalpolitikerin indes die Verkehrssituation
direkt vor dem Spielplatz. Die Strundener Straße ist als Seitenstraße
der Dellbrücker Hauptstraße eine der Hauptzufahrtstraßen zu den
Dellbrücker Wohngebieten und zudem Durchgang für eine KVB-Buslinie.
Matthiesen will sich daher in der BV Mülheim für die Anbringung eines
Zebrastreifens vor dem Spielplatz einsetzen. Ob ein Zebrastreifen die
Autofahrer tatsächlich auch zu rücksichtsvollerem Verhalten anhalten
wird, bezweifelt auch Matthiesen.
Seit fünf Wochen hat der
Spielplatz zudem auch eine Spielplatzpatin, genauer gesagt gleich zwei.
Petra Sonnenberg und ihre Tochter Rebecca (8) kümmern sich seit
Fertigstellung der Bauarbeiten um den neuen Spielplatz. Rebecca ist
damit die jüngste von derzeit rund 350 Spielplatzpaten, die das Amt für
Kinderinteressen inzwischen zur Mitarbeit gewinnen können. Etwas mehr
als 300 der insgesamt über 600 öffentlichen Spielplätze haben damit vor
Ort Ansprechpartner, die mit ihrem Engagement auch das Leben rund um
den Spielplatz beleben. Ansprechpartnerin für die Spielplatzpaten ist
Ute Arnoldi im Amt für Kinderinteressen (Tel.: 0221 / 221-24145).


























