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24. 05. 2012
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Köln-Vingst: Spielplatzfest am Josef-Boschbach-Weg


23.05.2008 22:00 von:


Hüpfburg, Schlagermusik und kulinarische Köstlichkeiten, die das Herz des Kölschen höher schlagen lassen, all das gab es in der kleinen grünen Oase zwischen Wohngebiet und der angrenzenden Gemeinschaftsgrundschule. Das hier gutnachbarschaftlicher Gemeinsinn aufblühen kann, ist auch und vor allem der Verdienst der Spielplatzpaten. Gleich ein ganzer Karnevalsverein, die 1. Vingster Karnevalsgesellschaft (KG), kümmert sich seit nunmehr 15 Jahren liebevoll um den Platz und musste dabei bereits so manches Problem lösen. So hatte der Spielplatz und sein direktes Umfeld vor rund zehn Jahren ein massives Problem mit Drogenabhängigen, wie der Präsident des Vereins Klaus Junck berichtet. Aber nachdem man sich mit dem städtischen Grünflächenamt zusammengesetzt und das wuchernde Unterholz an den Grenzen der Grünfläche entfernt hatte, wurde es besser. Und so wurde dieser Platz das, was er heute ist. Ein grünes Kleinod inmitten eines als „Problemviertel“ berüchtigten Stadtteils. Und knapp 200 Anwohnerinnen, Anwohner und deren Nachwuchs besuchten das heutige Spielplatzfest, wie die Organisatoren schätzten.

Netzwerk auf lokaler Ebene gegen den schlechten Ruf

Genau dieses Manko will Junck aber so nicht stehen lassen. Zwar gebe es in dem erstmals vor über 1000 Jahren namentlich erwähnten Kölner Vorort eine Menge sozialer Probleme. Dem stellen die Vingster Bürgerinnen und Bürger aber ein seit Jahrzehnten funktionierendes Netzwerk bürgerschaftlicher Vereine entgegen. Die großen Drei – Karnevalsverein, Vingster Bürgerverein und die Spielplatzinitiative Homarstraße – tauschen sich bereits seit Jahren untereinander aus. Aber nicht nur das, man hilft sich auch gegenseitig. So waren auf dem heutigen Fest auch die genannten Vereine mit eigenen Ständen bzw. Angeboten vertreten und sorgten so vor allem bei den Jüngeren für Abwechslung. Neben den Spielgeräten auf dem Platz kam eigens ein Spielgeräteanhänger der Spielplatzinitiative hinzu und verteilte kostenlos Laufräder. Das Kölner Wohnungsunternehmen, das sich in jüngster Zeit verstärkt in Vingst engagiert, spendierte Sitzgarnituren und Pavillons und der Rest wurde aus den eigenen Reihen organisiert. So funktioniert ein gutes weil jahrelang erprobtes Netzwerk, der „Kölsche“ nennt es „Klüngel“, meint dabei aber die positiven Aspekte der gegenseitigen Hilfe.

Lob für die Stadt und ein Herzenswunsch

Und auch für die Stadt fanden Junck und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter positive Worte. So schnitten Mitarbeiter des Grünflächenamtes rechtzeitig zum Fest die Wiesen des Platzes zurück, die AWB kommt ohnehin jede Woche vorbei und säubert den Platz, wie Junck bestätigte. In den vergangenen Jahren habe man auch keine Probleme mit Vandalismus, wie Karin Beifuß, Geschäftsführerin der Vingster KG, bestätigte. Sie macht sich als operativ Verantwortliche einmal pro Woche auf ihren Spielplatzrundgang und sieht nach, ob an den Spielgeräten alles in Ordnung ist. Lobende Worte finden die Verantwortlichen auch für die zuständige Dienstelle, das Kölner Amt für Kinderinteressen. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schnell zur Stelle, wenn mal etwas kaputt ist, so Beifuß.

Nachdem vor etwas mehr als einem Jahr die alte Kinderrutsche gegen eine neue ausgetauscht wurde, ist man eigentlich zufrieden. Vereinspräsident Junck, der selbst sechs Enkel hat und seit 1949 im Viertel lebt, hat dabei nur einen Herzenswunsch, eine Rutsche mit Spieleburg. Ob man dafür beim nächsten Fest Spenden einsammeln will, ließ Junck allerdings offen. Auch so war das Fest ein voller Erfolg. Zum ersten Mal seit drei Jahren hatten die Veranstalter trockenes Wetter, nachdem die beiden Feste in den Vorjahren sprichwörtlich „ins Wasser fielen“. Den Kindern des Viertels jedenfalls machte der Nachmittag großen Spaß und das sei doch schließlich das Wichtigste, wie Junck abschließend bemerkte.

In unserer Bildergalerie finden Sie einige Eindrücke der heutigen Veranstaltung.







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