24. 05. 2012
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OB weiht neues Spielgerät in Köln-Widdersdorf ein
Ein gutes Ende, wie der Spielplatzpate Matthias Roth betonte.
Seit rund drei Jahren kümmert sich der zweifache Familievater zusammen
mit seiner Ehefrau und den beiden Kindern Katharina (10) und Maximilian
(8) um die Spielfläche am äußersten westlichen Stadtrand. Mit viel
Engagement hatte Roth in den zurückliegenden Jahren aus dem in die
Jahre gekommenen Spielplatz ein belebtes Kleinod mitten in der
Reihenhaussiedlung im Westen des Stadtteils Widdersdorf geschaffen.
Regelmäßige Spielplatzfeste sorgten auch in der Nachbarschaft dafür,
dass wieder viele Kinder vorbei kamen und den Platz entsprechend seiner
Bestimmung nutzten.
Doch trotz der Bemühungen des Spielplatzpaten, bot der Platz vor einem
Jahr ein eher tristes Bild. Nur wenige Spielgeräte standen den jungen
Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung. Und so entschloss sich die
Familie, etwas zu ändern. Bewaffnet mit einer Spendendose machten sich
Katharina und Maximilian in die Nachbarschaft auf und sammelten so rund
200 Euro. Dieses Geld übergaben sie dann dem Kölner Oberbürgermeister
Fritz Schramma während seiner Bürgersprechstunde im November
vergangenen Jahres. Zwar lässt sich mit 200 Euro kein Spielgerät
kaufen, aber Schramma versprach, sich darum zu kümmern. Und schon im
Frühjahr dieses Jahres stand fest, es wird sich etwas tun. Am heutigen
Samstag nun wurde das besagte Spielgerät, eine kleinkindergerechte
Kletterkombination aus Naturholz, mit einem Spielplatzfest feierlich
eingeweiht.
Schramma lobte das Engagement der Familie, besonders aber das der
beiden Kinder, die den Anstoß gaben. Das Stadtoberhaupt selbst steuerte
eine weitere Geldspende bei, die restlichen Kosten für das Spielgerät
stammen aus dem Jugendetat der Stadt. „Wir brauchen Initiativen wie
diese. Das ist ein gutes Beispiel für gelebte Demokratie“, lobte
Schramma in seiner Ansprache. Zusammen mit den beiden Roth-Kindern
schnitt Schramma um kurz vor 6 Uhr ein rot-weißes Band durch und
eröffnete damit das neue Spielgerät auch offiziell. „Das Netz für das
Spielgerät wurde erst am heutigen Morgen installiert“, beschreibt
Spielplatzpate Matthias Roth. Der Familienvater, seit 20 Jahren auch
ehrenamtlich in der evangelischen Jugendarbeit aktiv, freute sich sichtlich über die
positive Resonanz. Die Kinder der Nachbarschaft nahmen das neue
Spielgerät sogleich in Beschlag und warteten erst gar nicht die
offizielle Eröffnung ab. Wie bei Spielplatzfesten üblich stand auch das
Amt für Kinderinteressen, zuständig für die Planung und Beschaffung von
Spielgeräten, unterstützend bereit. Mit dem Kleintransporter
„Juppinchen“ sorgten die Mitarbeiter des Amtes für ein
abwechslungsreiches Spieleangebot. Und nach dem gestrigen Regentag
hatten Roth und die Gäste aus dem Viertel zudem noch Glück mit dem
Wetter. Genau zur Eröffnung des neuen Spielgerätes öffnete sich auch
der Himmel. So ging ein herrlicher frühherbstlicher Sonnentag mit
neuem Spielgerät und vielen fröhlichen Kindern zu Ende.


























