24. 05. 2012
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Spielplatz im Stadtwald eröffnet zweiten Bauabschnitt
Am gestrigen Samstag gaben die Bezirksbürgermeisterin Helga
Blömer-Frerker zusammen mit den beiden Spielplatzpaten Andreas Lorbeer
und Ulrike Ahland, ihren beiden Kindern Linnea (6) und Paul (3) sowie
zahlreichen weiteren Gästen den bereits Anfang des Jahres
fertiggestellten zweiten Bauabschnitt der Öffentlichkeit frei.
Zahlreiche Spender, nach Angaben der engagierten Paten zwischen 50 und
60 sowie fast zehn Großspender, die mindestens 250 Euro dazu gaben,
machten die Investition in fünfstelliger Euro-Höhe möglich. Nach der
bereits im vergangenen Jahr installierten Naturschaukel können sich nun
die kleinsten in einer aufregenden Häuserlandschaft mit Kleinrutsche
vergnügen. Passend zum Spielplatzfest war die weitläufige Anlage
westlich der Kitschburger Straße gut gefüllt, als die Spendentafel in
Messing mit den Namen der Großspender zur Feier des Tages von
Bezirksbürgermeisterin Blömer-Frerker persönlich in das Holzhäuschen
geschraubt wurde.
Spielplatzpaten als Impulsgeber
Zwar haben auch die Stadtverwaltung durch das Jugendamt sowie die
Bezirksvertretung mit finanziellen Zuschüssen den Bau der beiden
Bauabschnitte ermöglicht. Den entscheidenden Impuls aber gaben die
Spielplatzpaten Ahland und Lorbeer. Zusammen mit zwei anderen
befreundeten Pärchen hatte man im Jahr 2006 die Patenschaft für den
idyllisch gelegenen Spielplatz übernommen. Zuvor hatten sie sich
bereits jahrelang darüber geärgert, dass immer häufiger Spielgeräte
entfernt oder zurückgebaut wurden. So verschwanden Rutsche und
Schaukel, weil sie nicht mehr sicher waren. Doch statt nur über das
Versagen der Stadtverwaltung zu klagen, nahmen Ahland, Lorbeer und die
anderen Spielplatzpaten das Schicksal in die eigenen Hände und begannen
die Geschäftsleute auf der Aachener Straße sowie ihren eigenen
Bekanntenkreis auf mögliche Unterstützung anzusprechen. Bis heute kamen
dabei rund 6000 Euro zusammen, Stadt und Bezirksvertretung schließlich
belohnten die Initiative. Nach den ersten beiden Bauabschnitten, die
nach Angaben der Fachverwaltung insgesamt rund 26.000 Euro kosteten,
sollen nun noch ein Felshaus mit großer Rutsche sowie ein Seilzirkus
folgen. Die beiden engagierten Paten haben dabei bereits erste
Mitstreiter gefunden, die den zweifachen Eltern bei ihren Bemühungen
helfen wollen.
Und auch Stadtverwaltung und Bezirksvertretung signalisierten bereits
ihre Unterstützung. So konnten die Gäste am Samstag auf einer eigens
dafür aufgestellten Pinwand eigene Vorschläge anbringen. Auf der
anderen Seite waren die Pläne der Stadtverwaltung angebracht. Hier
waren auch bereits die weiteren zwei Bauabschnitte mit den
entsprechenden Spielgeräten eingezeichnet. Zwar werde man in diesem
Jahr kein Spielplatzfest mehr organisieren. Aber die beiden wollen
spätestens im nächsten Jahr wieder Gas geben, um nicht nur ihren
Kindern eine attraktive Spielelandschaft zu bieten. Die Jüngsten hatten
jedenfalls mächtig Spaß auf und in den neuen Spielehäuschen. Und Ahland
weiß auch, warum der Spielplatz mitten im Kölner Stadtwald so beliebt
ist. „Hier können sich meine Kinder so richtig austoben, ohne dass ich
mir Sorgen für Gefahren machen muss“, erklärte die junge Mutter
gegenüber Köln Nachrichten. Am Wochenende ist die rund 100 Meter
entfernte Kitschburger Straße für den Autoverkehr gesperrt. Das sorgt
für zusätzliche Sicherheit. Und wenn dann, wie am gestrigen Samstag
noch perfektes Frühlingswetter mit 20 Grad und Sonnenschein dazu kommt,
steht einem perfekten Wochenende nichts mehr entgegen.


























