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24. 05. 2012
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Spielplatzbedarfsplan wird im Jugendhilfeausschuss vorgestellt


26.01.2012 18:00 von:(red)

Schlagwörter: Spielplatzbedarfsplan,Paten,Beteiligung,Priorität,JHA,Verbesserung

Spielplätze sind nicht nur für Kinder wichtig. Die Stadt legt zur nächsten Sitzung des JHA einen Spielplatzbedarfsplan vor. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Am 7. Februar 2012 findet im Ratssaal des Spanischen Baus des Rathauses die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses (JHA) statt. Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte dieser Veranstaltung dürfte ein Papier sein, auf das die Jugendpolitiker bereits seit einiger Zeit sehnsüchtig warten. Der so genannte „Spielplatzbedarfsplan“ will dabei nicht nur eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Spieplatzversorgung sicherstellen. Er soll – dank eines ausgeklügelten Bewertungs- und Erfassungssystems – auch die zukünftigen Bedürfnisse nach neuen Spielplätzen und -geräten sichtbar machen. Dahinter steht das Ziel, auf gesamtstädtischer Ebene das Angebot an Spielflächen weiter auszubauen und so dem Nachwuchs möglichst viel Freiraum in der Millionenstadt Köln zu ermöglichen.

Schwierigkeiten und der Wille der Bürger

Doch der Ausbau ist schwierig, denn angesichts des engen Marktes für Wohnimmobilien, einem weiterhin stetigen Zuzug junger Fachkräfte und einer konstant bis leicht steigenden Zahl an Neugeborenen ist der Bedarf an Wohnraum in köln ungebrochen. So ist in den innenstadtnahen Bereichen die Einrichtung neuer Spielplätze kaum noch möglich und selbst in den Außenbezirken müssen die zuständigen Dienststellen immer wieder darum kämpfen, dass bei der Beplanung freier oder zur Umnutzung anstehender Flächen die Interessen der Kinder nicht unter die Räder oder unter meterhohe Betonbauten kommen. Die bisherigen Bürgerhaushalt, vor allem der erste im Jahr 2008, habe deutlich gemacht, wie wichtig auch den Kölnern eine gute Versorgung mit ordentlichen Spielplätzen ist. So konnten dank der Anregung aus der Bürgerschaft bereits mehrere Spielplätze unter anderem in Klettenberg und Heimersdorf umgebaut und so wesentlich attraktiver gestaltet werden.

Stadt muss Prioritäten setzen - Zwei-Jahres-Programm angekündigt

Die Stadt Köln unterhält derzeit 662 öffentliche und als Spielflächen ausgewiesene Areale. Weit mehr als die Häfte von ihnen wird inzwischen von ehrenamtlichen Paten betreut. Die für die Spielplatzplanung zuständige Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung achtet dabei bei jeder Sanierung auf eine intensive Beteiligung der späteren Nutzer, in erster Linie Kinder, Anwohner und eben jener Spielplatzpaten. So ist gewährleistet, dass sich die späteren Nutzer der Plätze ein Stück weit mit ihrem Spielplatz identifizieren und so möglichem Vandalismus vorgebeugt wird. Die Stadtverwaltung hat nun erklärt, dass sie die Versorgung mit bedarfsgerechten Spielflächen für alle Altersgruppen sukzessive ausbauen will. Angesichts der derzeitigen Haushaltssituation sind allerdings kaum Wunder zu erwarten, zumal die Stadt noch immer Spielplätze sanieren muss, auf denen sich kontaminierte Böden befinden. Zuletzt sorgte eine Entscheidung der Stadtverwaltung für Unruhe unter den Spielplatzpaten. Weil viele ältere Spielgeräte zwar noch voll funlktionstüchtig, aber eben nicht mehr auf dem neuesten Sicherheitsstand waren (TÜV), entschloss sich die Stadt, die Spielgeräte kurzerhand abzubauen. Das betraf weiter über 100 Spielplätze, die Ersatzbeschaffung dürfte alleine hier mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Die Bedarfsplanung analysiert die benötigte Anzahl an Spielflächen in den Stadtteilen. Zusätzlich werden die vorhandenen Spielplätze im Bezug auf Angebotsstruktur und Aufenthaltsqualität bewertet. Alle 662 städtischen Spielflächen wurden einer Qualitätsprüfung unterzogen. Bewertet wurde jeweils der Standort, der Zustand, die Multifunktionalität sowie der Erlebnis- und Aufenthaltswert. Es wurde deutlich, dass es bereits einen ganze Reihe guter Spielplätze gibt, aber auch, dass andernorts Verbesserungsbedarf besteht.

Vor allem in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen gibt es noch zu wenige Spielflächen. Das nun vorgelegte Papier enthält daher eine Rangliste der Stadtteile, die bei der Planung zukünftiger Spielplätze als Orientierungshilfe dienen soll. Damit verbunden ist ein Handlungskonzept, dass die aus der Bedarfsanalyse sich ergebenden Herausforderungen aufnimmt. Die Stadt hat sich dabei das ehrgeizige Ziel gesetzt, in den kommenden zwei Jahren 100 Maßnahmen mit hoher Priorität umzusetzen. Dazu soll noch ein Sofortmaßnahmenpaket erarbeitet werden, hieß es dazu abschließend.







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