24. 05. 2012
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Tag der Spielplatzpaten am Kölner Volksgarten
Köln ist eine von landesweit zehn Städten, die an der Veranstaltungsreihe des ABA Fachverbandes – Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V. teilgenommen haben. Am heutigen Freitag fand die Kölner Feier auf dem Spielplatz Eifelstraße im Kölner Volksgarten statt. Die Spielplatzkonferenz NRW hatte mit dem Fachverband bei der Organisation der Veranstaltungen zusammengearbeitet. Die Feste sollen dabei Dank und Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit der Spielplatzpaten zum Ausdruck bringen. Landesweit gibt es nach Kenntnis des Fachverbandes rund 3000 Spielplatzpaten, mit steigender Tendenz, wie Reiner Deimel vom ABA-Fachverband erklärte. Ehrenamt braucht jedoch auch die Unterstützung hauptamtlicher Kräfte. Am besten funktionieren die Spielplatzpatenschaften dort, wo die städtischen Jugendämter sich dieser Materie annehmen, weiß Deimel aus der Bestandsaufnahme, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde. Damit begegnet der Jugendpädagoge, der seit Jahrzehnten die Arbeit des Verbandes begleitet, alten Befürchtungen, das Ehrenamt würde von den Städten nur als Sparmaßnahme eingesetzt und die Jugendpädagogen würde die Arbeit weggenommen. "Beides ist definitiv nicht der Fall", so Deimel.
Auch die Spielplatzpaten hatten ihren Spaß. Fast alle 22 Kinder der Kinderbetreuungsinitiative Papperlapapp kamen auf den Spielplatz am Nordrand des Kölner Volksgartens. Die Kinder selbst konnten nicht alle die Vorzüge des Spielplatzes genießen, das jüngste Kind wird bald zwei Jahre alt und ist noch zu klein für Schaukel, Baumhaus und Rutsche. Der Spielplatz selbst wurde erst vor zwei Jahren komplett saniert, nachdem man zuvor in einer Bodenuntersuchung Schadstoffe festgestellt. Die Sanierung verband die Stadt dann auch mit einer komplett neuen Ausstattung und die Kinder der Initiative dürften ihre Wünsche äußern und wurden auch gehört. "Damals kam ein Architekt, der sich alles aufgeschrieben hat. Die Kinder sind auf jeden Fall begeistert", weiß Silke Laws, die in der Initiative als Erzieherin arbeitet. Für die Initiative und die Kinder ist der Spielplatz praktisch das Außengelände, lediglich die Eifelstraße muss überquert werden. Im kommenden Jahr wird die derzeit noch eine Gruppe mit Kindern zwischen (fast) zwei und sechs Jahren dann auf zwei Gruppen ausgebaut. Sogar vom Konjunkturprogramm der Bundesregierung habe man profitiert, indem für den gewachsenen Bedarf an Kinderbetreuung im Viertel ab Februar kommenden Jahren zwei Gruppen betreut werden. Rund 20 Kinder sind dabei zwischen drei und sechs, eine weitere Gruppe ist dabei zehn Kinder unter drei Jahren stark, so Laws weiter.
Auch das Amt für Kinderinteressen war – wie üblich bei Spielplatzfesten – mit vor Ort. Neben der Organisation des Caterings stand auch das Spieleangebot des kleinen Spielewagens "Juppinchen" auf dem Plan. Es gab verschiedene Bastel- und Kreativangebote, die prompt und mit großen Eifer angenommen wurde. Und auch wenn die Kinder das weitläufige Gelände mit dem benachbarten Rosengarten zum Spielen und Toben nutzten, einmal kamen sie dann doch alle zusammen. Eine Mutter hatte mit der Gruppe ein Kindertheaterstück einstudiert. Und wenigstens eine knappe Viertelstunde richteten rund 40 neugierige Kinderaugen ihren Blick auf die Bühne mit auf dem Kinderspielplatz. Danach war aber dann wieder Bewegung angesagt. Schließlich hatte auch der Dauerregen der Vortage an diesem Tag Pause eingelegt.


























