24. 05. 2012
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15-Jähriger aus Burundi im Kölner Weyertal operiert
Der 15-jährige Desiré Nitrampeba stammt eigentlich aus dem zentraleafrikanischen Land Burundi. Dass er nun viele Tausend Kilometer fern seiner Heimat in einem deutschen Krankenhaus von einem Spezialisten behandelt werden kann, verdankt er Martina Wziontek. Die Kölnerin ist Gründerin und Vorsitzende des Vereins "burundikids" und war während einer ihrer vergangenen Besuche in dem armen und von Unruhen gebeutelten Land im Hochland Ostafrikas. "Die behandelnden Ärzte in Burundi wollten Désirés Bein amputieren, weil sie keine andere Behandlungsmöglichkeit mehr gesehen haben. Erst mein Kontakt mit Oberärztin Suzan Yarkin hier im Evangelischen Krankenhaus hat eine neue Perspektive aufgezeigt, über die wir sehr froh sind", erläuterte Wziontek den Fall. Zwei Operationen hat der Junge bereits hinter sich, eine dritte folgt in wenigen Tagen.
Das Unglück für den heute 15-Jährigen begann im Jahr 2005. Während der damaligen Kriegswirren wurde der Junge angeschossen. Unter dieser Verletzung leidet der Junge bis heute, denn trotz Behandlung in einem Krankenhaus vor Ort blieb eine chronische Knochen- und Wundentzündung am Oberschenkel zurück. Sein rechtes Bein ist seit Monaten offen und eitert. Hinzu kommt,dass das Bein verkürzt ist und aufgrund der Schmerzen nicht belastet werden kann. Auch das Hüft- und das Kniegelenk sind inzwischen "eingesteift", wie es medizinisch heißt. Dem wollen nun deutsche Chirurgen entgegenwirken. "Es werden mehrere Operationen notwendig sein, um die Knocheneiterung zu stoppen und auszuheilen. Dann werden wir die nächsten Schritte für die Rekonstruktion des Beins angehen. Wir freuen uns, dass wir bei der Behandlung vom Leiter der Septischen Chirurgie der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg, Herrn Dr. med. Martin Glombitza unterstützt werden", erklärte der Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Karl-Ernst Sander.
Der gemeinnützige Verein "burundikids" hatte den Fall vermittelt. Die Behandlungskosten werden nach Angaben der Betroffenen von der Organisation "Ein Herz für Kinder" sowie von privaten Spendern übernommen. Der Kölner Verein "burundikids" wurde im Jahr 2003 gegründet und hat sich zum Ziel, Straßenkindern, AIDS- und Kriegswaisen ein neues Zuhause zu geben. Außerdem organisiert der Verein andere Hilfsaktionen für die Ärmsten in diesem Land, unter anderem wurde auch eine Schule errichtet. Der 15-Jährige selbst stammt aus der Landeshauptstadt Burundis Bujumbura. Sein Vater wurde während des Bürgerkriegs erschossen, seine Mutter lebt völlig verarmt auf dem Land.


























