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24. 05. 2012
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3. Forum Familie mit vier Arbeitsgruppen


24.01.2009 21:10 von:

Schlagwörter: Köln,Forum;Familie,Personalpolitik,Bpndnis für Familie,Peter Hoffstadt,.Eröffnun

Rund 150 Gäste nahmen an der Eröffnungsveranstaltung in der Piazetta des Historischen Rathauses sowie an den folgenden vier Workshops zu verschiedenen Aspekten moderner Familienpolitik teil. Oberbürgermeister Fritz Schramma betonte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung von familienfreundlicher Politik. „Längst ist das Thema zu einem echten Standortfaktor geworden“, wie Schramma aus diversen Gesprächen mit Unternehmern weiß. Dabei unternimmt die Stadt selbst verschiedene Maßnahme entlang der gesamten Bildungskette. Von der Betreuung der unter Dreijährigen, über den Offenen Ganztag an Grund- und weiterführenden Schulen bis hin zu Mehr-Generationen-Projekten. Die Bandbreite möglicher Themen erstreckt sich über den gesamten Lebensverlauf, wie Stadtoberhaupt und die Verantwortlichen des Kölner Bündnisses wissen.

Familienbericht als Grundlage der weiteren Debatte

Als Einstiegsreferenten in die Materie hatten sich die Organisatoren des diesjährigen Treffens Prof. Dr. Hans Bertram von der Humboldt Universität in Berlin eingeladen. Der Familienforscher und Soziologe gilt als ausgewiesener Kenner der Materie und hat in dieser Eigenschaft auch maßgeblich am letzten Familienbericht der Bundesregierung mitgewirkt. Zu den wichtigsten Erkenntnissen aus der Familienforschung gehört der sozio-ökonomische Megatrend, dass die industriegesellschaftliche Familie, wie sie in der Nachtkriegszeit auch in Deutschland vorherrschte, endgültig überwunden ist. Stattdessen rücken heute immer stärker die „Zwei-Verdiener-Familie“ und Alleinerziehenden in den Vordergrund. Auch das Auszugsalter von männlichen und weiblichen Nachkommen aus dem elterlichen Haushalt hat statistische Auswirkungen auf die Familiengründung und damit auf die Anzahl der Nachkommen. So erwiesen Untersuchungen, dass gerade bei letzterem Aspekt zwischen Deutschland und Frankreich deutliche Unterschiede existieren. Während zum Beispiel deutsche Männer erst relativ spät das „Hotel Mamma“ verlassen, geschieht der Auszug bei französischen Männern im Schnitt deutlich früher.

Arbeit des Kölner Bündnisses sorgt für Bewusstsein

Kölns Familienbeauftragter Peter Hoffstadt zeigte sich zuversichtlich, mit der nun seit 2004 laufenden Arbeit des Bündnisses für Familie das Bewusstsein für die Notwendigkeit von familienbewusstem Handeln auf allen Ebenen zumindest ein Stück weit erhöht zu haben. Die Folgen sind bereits spürbar. „Der Kölner Stadtrat hat Erhebliches geleistet“, lobte Hoffstadt die Entscheidungen der Kommunalpolitik, auch wenn, wie sich gestern im Stadtrat zeigte, derzeit die Einschätzung der politischen Parteien in Sachen Kinderbetreuung durchaus unterschiedlich sind. „Am Ende der Debatte haben wir Konsens erzielt“, erklärte Oberbürgermeister Schramma den Anwesenden und meinte damit die Ergebnisse der Aktuellen Stunde. Wie in Köln gibt es auch in den anderen großen deutschen Metropolen inzwischen intensive Bemühungen die unterschiedlichen Akteure in Sachen Familienpolitik an einen Tisch zu bringen. „München, Stuttgart, Berlin und Hamburg sind in dieser Hinsicht sehr aktiv“, wie auch Hoffstadt gegenüber Köln Nachrichten einräumte. Verbindliche Beschlüsse tätigt das Gremium allerdings nicht. "Die Teilnahme ist freiwillig, wir haben bewusst auf Formalien verzichtet", begründet Hoffstadt den Ansatz, an dessen Konzeption im Jahr 2004 er maßgeblich beteiligt war.

Zu den vier Themenbereichen der Workshop auf der heutigen Veranstaltung gehörten neben der Rolle der Väter, Mehr-Generationen-Projekten und einer betrieblich-unterstützten Kinderbetreuung auch das Thema „Familienleben in der Interkulturalität“. Immerhin steigt der Anteil von Kölnerinnen und Kölnern mit einem Zuwanderungshintergrund aufgrund der noch immer höheren Geburtenrate in dieser Gruppe auch weiterhin an. Nicht zuletzt dieses Thema wurde bereits in der Eröffnung des Comedy-Quartetts „4 jewinnt“, bekannt aus Funk und Fernsehen, treffen thematisiert. In ihrem Entree interpretierten die vier Comedians die Werbekampagne „Du bist Deutschland!“. Der Aufforderung, wieder mehr in die eigene Familie zu investieren, folge sogleich der Aufruf „Geh doch einfach mal wieder in die Dönerbude“. Die Gäste kommentierten dies mit einigen Lachern.







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