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24. 05. 2012
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76 bemalte Türen zeigen Arbeit der Offenen Türen


21.05.2009 00:34 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Ehrenfeld,Wanderausstellung,Bewegend,Nah,Erzbistum,Jugendeinrichtung,O

Wer am heutigen Mittwochnachmittag an der Venloer Straße in Höhe der Geisselstraße am Platz vor dem Kölner Jugendzentrum vorbeikam, wird sich ein wenig gewundert haben. Was auf den ersten Blick wie eine künstlerische Vernissage mit Beispielen für naive Kunst aussah, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eine der bislang größten Mitmachaktionen von Jugendeinrichtungen im Raum des Kölner Erzbistums. 80 so genannte "Offene Türen" waren eingeladen, die Arbeit der eigenen OT auf einer handelsüblichen Holztür im Rahmen der Aktion "Bewegend Nah" darzustellen, bis auf vier Enrichtungen sind alle der Anregung nachgekommen. Mit dem Ergebnis und der Resonanz zeigten sich die Organisatoren hochzufrieden. Auch inhaltlich gibt es eine Menge zu sehen auf den Kunstwerken. "Jede Jugendeinrichtungen hat ihre Stärken und Schwächen. Auf den Türen gehen die Kinder und Jugendlichen sehr offen damit um", beschreibt Projektleiter Régis Gierden die Ergebnisse. "Die offene Jugendarbeit in den von uns unterstützten Jugendeinrichtungen ist vor allem eines, sie ist bunt", ergänzte der Pressesprecher des Bundes der Katholischen Jugend BDKJ, Daniel Koenen. Die Motive sind dabei außerordentlich unterschiedlich. Während einige Einrichtungen nur Kinder an der Tür arbeiten ließen, sehen andere Türen aus, als wären sie von einem professionellen Künstler gestaltet worden. Dabei gingen die Beteiligten durchaus offen mit den kritischen Aspekten um. Obwohl einige OTs bereits ihre Öffnungszeiten bis in die Abendstunden verlängert haben, scheint es in vielen Einrichtungen einen großen Bedarf zu geben. Gleiches gilt für Öffnungszeiten an Feiertagen. Auch bei geschlechterspezifischen Angeboten gebe es Nachholbedarf, wie die Initiatoren aus den künstlerisch gestalteten Türen herauslasen.

Gierden, der das Projekt seit einem halben Jahr hauptamtlich betreut, nahm dabei gleich zu Begin seiner Tätigkeit Kontakt mit den regionalen Fachstellen des Erzbistums auf. Die wiederum standen während der Projektzeit in ständigem Kontakt mit den beteiligten Jugendeinrichtungen. "Die Idee zu dieser Aktion hat es schon lange vorher gegeben. Dank zahlreicher Unterstützer aus der privaten Wirtschaft konnten wir es nun umsetzen", so Gierden weiter. Das Gebiet des Kölner Erzbistums erstreckt sich von Neuss und Wuppertal im Norden bis nach Bonn im Süden. So ist ein Hauptproblem die Sicherstellung eines schadensfreien Transports der bemalten Kunstwerke. Eine namhafte Supermarktkette hat kurzerhand mit den üblichen Transportboxen ausgeholten. Ein weiterer Sponsor stellte für die Dauer der Wanderausstellung einen Lkw, der die verschiedenen Ausstellungsorte anfährt. In den kommenden sechs Wochen werden die Kunstwerke bzw. ein Teil davon in Leverkusen (24. Mai), Grevenbroich und Dormagen (25. Mai), Neuss (26./27. Mai), im Kölner Domforum (28. Mai), Bedburg-Kaster (4. Juni) und auf dem Bonner Bottlerplatz (6. Juni) ausgestellt. Schon jetzt liegen Anfragen für weitere Events von kirchlichen Einrichtungen im Einzugsgebiet vor, wie Projektleiter Gierden bestätigte.

Auch die Einrichtung an der Geisselstraße in Köln-Ehrenfeld hat sich an der Aktion beteiligt. Einrichtungsleiter Peter Steffen betonte, dass bei der Gestaltung der eigenen Kunsttür nur die Kinder selbst mitgemacht haben. Mit kleinen Symbolen zeichneten die Kinder einen Überblick über das, was ihnen bei der Offenen Tür ihrer Ehrenfelder Einrichtung auffällt. Da darf der Kölner Dom nicht fehlen, auch ein Solarofen und weitere Aktivitäten sind darauf verzeichnet. Die Jugendeinrichtungen an der Venloer Straße wurde bereits 1954 gegründet und ist inzwischen eine zertifizierte "Gut drauf"-Einrichtung. Mit der hauseigenen Hauswirtschaft werden Jugendliche ab der achten Schulklasse in der so genannten "praxisorientierten Berufsvorbereitung" auf den Übergang in das Berufsleben eingestimmt. Schwerpunkt der Einrichtung ist neben der handwerklichen auch die musisch-künstlerische Förderung. Die inzwischen 55-jährige Arbeit scheint auch den Kunstinteressierten aus aller Welt inzwischen einen Besuch wert zu sein. Immer wieder besuchen japanische Touristen die Jugendeinrichtung in Köln-Ehrenfeld. "Irgendwie haben wir es geschafft, in deren Reiseführer mit unserer hauseigenen Jugend- und Kunstausstellung aufzutauchen", freute sich Steffen.

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