24. 05. 2012
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Aktion "Kinderfinder" kann Leben retten
Wenn es brennt, muss es schnell gehen. Der Feuerwehr bleiben in der Regel maximal 13 Minuten, bis aufgrund der starken Rauchentwicklung in einer durchschnittlichen Wohnung alles zu spät sein kann. Während Erwachsene in der Regel noch versuchen, auf sich aufmerksam zu machen, verhalten sich Kinder in Gefahrensituationen ganz anders. Die Kinder suchen ihr vertrautes Kinderzimmer auf und verstecken sich dort. "Da zählt jede Minute und es bleibt nicht viel Zeit um die Kinder zu finden", erklärte Dr. Daniel Leupold, Pressesprecher der Berufsfeuerwehr dazu kürzlich in Köln. Die Kölner Brandbekämpfer sind, wie Leupold weiter ausführte, im Durchschnitt innerhalb von acht bis neun Minuten nach Eingang des Notrufs am Brandort. In Panik geratene Familien wissen nach Erfahrungsberichten der Rettungsmannschaften oft selbst nicht, wo ihre Kleinkinder sind und wo sich die Kinderzimmertüren hinter den Rauchschwaden befinden. Die Kids verhalten sich ganz ruhig und glauben sich in einem Versteck wie zum Beispiel einem Schrank in vermeintlicher Sicherheit. Dann wird es schnell zu einem Wettkampf um Leben und Tod. Die Kampagne "Kinder-Finder" mit einem kostenlos Aufkleber stößt auf großes Interesse. Aus dem gesamten Bundesgebiet gehen Anfragen ein, wie der Vorstandsvorsitzende der Kölner Wohnungsunternehmen, Georg Potschka wenige Tage nach dem Start der Kampagne.
Die Aufkleber wurden in einer Anfangsauflage von 30.000 und kostenfrei an die Mieter der Mitgliedsunternehmen (rund 50 in Köln) verteilt. Der Aufkleber soll an das untere Drittel der Kinderzimmertür angebracht werden und wirkt wie ein stark reflektierendes Katzenauge. Sie können von den Einsatzkräften selbst bei großer Rauchentwicklung noch gesichtet werden. "Der Kinderfinder ist eine gute Sache", sagt auch Dipl.-Phys. Georg Spangardt, Oberbrandrat und Abteilungsleiter des Vorbeugenden Brandschutzes der Berufsfeuerwehr Köln. Der Aufkleber ist ein wichtiger Baustein für den Vorbeugenden Brandschutz: "Der Aufkleber sollte immer zusätzlich zu den Heimrauchmeldern in allen Wohnräumen angebracht werden", so Leupold und verweist auf die Brandschutzerziehung ‘Wenn ein Kind gerettet werden kann, hat sich die Aktion schon gelohnt’, so das Credo der Initiatoren aus der Domstadt. Potschka, selbst Vorstand einer gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft, und Kathrin Möller, Vorstandsmitglied der stadtnahen GAG Immobilien AG, zeigte sich bei der Präsentation der Aufkleber hoch zufrieden. "Lustig und ansprechend" sei der Aufkleber.
Bei der Eröffnung der Kampagne erhielten zudem drei Ehrenfelder Kindergärten ebenfalls Aufkleber für Zuhause. Die Aufkleber liegen in den Geschäftsstellen der insgesamt 57 Unternehmen in der Region Köln aus. "Das ist eine gute Sache und gibt einfach das Gefühl von mehr Sicherheit", so Kindergartenleiterin Dorothea Schmitz nach der Übergabe.
Weitere Informationen zum Thema Prävention und richtiges Verhalten im Brandfall finden Sie auf der Internetseite: www.brandschutzaufklaerung.de.


























