24. 05. 2012
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Arcus-Stiftung erhält Landesurkunde
Die zuständige Landesministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Barbara Steffens (Grüne) hat den Gründerinnen und Gründern der ARCUS-Stiftung am heutigen Montag in Düsseldorf die Ernennungsurkunde überreicht. Die Stiftung engagiert sich für die schwule und lesbische Selbsthilfe im Land Nordrhein-Westfalen. Aus der Hand der Ministerin nahmen die Verantwortlichen am heutigen Montag die Stiftungsurkunde entgegen. "Die Gründung der ARCUS-Stiftung ist ein wichtiger Schritt und macht diesen Tag zu einem besonderen für die lesbische und schwule Selbsthilfe", erklärte Emanzipationsministerin Barbara Steffens bei der Urkundenübergabe. Träger und maßgebliche Initiatoren der neuen Stiftung sind die beiden Landesverbände Schwules Netzwerk NRW e.V. und LAG Lesben NRW e.V.. Sie hatten die Gründung der ARCUS-Stiftung seit mehreren Jahren vorbereitet und ein breites Bündnis an Einzelpersonen sowie Vereine und Verbände der schwul-lesbischen Community motiviert, das Gründungskapital zusammen zu tragen und die erste schwul-lesbische Gemeinschaftsstiftung Deutschlands auf den Weg zu bringen, hieß es dazu weiter.
Der Zweck der neuen Stiftung ist die Unterstützung der vielfältigen Aktivitäten der verschiedenen, zumeist lokal organisierten lesbischen und schwulen Selbstorganisationen. Die Ministerin zeigte sich stolz über dieses kontinuierlich hohe Maß an Unterstützung. Insgesamt reichten die eingesammelten 74.000 Euro zwar für die Gründung der Stiftung. Für die Umsetzung erster Projekte müssen nun aber weitere Gelder akquiriert werden. Insgesamt haben sich in der Gründungsphase 113 Personen mit eigenem Kapital an der Stiftung beteiligt. "Wir haben alle ein gemeinsames Ziel: Eine diskriminierungsfreie Gesellschaft, eine Gesellschaft ohne Homo- und Transphobie", so Steffens weiter. In einer interministeriellen Arbeitsgruppe versucht die neue rot-grüne Landesregierung zudem, die zumeist dezentralen Maßnahmen landesweit in einem Aktionsplan für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zusammenzufassen. Nach derzeitigem Zeitplan soll der Aktionsplan noch in diesem Jahr fertig ausgearbeitet und als Maßnahmenpaket im kommenden Jahr umgesetzt werden.
Dabei greifen die Initiatoren der Stiftung auch auf den bereits vorhandenen Sachverstand zurück. So gibt es derzeit unter anderem fünf psychosoziale Beratungsstellen, unter anderem auch in Köln. In der größten NRW-Kommunen ist zudem die Landeskoordinatorin der Anti-Gewalt-Arbeit beim Sozialwerk für Lesben und Schwule ansässig. Diese und weitere Initiativen werden bereits, zum Teil seit Jahren, mit Gelder aus dem Landeshaushalt unterstützt.


























