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24. 05. 2012
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Bürgerverein Zollstock feiert 100-jähriges Bestehen


24.01.2009 21:15 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Zollstock,Vereine,Bürgerverein,Jubiläum,Jürgen Becker

Dabei fand das Fest an zwei Orten statt, genauer gesagt auf dem Spielplatz Theophanoplatz und zentral auf dem Schulhof der städtischen Grundschule am Rosenzweigweg. Rund zehn Info-Stände, Speis und Trank, eine Riesen-Hüpfburg und die Spielgeräte auf dem Schulhof und dem benachbarten Spielplatz am Rosenzweigweg, für Alt und Jung war etwas dabei. Und die Zollstocker nahmen die Veranstaltung ihres Bürgervereins dankbar an.

Dabei nutzten die Organisatoren, die selbstverständlich auch einen Info-Stand auf dem Schulhof aufgebaut haben, das Jubiläumsfest auch zur Werbung in eigener Sache. Vorstandsmitglied Gustav Schmidt, seit dem 1. Mai 1956 Mitglied im Bürgerverein, konnte von den zehn neuen Mitgliedern, die am Jubiläumstag den Antrag unterschrieben, alleine acht überzeugen. Der 78-Jährige habe von den inzwischen mehr als 52 Jahren im Bürgerverein „keine einzige Sekunde bereut“, wie er gegenüber Köln Nachrichten bestätigte. Sein Vorstandskollege Steimel, Erster Vorsitzender des Stadtteilvereins, hofft, schon bald die Marke von 800 Mitgliedern erreichen zu können. „Zurzeit haben wir rund 760“, so Steimel. Erst vor wenigen Monaten hatte der Verein die Patenschaft für den benachbarten Spielplatz am Theophanoplatz übernommen. Einmal pro Woche wird dort sauber gemacht. Leider, so bedauert Vorstandsmitglied Schmitz, schmeißen selbst Eltern, die eigentlich Vorbild sein sollten, achtlos den Müll weg.

Neben der Patenschaft gibt es aber noch jede Menge anderer Aktivitäten des Bürgervereins. Seit 30 Jahren sammeln die Mitglieder Bilder aus historischer Zeit, veranstaltet diverse Treffs im Rahmen des Seniorennetzwerks und wird zum runden Jubiläum mit rund 200 Mitstreiterinnen und Mitstreitern am 20. Juli eine Rheinschiffahrt auf der MS Rheinland nach Königswinter unternehmen. "Es sind noch Plätze frei", wie Steimel verriet. Der bekannte Pathologe Marc Beneke wird dem Verein ebenso seine Aufwartung machen wie der Kölner Trompeter Bruce Kapusta. Der bläst am 22. Dezember zum Weihnachtskonzert und damit zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten.

Überschüsse gehen an Zollstocker Grundschulen


Die Erlöse aus dem Verkauf von Speisen und Getränke sowie mit Unterstützung von Sponsoren soll der erwartete Überschuss der Jubiläumsveranstaltung an die beiden Zollstocker Grundschulen gehen. Während die Schule am Rosenzweigweg derzeit neue Schuluniformen einführen will, benötigt die zweite Grundschule im Stadtteil, die in der Bernkasteler Straße, noch Bücher für die schuleigene Bibliothek. Letztere Schule kann die Zuwendungen des Bürgervereins aber auch gut als Essenszuschuss für den Ganztagsbetrieb gebrauchen. Zu den Attraktionen gehörten unter anderem der ehemalige FC-Profi Dirk Lottner, der zu einer Autogrammstunde eintraf. Den krönenden Abschluss machte der Kölner Kabarettist und bekennende Zollstocker Jürgen Becker (bekannt aus Mitternachtsspitzen). Seine Schilderungen über die Geschichte des Stadtteils, seine persönlichen Erfahrungen im Veedel und ein paar Anekdoten zur wirtschaftlichen Bedeutung der „Weltstadt Zollstock“ wurden vom Publikum mehrfach mit Applaus bedacht.

Trotz der guten Stimmung hatte Vereinsvorstand Steimel allerdings auch zwei Kritikpunkte. Die bezogen sich jedoch weniger auf die Situation des Bürgervereins, sondern hat mehr mit der Kommunalpolitik zu tun. So stößt die neue Streckenführung der Stadtbahnlinie 12, die seit der Umstellung auf Niederflurbetrieb nicht mehr direkt an den Hauptbahnhof heranfährt, sondern nun über die Ringe geleitet wird. „Die Hälfte aller Mitreisenden steigt spätestens am Barbarossaplatz aus. Viele Ältere fahren nun nicht mehr so häufig in die Stadt, weil sie schlicht Angst haben“, so Steimel. Auch die geplante Verengung der Bonner Straße findet bei den Zollstockern keinen Beifall. Es sei absehbar, dass ein Teil des Autoverkehrs von der Bonner Straße auf die parallel dazu führende Vorgebirgsstraße geleitet werde. „Auf der Bonner Straße stört der Verkehr Geschäfte und ein paar Wohnungen, auf der Vorgebirgsstraße stört der Verkehr aber nur Anwohner“, erläuterte Steimel seine Kritik.

Auch an den Info-Ständen war eine Menge los. So berichtet Angelika Pörner vom 1. Kölner Schwimmverein e.V. von mindestens 150 Kontakten. Fast noch wichtiger war ihr jedoch, dass man auf dem Schulhof erstmals konkret über eine Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein beim Nachwuchsschwimmsport gesprochen habe. Beim Offenen Ganztag sei man bereits länger „in einem Boot“, so Pörner abschließend.







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