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24. 05. 2012
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Ein Besuch im Zoo für die KiWis


22.06.2009 18:42 von:

Schlagwörter: Köln,Kinder,Willkommen,2009,Zoo,Zoobesuch,Projekt,Antrittsbesuch,Neugeborene,Ehr

Im vergangenen Jahr begann in Köln das Projekt "Kinder Willkommen". Ohne hohe bürokratische Hürden und unter Zuhilfenahme des großen bürgerschaftlichen Engagements der Kölner Bevölkerung sah das Konzept des frühzeitigen Antrittsbesuch von ehrenamtlich Aktiven bei den Eltern von Neugeborenen vor. Die Stadt hatte das neue Angebot im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um ihren Ruf als "familienfreundliche Stadt" zu untermauern. Der dazugehörige Ratsbeschluss erfolgte bereits im November 2007. Allerdings dauerte es noch mehr als ein halbes Jahr, bis die Infrastruktur stadtweit aufgebaut war, um auch tatsächlich an den Start zu gehen. Und noch immer gibt es einige Stadtbezirke, in denen die beteiligten Träger der Maßnahme ehrenamtliche Kräfte suchen. Zu den Stadtbezirken mit dem höchsten Bedarf an Ehrenamtlern gehören die Stadtbezirke Kalk (Kinderschutzbund), Ehrenfeld ("Wir für Pänz" e.V.) und Nippes (Sozialdienst Katholischer Frauen e.V.), wie auch die städtische Koordinatorin der Aktion, Tina Herzberg, bestätigte.

Die Bilanz nach fast einem Jahr liest sich jedoch sehr positiv. Von den insgesamt rund 7200 besuchten Familien im gesamten Stadtgebiet zeigten sich über 80 Prozent interessiert. Lediglich elf Prozent der Angesprochenen sagten dem Willkommensbesuch aktiv ab, wie Herzberg weiter erklärte. "Wir fragen dabei nicht nach den Gründen", erläuterte die Koordinatorin weiter. Am häufigsten nannten die Betroffenen aber Terminstress. So richtig negative Absagen, wie zum Beispiel Desinteresse, gab es gar nicht. Aus gegebenem Anlass lud der Kölner Zoo (Theo Pagel: der familienfreundlichste Ort in Köln") die Ehrenamtler zu einem Zoobesuch ein, etwa 200 folgten der Einladung. Auch die anderen Sponsoren der Aktion, die sich zum Teil mit Geldbeträgen oder auch Sachgeschenken an der Aktion beteiligen, äußerten sich ebenfalls zufrieden mit dem bisherigen Verlauf.

"Alle Eltern wissen, dass man im Erziehungsalltag bisweilen an Grenzen stößt. Darum ist Familienfreundlichkeit auch eine Leitidee im Leitbild 2020 der Stadt Köln", erklärte Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma. Die positive Resonanz überraschte auch die zuständige Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein. "Wir wussten nicht, wie es ankommen wird. Aber das Konzept "Bürger helfen Bürger" kam offenbar gut an", so Klein. Hohes Lob für das ehrenamtliche Engagement kam vor allem vonseiten der Sponsoren. ""Wir halten KinderWillkommen für eine besonders warmherzige Geste", erklärte beispielsweise RheinEnergie-Pressesprecherin Ronja Walther. Der Geschäftsführer des 1. FC Köln, Claus Horstmann, wünschte den Gästen, dass sie den Tag im Zoo genießen. "Sie tun etwas Gutes. Das ist ein tolles Projekt und für uns eine ungewohnte Rolle", so Horstmann weiter. Geradezu überschwänglich klang da das Lob des Präsidenten im Festkomitee Kölner Kölner Karneval, Klaus Ritterbach. "Sie sind die Stars, das ist ein sensationelles Projekt".

Im vergangenen Jahr wurden in Köln nach amtlichen Statistiken 9802 Neubürger geboren. Vom Projektstart 2008 bis Ende Mai 2009 belief sich die Zahl der Neugeborenen, die auf den Besuchslisten standen, auf rund 9000. Ziel ist es, in nicht allzu langer Zeit sämtliche Familien mit Neugeborenen einen Antrittsbesuch abzustatten. Mit im Gepäck haben die Ehrenamtler dabei unter anderem auch Geschenke der Sponsoren, wie zum Beispiel Krabbeldecken, Spielfiguren oder auch eine Energiesparleuchte.







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