24. 05. 2012
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Fußball-Turnier für Kindernöte e.V.
Dort wo sonst die Jugend- und Amateurmannschaften des Geißbockclubs
ihre Fußballfertigkeiten verbessern, waren heute rund 80 bis 90 Kinder
zwischen 11 und 14 Jahren am Ball. Grund dafür ist eine gemeinsame
Aktion des Vereins Kindernöte e.V. und des Fördervereins „Die Allianz
e.V.“. Maßgeblicher Motor des im vergangenen Jahr gegründete Vereins
ist das mittelständische Kölner Unternehmen Dillenburger. Deren
Geschäftsführer Claus H. Dillenburger hatte seine Kontakte zu
FC-Geschäftsführer Claus Horstmann spielen lassen. Der Lohn ist ein
Kleinfeldturnier auf dem Kunstrasen auf dem FC-Trainingsgelände, das
der Unternehmer und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit
dem Verein aus dem Kölner Norden organisiert haben.
Patenschaft von Unternehmern und Hilfsprojekt
Unternehmer Dillenburger sieht sich auch bei dieser
Unterstützungsmaßnahme als „Anschubfinanzierer“. Zusammen mit 16
Unternehmen hatte der engagierte Chef des Familienunternehmens bereits
mehrere Projekte in den vergangenen 20 Jahren unterstützt. Nach der
Kinderkrebsklinik und dem Kinderschutzbund gilt das Augenmerk des
Mittelständlers nunmehr dem Verein Kindernöte. Dabei greift der Chef
des mittelständischen Fachbetriebs für Kältetechnik, Klima- und
Sanitäranlagen auch zu ungewöhnlichen Mitteln, um Geld für die gute
Sache einzutreiben. In der vergangenen Woche etwa organisierte der
Verein „Die Allianz“ einen Pokerabend. Der Gewinn, über dessen Höhe
sich Dillenburger ausschweigt, wird schon bald zum Einsatz kommen. 15
Gruppen á zehn Kinder werden vom 8. bis zum 12. Juli dieses Jahres auf
eine Ferienfreizeit fahren. Neben dieser Fahrt erhalten die Kinder und
Jugendlichen, die hauptsächlich aus Chorweiler und Ossendorf stammen,
auch jede Menge anderer nützlicher Utensilien, darunter auch 50
Lederfußbälle, wie Dillenburger berichtete. Die Verpflegung vor Ort mit
Getränken, Kuchen und Gegrilltem stellte der Unternehmer selbst
bereits. Unterstützt wurde er dabei auch von zahlreichen Freiwilligen
aus der Mitarbeiterschaft seines Unternehmens.
Auch nach Ausflug, Fußball-Turnier und Ferienfreizeit wollen
Dillenburger und seine Mitstreiter im Förderverein die Heranwachsenden
nicht aus den Augen lassen. Die Zusammenarbeit läuft zwar erst seit dem
vergangenen Jahr, aber schon jetzt planen die Vereinsmitglieder,
allesamt mittelständische Unternehmer aus Köln, Praktikums- und
Ausbildungsplätze anzubieten. „Wir haben mit Bewerbern aus sozial
benachteiligten Milieus beste Erfahrungen gemacht. Die haben viel mehr
Antrieb“, so Dillenburger. Auch wenn in seinem Unternehmen 80 Prozent
aller freiwerdenden Stellen von Empfehlungen durch die eigenen
Mitarbeiter besetzt werden, bleibt immer noch genügend Luft. Die
Unternehmensgruppe zählt mit 15 Auszubildenden bei einer
Gesamtbelegschaft von rund 160 Angestellten zu den Vorzeigebetrieben in
Köln. Hinzu kommt, dass die Kolleginnen und Kollegen von der
„familiären Atmosphäre“ des inhabergeführten Betriebs profitieren, sei
es durch eine Gesundheitsprämie oder durch ein betriebliches
Kindergeld. In Fachkreisen nennt man eine solche Strategie
„Loyalitätsmanagement“, für Firmenchef Dillenburger eine
Selbstverständlichkeit.
Verein engagiert im Kölner Norden
Auch die Geschäftsführerin des Veren Kindernöte e.V.- Nicole Hansen
zeigte sich trotz der verhaltenen Witterung erfreut über die nicht
einmal einjährige Zusammenarbeit mit Dillenburger und dem Förderverein.
„Wir mussten uns nach dem Auslaufen der Förderung von Aktion Mensch
schon überlegen, welche Gruppen wir schließen“, verriet Hansen. Auch
die Projektförderung durch die RheinEnergie-Stiftung Familie, die auf
zwei Jahre angelegt ist, läuft im kommenden Jahr aus. So kommt die
Unterstützung des Vereins, der bereits im Dezember vergangenen Jahres
einen Ausflug ins Kölner Hänneschen-Theater gesponsert hatte, gerade
Recht. Den diesjährigen Etat stemmt der Verein aus der Spende einer
anderen Kölnerin. Comedy-Star und Schauspielerin Cordula Stratmann
(„Schillerstraße“) erspielte bei einem Prominenten-Special von „Wer
wird Millionär“ immerhin 62.500 Euro. Dank der neuen Zusammenarbeit
könne man das eigene Angebot, das vor allem in Stadtteilen mit einem
besonderen Förderbedarf konzentriert wird, aufrecht erhalten.
Der Verein entstand 1996 als Reaktion auf die Kürzungen der Stadt Köln
bei der offenen Jugendhilfe. Seither organisiert der Verein
Gruppenangebote für Kinder und Jugendlichen im Chorweiler auch in
Zusammenarbeit mit Schulen in den Stadtbezirken Chorweiler und
Ehrenfeld. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der niederschwelligen
Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 13
Jahren. Des Weiteren engagieren sich die Helferinnen und Helfer auch im
Familienzentrum Seeberg (zusammen mit der dortigen Kindertagesstätte)
sowie mit weiteren therapeutischen und heilpädagogischen Angeboten.
Nähere Informationen zum Verein im Kölner Norden finden Sie im Internet unter: www.kindernoete.de.
Eindrücke vom Fußballturnier sehen Sie in unserer Bildergalerie.


























