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24. 05. 2012
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Fußball-Turnier für Kindernöte e.V.


24.01.2009 21:00 von:

Schlagwörter: Vereine,Initiative,Kindernöte,Köln,Fußball-Turnier,1. FC Köln,Dillenburger

Dort wo sonst die Jugend- und Amateurmannschaften des Geißbockclubs ihre Fußballfertigkeiten verbessern, waren heute rund 80 bis 90 Kinder zwischen 11 und 14 Jahren am Ball. Grund dafür ist eine gemeinsame Aktion des Vereins Kindernöte e.V. und des Fördervereins „Die Allianz e.V.“. Maßgeblicher Motor des im vergangenen Jahr gegründete Vereins ist das mittelständische Kölner Unternehmen Dillenburger. Deren Geschäftsführer Claus H. Dillenburger hatte seine Kontakte zu FC-Geschäftsführer Claus Horstmann spielen lassen. Der Lohn ist ein Kleinfeldturnier auf dem Kunstrasen auf dem FC-Trainingsgelände, das der Unternehmer und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit dem Verein aus dem Kölner Norden organisiert haben.

Patenschaft von Unternehmern und Hilfsprojekt

Unternehmer Dillenburger sieht sich auch bei dieser Unterstützungsmaßnahme als „Anschubfinanzierer“. Zusammen mit 16 Unternehmen hatte der engagierte Chef des Familienunternehmens bereits mehrere Projekte in den vergangenen 20 Jahren unterstützt. Nach der Kinderkrebsklinik und dem Kinderschutzbund gilt das Augenmerk des Mittelständlers nunmehr dem Verein Kindernöte. Dabei greift der Chef des mittelständischen Fachbetriebs für Kältetechnik, Klima- und Sanitäranlagen auch zu ungewöhnlichen Mitteln, um Geld für die gute Sache einzutreiben. In der vergangenen Woche etwa organisierte der Verein „Die Allianz“ einen Pokerabend. Der Gewinn, über dessen Höhe sich Dillenburger ausschweigt, wird schon bald zum Einsatz kommen. 15 Gruppen á zehn Kinder werden vom 8. bis zum 12. Juli dieses Jahres auf eine Ferienfreizeit fahren. Neben dieser Fahrt erhalten die Kinder und Jugendlichen, die hauptsächlich aus Chorweiler und Ossendorf stammen, auch jede Menge anderer nützlicher Utensilien, darunter auch 50 Lederfußbälle, wie Dillenburger berichtete. Die Verpflegung vor Ort mit Getränken, Kuchen und Gegrilltem stellte der Unternehmer selbst bereits. Unterstützt wurde er dabei auch von zahlreichen Freiwilligen aus der Mitarbeiterschaft seines Unternehmens.

Auch nach Ausflug, Fußball-Turnier und Ferienfreizeit wollen Dillenburger und seine Mitstreiter im Förderverein die Heranwachsenden nicht aus den Augen lassen. Die Zusammenarbeit läuft zwar erst seit dem vergangenen Jahr, aber schon jetzt planen die Vereinsmitglieder, allesamt mittelständische Unternehmer aus Köln, Praktikums- und Ausbildungsplätze anzubieten. „Wir haben mit Bewerbern aus sozial benachteiligten Milieus beste Erfahrungen gemacht. Die haben viel mehr Antrieb“, so Dillenburger. Auch wenn in seinem Unternehmen 80 Prozent aller freiwerdenden Stellen von Empfehlungen durch die eigenen Mitarbeiter besetzt werden, bleibt immer noch genügend Luft. Die Unternehmensgruppe zählt mit 15 Auszubildenden bei einer Gesamtbelegschaft von rund 160 Angestellten zu den Vorzeigebetrieben in Köln. Hinzu kommt, dass die Kolleginnen und Kollegen von der „familiären Atmosphäre“ des inhabergeführten Betriebs profitieren, sei es durch eine Gesundheitsprämie oder durch ein betriebliches Kindergeld. In Fachkreisen nennt man eine solche Strategie „Loyalitätsmanagement“, für Firmenchef Dillenburger eine Selbstverständlichkeit.

Verein engagiert im Kölner Norden

Auch die Geschäftsführerin des Veren Kindernöte e.V.- Nicole Hansen zeigte sich trotz der verhaltenen Witterung erfreut über die nicht einmal einjährige Zusammenarbeit mit Dillenburger und dem Förderverein. „Wir mussten uns nach dem Auslaufen der Förderung von Aktion Mensch schon überlegen, welche Gruppen wir schließen“, verriet Hansen. Auch die Projektförderung durch die RheinEnergie-Stiftung Familie, die auf zwei Jahre angelegt ist, läuft im kommenden Jahr aus. So kommt die Unterstützung des Vereins, der bereits im Dezember vergangenen Jahres einen Ausflug ins Kölner Hänneschen-Theater gesponsert hatte, gerade Recht. Den diesjährigen Etat stemmt der Verein aus der Spende einer anderen Kölnerin. Comedy-Star und Schauspielerin Cordula Stratmann („Schillerstraße“) erspielte bei einem Prominenten-Special von „Wer wird Millionär“ immerhin 62.500 Euro. Dank der neuen Zusammenarbeit könne man das eigene Angebot, das vor allem in Stadtteilen mit einem besonderen Förderbedarf konzentriert wird, aufrecht erhalten.

Der Verein entstand 1996 als Reaktion auf die Kürzungen der Stadt Köln bei der offenen Jugendhilfe. Seither organisiert der Verein Gruppenangebote für Kinder und Jugendlichen im Chorweiler auch in Zusammenarbeit mit Schulen in den Stadtbezirken Chorweiler und Ehrenfeld. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der niederschwelligen Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren. Des Weiteren engagieren sich die Helferinnen und Helfer auch im Familienzentrum Seeberg (zusammen mit der dortigen Kindertagesstätte) sowie mit weiteren therapeutischen und heilpädagogischen Angeboten.

Nähere Informationen zum Verein im Kölner Norden finden Sie im Internet unter: www.kindernoete.de.

Eindrücke vom Fußballturnier sehen Sie in unserer Bildergalerie.







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