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24. 05. 2012
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In Via-Bundesvorstand setzt Akzent auf Hilfe für Alleinerziehende


25.11.2011 06:54 von:

Schlagwörter: Köln,In Via,Bundesvorstand,Lobby,Alleinerziehende,Hilfe,Armut,Risiko,Nachwuchs

Der Bundesverband In Via hat in der zurückliegenden Woche in Frankfurt am Main einen neuen Bundesvorstand gewählt. Dabei setzten die beiden neuen Vorsitzenden Dr. Irme Stetter-Karp und Dr. Beate Gilles vor allem auf die Überwindung der Benachteiligungen von Alleinerziehenden. Der 1895 gegründete katholische Frauenverband will sich in der Zukunft vor allem als Lobbyverband für Alleinerziehende betätigen, wie die Verantwortlichen am gestrigen Mittwoch meldeten. In Deutschland gibt es derzeit rund 1,6 Millionen Alleinerziehende, Tendenz weiter steigend. In Köln sind es nach Angaben der hiesigen Niederlassung rund 24.000.

Kinder in diesen Lebenslagen bedeuten ein hohes Armutsrisiko, das ist zwar nichts Neues, trägt aber auch in der Domstadt zu einem ungeahnt großen Teil zu den traurigen Armutszahlen in Köln bei. Wie der katholische Verband aus der Domstadt meldete, beziehen rund die Häfte dieser Alleinerziehenden staatliche Transferleistungen, in der Regel Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch, besser bekannt als „Hartz-IV“. So werden dauerhafte Abhängigkeiten von solchen Leistungen geschaffen, bemängelten die Lobbyistinnen des Verbandes. Gravierende Defizite bestehen nach wie vor bei Angeboten der Kinderbetreuung, bei familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen und bei bedarfsgerechten Qualifizierungsangeboten. Den Frauen fehlen zudem oftmals soziale Netzwerke, so der Verband zu den Ursachen.

„In Via verbessert mit seinen Angeboten die Chancen gesellschaftlicher Teilhabe von Frauen. Gerade Alleinerziehende müssen auf flexible Angebote zugreifen können, die sie wirklich benötigen“, betonte Hilde Imgrund, Fachbereichsleiterin für Ausbildung und Arbeitsmarktintegration in Köln. Vor allem Frauen in schwierigen Lebenslagen werden von dem Verband betreut und unterstützend begleitet. Neben der Bewältigung des Alltag und der nicht immer einfachen Erziehungsrolle sollen die Frauen auch wieder an eine berufliche Zukunft herangeführt werden. Nur so ist gewährleistet, dass sich Armut nicht dauerhaft festigt, so die Strategie der Hilfestellung. Dass ausgerechnet die geforderten Teilzeitarbeitsangebote an anderer Stelle wieder als prekäre Lebenssituationen nicht zwangsläufig zu finanzieller Autonomie führt, steht indes auf einem anderen Blatt. An der eigenen Arbeit zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, kurz auch als Familienfreundlichkeit bekannt, sei ein sinnstiftender Weg, argumentierten die Kölner Verantwortlichen von In Via abschließend.

Die Kölner In Via-Niederlassung engagiert sich in verschiedenen Bereichen. Der katholische Verband nimmt unter anderem im Rahmen des ESF-Projektes „Kölner AlleinerziehendenNetzwerk Zukunft“ (KANZ) unter Federführung des Jobcenters Köln teil.







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