24. 05. 2012
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Jobs in der Jugendhilfe sind anstrengend
Jobs in der Jugendhilfe sind nichts für schwache Nerven. Niedrige Bezahlung, schwieriges Klientel und damit verbunden eine hohe Belastung, die weit über die Kernarbeitszeiten hinaus gehen können. Häufig genug haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendhilfe mit Symptomen eines Burnout zu kämpfen. Auch in den Fachdienststellen der Kommunalverwaltung gehören die Erzieherinnen und Erzieher zu den Berufsgruppen mit den höchsten Ausfallzeiten. Vor etwas mehr als einem Jahr musste die Stadt aufgrund des Mitte 2009 beschlossenen Gesundheitstarifvertrags mehr als 100 zusätzliche Stellen für hauswirtschaftliche Hilfskräfte einrichten. Der Krankenstand lag zuvor bei durchschnittlich über 15 Prozent, wie die Stadtverwaltung damals einräumen musste. Der Durchschnitt innerhalb der Stadtverwaltung liegt derzeit bei knapp unter sieben Prozent. Aber auch in der freien Jugendhilfe sieht es mit der Arbeitsbelastung kaum besser. Und angesichts der weiterhin knappen Kassen ist auch die Bezahlung der meisten Pädagogen in diesem Bereich kaum besser.
So nimmt es kein Wunder, dass der Titel der Veranstaltung "Wenn Hilfe zur Last wird - Belastungen im Alltag der Jugendhilfe" sich in diesem Jahr genau hier einen Schwerpunkt auf die Tagesordnung der Veranstaltung geschrieben hat. Immer häufiger klagen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über gestiegene Arbeitsbelastungen und fühlen sich daher immer häufiger überfordert und ausgebrannt, wie die Verantwortlichen im Vorfeld erläuterten. Besonders belastend wirken sich dabei „krisenhafte und eskalierende Fallkonstellationen“ auf die Psyche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. „Über die belastete Situation eines Familiensystems hinaus prägen sowohl strukturelle, konzeptionelle als auch fachlich-individuelle Faktoren die Fallbearbeitung, und somit auch die Arbeitssituation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Jugendhilfe“, berichteten die Kinderschutz-Zentren im Vorfeld.
So wollen sich die Gäste des Kongresses vor allem mit den institionellen Strukturen der Jugendhilfe beschäftigen. Ein weiteres wichtiges Kongressthema sind die individuellen Voraussetzungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die entscheidende Frage aber ist die nach den Rahmenbedingungen, die zu nachhaltigen Erfolgen bei der Stabilisierung schwieriger Familien führen. Angestrebt wird dabei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schutz auf der einen und Unterstützung auf der anderen Seite. Der Fachkongress findet am 1. und 2. Dezember in der baden-württembergischen Landeshauptstadt statt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die Veranstaltung. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie auch im Internet unter: www.kinderschutz-zentren.org.


























