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24. 05. 2012
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Kinderhilfswerk und Weltgesundheitsorganisation kämpfen gegen Durchfall


20.08.2011 19:31 von:

Schlagwörter: Köln,Kinderhilfswerk,UNICEF,2011,August,Ostafrika,WHO,Zusammenarbeit,Cholera,Dur

Das Kinderhilfswerk UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation WHO wollen in Ostafrika gemeinsam gegen die dort auftretenden Seuchen vorgehen. In Somalia und den angrenzenden Regionen herrscht derzeit eine katastrophale Dürre und tausendfaches Sterben. In den somalischen Regionen Banadir, Bay, Mudug und Lower Shabelle sind inzwischen zahlreiche Cholerafälle bestätigt. Zwar gelang es bislang, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die steigende Zahl der Fälle von Cholera und anderen gefährlichen Durchfallerkrankungen aber sorgen für besorgte Mienen bei den Verantwortlichen der Hilfsorganisationen vor Ort. So verzeichnete ein Krankenhaus in der somalischen Hauptstadt seit Januar 4200 Fälle von schwerem Durchfall, rund 75 Prozent der Patientinnen und Patienten waren Kinder, wie UNICEF meldete.

"Angesichts Hunderttausender Flüchtlinge muss alles getan werden, um eine Epidemie zu verhindern", erklärte Rudi Tarneden, Sprecher von UNICEF Deutschland. Verseuchtes Trinkwasser und unhygienische Lebensbedingungen in den überfüllten Notunterkünften sind der ideale Nährboden für Infektionskrankheiten wie Cholera, aber auch Lungenentzündung. Cholera ist in Somalia seit Jahren verbreitet. Jedes Jahr gibt es Zehntausende Erkrankungen. Insbesondere für die geschwächten Kinder ist dies eine tödliche Gefahr. Die Organisationen haben deshalb 13 Krankenhäusern große Mengen Orales Rehydratationssalz, einer Zucker-Salz-Lösung gegen die Austrocknung der Körper zur Verfügung gestellt. Weiter werden Behandlungssets mit Medikamenten und technischem Gerät für den Fall einer Choleraepidemie nach Somalia gebracht. Hiermit können bis zu 100.000 Kranke behandelt werden, wie die UNICEF-Verantwortlichen ausführten.

Derzeit lassen die beiden Organisationen Personal schulen, um die Identifikation von Cholera-Fällen sicherzustellen. Auch Informationen zu einer möglichen Vorbeugung werden den freiwilligen Helferinnen und Helfern mit auf den Weg gegeben. Ein Schwerpunkt ist dabei die Trinkwasserversorgung. Derzeit werden 217 Quellen mit Chlor desinfiziert. Mit insgesamt 58 Verteilstationen werden fast 500.000 Flüchtlinge in Mogadischu mit Trinkwasser versorgt. Zusätzlich werden Hygieneutensilien wie Seife, Tabletten zur Wasserreinigung und Wasserkanister für 48.000 Familien bereitgestellt. Die Materialien werden über Ernährungszentren für mangelernährte Kinder verteilt. Am gestrigen Freitag fand der Welttag der Humanitären Hilfe statt, die gestrige Gedenkveranstaltung widmete sich der momentan größten humanitären Katastrophe. Dazu rief das deutsche Kinderhilfswerk zu Spenden auf. Das Spendenkonto lautet: 300.000, Bank für Sozialwirtschaft Köln (BLZ: 370 205 00), Stichwort: Ostafrika.

Weitere Informationen dazu finden sie auch im Internet unter: www.unicef.de.







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