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24. 05. 2012
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Kindernnöte und GAG holen die Kunst ins "Veedel"


24.01.2009 20:48 von:

Schlagwörter: Köln,Vereine,Initiative,Kindernöte,GAG,Immobilien,Kunst,Veedel

Erster Termin war am gestrigen Donnerstagnachmittag auf dem Platz vor dem Familienzentrum Paul-Löbe Weg im Kölner Stadtteil Seeberg. Der in Köln-Chorweiler ansässige Verein Kindernöte e.V., gegründet im Jahr 1996 und ausschließlich in den beiden Kölner Stadtbezirken Chorweiler und Ehrenfeld aktiv, will mit dem neuen Angebot den Kindern des Stadtviertels ein neues Spiel- und Freizeitangebot unterbreiten. Künstler Ira Marom hatte anlässlich des Kunstforums Kölns den GAG-Vorstand Günther Ott zunächst kennen gelernt und von dann schnell von seinem kunstpädagogischen Konzept überzeugen können. Dass die Vermittlung des hohen Kunsthandwerks durchaus auch pädagogisch wertvoll sein kann, zeigte der gestrige Nachmittag. Und so waren einige der Kinder aus der Stadtteilgruppe bereits drei Stunden begeistert bei der Sache, wie Betreuerin Anna Nolden von Kindernnöte bestätigte. Zusammen mit dem Kölner Wohnungsunternehmen hatte man zuvor entsprechende Bedarfe in den einzelnen Stadtteilen festgestellt. In Seeberg verfügt die GAG über einen Bestand von rund 600 Wohnungen, „nahezu alle im Bereich des sozial geförderten Wohnungsbaus“, wie GAG-Sozialmanagerin Müller erklärte.

Ein Teller mit dem eigenen Gesicht

In einem speziell zu diesem Zweck entworfenen Verfahren werden zuvor aufgenommene Fotoaufnahmen mithilfe eines Spezialdruckers zunächst auf eine Art Folie gedruckt. Anschließend werden die Bilder auf den speziell dafür angerührten Ton aufgetragen. Da die Bilder im Drucker nicht vollständig fixiert wurden, überträgt sich der Ausdruck auf die Tonplatte. Die wird anschließend auf einem Plastikgitternetz zum Trocknen ausgelegt und abschließend mit Haarspray fixiert. Nolden und Martina Müller vom örtlichen Sozialmanagement der GAG zeigten sich erfreut über den Eifer der Kinder. Auch der Künstler selbst half, wo immer er konnte. Und so kamen am Ende Tonscheiben mit dem Abdruck des eigenen Bildes in einer Stückzahl von rund 30 zusammen. Die Kinder dürften diese Tonscheiben dann mit nach Hause nehmen.

Die Veranstaltung wird nach derzeitigem Planungsstand noch einmal nach Seeberg zurückkehren. Am Donnerstag der letzten Ferienwoche wird der Künstler mit seinem Equipment auf den Platz vor dem Familienzentrum zurückkehren. Auch wenn dann noch Ferien sind und nicht alle Kinder, die sonst immer zu den 90-minütigen Treffen in den Paul-Löbe-Weg kommen, tatsächlich auch dabei sind. Für Müller und Nolden steht schon jetzt fest: Die Aktion ist trotz der geringen Teilnehmerzahl ein voller Erfolg. „Viele der Kinder hatten vorher keine Erfahrung im Umgang mit solchen Materialien“, erläutert Nolden. Auch wenn in der letzten Ferienwoche die übliche Gruppenstärke nicht erreicht werden sollte. „Viele Kinder stammen aus türkischen Familien, die häufig ihre Ferien komplett in der Türkei verleben“, begründet Nolden. An der Zusammenarbeit zwischen Verein und Wohnungsunternehmen wolle man in jedem Falle festhalten. „Es ist nur noch nicht klar, mit welchem konkreten Projekt“, ergänzte Müller abschließend.








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