24. 05. 2012
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Köln hat einen weiteren Innovationspreis
Am heutigen Freitag erläuterte Sozialdezernentin Marlis Bredehorst die
Einzelheiten des neuen Wettbewerbs. Im jährlichen Turnus sollen
zukünftig besonders innovative Projekte mit der Auszeichnung bedacht.
Insgesamt rund 80.000 Menschen leben in Köln und haben eine amtlich
anerkannte „Schwerbehinderung“. Die gleichberechtigte Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben wird durch eine Vielzahl kleiner Mängel, wie
zum Beispiel Stolperfallen, Fußwegeführungen oder schlicht mangelnde
Barrierefreiheit, eingeschränkt. Immer wieder beklagt ist auch das
häufig kritisierte Baustellenmanagement in der Domstadt. Projekte, an
denen Menschen mit einer solchen Behinderung teilnehmen, haben
besonders gute Chancen, weil sie um die Bedürfnisse dieser Zuelgruppe
aus eigener Erfahrung wissen, erklärten die Verantwortlichen.
Trotz der Arbeit der 2005 gegründeten Stadtarbeitsgemeinschaft
Behindertenpolitik und einer inzwischen auch mittelfristig gesicherten
Finanzierung von Behindertenpolitik innerhalb der Stadtverwaltung
bleibt dieses Themenfeld unverändert schwierig. Neben den direkt
Betroffenen gibt es darüber hinaus auch die große Gruppe der
Angehörigen von Schwerbehinderten, die mit so mancher Widrigkeit im
täglichen Leben zu kämpfen haben. Hier soll der Wettbewerb ansetzen und
den Verantwortlichen in der Verwaltung neue Wege und
Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, heißt es dazu weiter.
Die Ausschreibungsunterlagen sind ab sofort bei der
Behindertenbeauftragten der Stadt Köln Marita Reineke sowie den
entsprechenden Dienststellen erhältlich. Die Einsendefrist läuft noch
bis zum 21. August dieses Jahres. Die feierliche Preisverleihung soll
dann am 21. Oktober 2008 im Kölner Rathaus stattfinden. Es werden ein
bis maximal drei Einreichungen bei der Preisvergabe berücksichtigt.


























