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24. 05. 2012
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Köln: Katholikenausschuss will auch 2008 Lobby für Schwache sein


25.01.2009 06:10 von:

Schlagwörter: Köln,Katholikenausschuss,Neujahrsempfang,Hannelore Bartscherer,Lobby für Schwach

Oberbürgermeister Fritz Schramma, Domdechant Prälat Johannes Bastgen und die Vorsitzende des Katholikenausschusses in Köln Hannelore Bartscherer begrüßten bei der Veranstaltung im Domforum rund 230 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter aus Bundes- und Landtag sowie andere lokale Prominenz. Kölns Stadtoberhaupt dankte in seiner Rede den Mitgliedern des Katholikenausschuss für ihr engagiertes Arbeiten in Köln. Besonders hob Schramma dabei die Bemühungen des katholischen Gremiums in Sachen Integrationsarbeit hervor. „Farbe bekennen! Gemeinsam sind wir Köln.“ heißt ein PIN-Spruch, der von Ihnen entworfen und verteilt wurde und der sich gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Gewalt, Ablehnung der Glaubensfreiheit und Ausgrenzung ausspricht“, lobte Schramma die anwesenden Ausschussmitglieder. Vor dem Hintergrund zunehmender Vielfalt in der Kölner Stadtgesellschaft sei beständiges Wirken mit dem Ziel eines friedlichen Zusammenlebens lebensnotwendig für Köln.

Kölner Friedensverpflichtung machte Köln zum Vorreiter in Deutschland

So nannte Schramma beispielhaft die Kölner Friedensverpflichtung als wichtigen Meilenstein. Er selbst habe sich dieser Sache angenommen und die Schirmherrschaft übernommen, nachdem Kölner Vertreter der drei großen Weltreligionen am 29. Oktober 2006 im Historischen Rathaus zusammenkamen, um sich und ihre Kultur gegenseitig näher zu bringen. „Nicht zuletzt dank der Initiative des Katholikenausschusses war Köln damit die erste Stadt in Nordrhein Westfalen, die dieses bundesweite Projekt aufgegriffen hat. Und es war das erste Mal, dass sich die drei großen Religionen in Köln gemeinsam öffentlich zu Wort gemeldet und eindeutig erklärt haben, mit ihrer ganzen Kraft dazu beizutragen, „dass Hass und Gewalt überwunden werden und Menschen in unserer Stadt Köln und überall auf der Welt in Frieden, Sicherheit, Gerechtigkeit und Freiheit leben können“, erklärte Schramma weiter.

Ziele und Aufgaben in 2008

Für den Katholikenausschuss benannte dessen Vorsitzende Hannelore Bartscherer die wichtigsten Schwerpunkte ihrer Arbeit im laufenden Jahr. Neben der Fortsetzung der internen Reorganisation liegt die Hauptaufgabe vor allem darin, auch zukünftig als „Lobby für Schwache“ sich für die Interessen derjenigen einzusetzen, die sich normalerweise eher selten politisch artikulieren. Damit sind u.a. Menschen gemeint, die sich derzeit mit unsicherem Status in Deutschland aufhalten. Seit Dezember vergangenen Jahres liegt hierzu eine Studie mit Handlungsempfehlungen vor, die der Kölner Stadtrat in Auftrag gegeben hatte. Darin gehe es unter anderem um den Zugang zu Arbeit für diese Menschen, aber auch um Fragen der Wohnversorgung, Gesundheitsvorsorge und nicht zuletzt um die Erziehung des Nachwuchses aus diesen Familien.

Insbesondere die Kinder leiden unter der alltäglichen Lebenssituation, wie Bartscherer aus zahlreichen Gesprächen weiß. Durch die „Schaffung von Möglichkeiten zu Kindergarten- und Schulbesuch“ soll deren Situation verbessert werden. „Ohne Bildung und Ausbildung gibt es keine Chance auf eine eigengestaltete Zukunft“, so Bartscherer weiter. Von der derzeitigen Diskussion um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts hält die Katholikin wenig. „Die derzeitige Gesetzeslage reicht aus. In der Vergangenheit wurden in den öffentlichen Haushalten immer wieder Gelder für die Betreuung von Jugendlichen gestrichen. Dabei erspart uns die Prophylaxe in frühen Jahren teure Reparaturausgaben zu einem späteren Zeitpunkt“, führte Bartscherer aus. Die Konsolidierungsbemühungen der Haushaltspolitiker in Bund und Ländern sieht die Vorsitzende des Katholikenausschusses kritisch. „Sparen wir nicht am falschen Ende“, so der abschließende Einwand Bartscherers. Die Antwort der engagierten Christin fällt eindeutig aus.







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