24. 05. 2012
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Kölner Ehrenamtspreis feiert Jubiläum
Das Ehrenamt ist so etwas wie "der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält". Mit diesen Worten beschrieb Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters den Start des diesjährigen Ehrenamtspreises, der Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Schulen und Unternehmen für ihre ehrenamtliche Arbeit öffentlich würdigen wird. Unterstützt wird er dabei in diesem Jahr von der neuen Ehrenamtspatin Bettina Böttinger. Die bekannte Fernsehmoderatorin und Journalistin ist selbst in mehreren Vereinen und Initiativen aktiv und von daher "prädestiniert" für dieses Amt, wie Roters erfreut feststellte. Besonders beeindruckt zeigte sich Böttinger von der Zahl von geschätzten 200.000 Menschen in der Millionenstadt, die sich in der einen oder anderen Form ehrenamtlich engagieren. Der überwiegende Teil der Ehrenamtler arbeiten dabei im Verborgenen. Als Stadtteilmütter oder Leseonkel, in Sportvereinen, Karnevalsgesellschaft oder in einer der zahlreichen sozialen Initiativen. Erstmals soll es in diesem Jahr auch einen Sonderpreis für ehrenamtlich aktive Menschen mit Zuwanderungshintergrund geben. 1000 Euro aus dem Gesamtpreisgeld in Höhe von 7500 Euro sind dafür vorgesehen, weitere 1500 Euro entfallen auf den Sonderpreis für Schulen. Über die Vergabe der restlichen Preisgelder (5000 Euro) entscheidet eine vielköpfige Jury unter dem Vorsitz des Kölner Oberbürgermeisters.
Böttinger, die für ihre zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten bereits mit dem Bundesverdienstkreuz (2006) und dem Landesorden des Landes Nordrhein-Westfalen (Oktober 2009) ausgezeichnet wurde, ist selbst immer wieder überrascht über das Engagement so mancher Menschen in ihrem Umfeld. So gründete eine gute Bekannte von ihr vor Jahren einen Verein, der Kinder und Menschen im zentralafrikanischen Land Burundi unterstützt. Die viel beschäftigte Architektin Martina Glontek errichtete kurzerhand in dem Land eine Schule, die heute von 800 Schülerinnen und Schülern besucht wird. "Alleine das Frankieren von Weihnachtspostkarten dauert Stunden. Dieser Gemeinsinn prägt eine Stadt", so die erfolgreiche WDR-Journalistin. Und auch Oberbürgermeister Roters weiß von Beispielen für das vielschichtige ehrenamtliche Engagement zu berichten. Als er vor wenigen Tagen von einem Waldlauf zurückkehrte, erblickte er einen Anwohner, der auf dem Mittelstreifen seiner Straße das Bruchholz nach dem Sturm zusammensammelte. Auf die Frage des erstaunten Anwohner, wer er denn eigentlich sei, antwortete das neue Kölner Stadtoberhaupt mit der Antwort: "Ihr Oberbürgermeister". Die Anerkennung des ersten Bürgers der Stadt war ihm gewiss, ebenso wie die Nennung auf der heutigen Pressekonferenz.
Der Kölner Ehrenamtspreis wurde im Jahr 2001 erstmals ausgerichtet und war eine der ersten Initiativen des ehemaligen Oberbürgermeisters Fritz Schramma. Die Preisverleihung fand zuletzt im September des jeweiligen Jahres auf dem Gelände des Kölner Tanzbrunnens statt. In diesem Jahr steht der Termin ebenfalls bereits fest. Allerdings gibt es auch hier eine Neuerung. Die Veranstaltung des Kölner Ehrenamtstages soll am 26. September 2010 erstmals auf dem Kölner Heumarkt stattfinden. "Damit rückt das Ehrenamt noch näher an die Bürger. Auch das Rathaus soll als Haus der Bürger in die Veranstaltung einbezogen werden", so Roters abschließend.
Die Unterlagen zur Teilnahme am Kölner Ehrenamtspreis sind ab sofort auch als pdf-Download auf den städtischen Internetseiten abrufbar. Sie finden die Datei unter der Adresse: www.stadt-koeln.de. Die Unterlagen können auch in der Kommunalstelle "Förderung und Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements" (FABE) telefonisch unter der Rufnummer: 0221 / 221 – 23190 oder 0800 / 563 5611 angefordert werden. Einsendeschluss ist der 30. April.


























