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24. 05. 2012
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Natur erobert sich Köln zurück


07.07.2009 09:39 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Longerich,Ökogarten,Modellprojekt,2009,Stiftung,Vorbild

(js) Heimische Schlehensträucher wurden angepflanzt und die alte Apfelsorte Berlepsch. Nashornkäfer haben sich schon angesiedelt, auch Grauspechte wurden bereits gesichtet. Auf Eidechsen hofft man noch, ebenso auf Mauerwespen. In der "ökologischen Nische" in der Dormagen-Guffanti-Stiftung am Lachemer Weg in Köln-Longerich will man die Natur "zurück in die Stadt" bringen und etwas gegen den Artenschwund tun. Nicht nur zur Freude der Stiftungs-Bewohner, sondern der ganzen Bevölkerung. Am gestrigen Montag wurde das Modellprojekt von Umweltdezernentin Marlis Bredehorst der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie hofft auf viele Nachahmer etwa bei den Wohnungsbaugesellschaften.

Insgesamt rund 21.000 Euro haben Wohnungsversorgungsamt und das Wohnheim für die Einrichtung der ökologischen Nische investiert. Den Bedürfnissen der Stiftungsbewohner entsprechend, von denen viele schwer und mehrfach behindert sind, sind alle Stationen über einen Erlebnispfad mit erklärenden Tafeln barrierefrei zu erreichen. Da gibt es eine blumenreiche Wildwiese, neue Obstbäume, ein "Insektenhotel" aus verschiedenen Materialien für Singles, die in Höhlen wohnen, einen Tastpfad, eine Trockenmauer, die Eidechsen anlocken soll, einen barrierefreien Garten mit Hochbeeten, die auch vom Rollstuhl aus gepflegt werden können, sowie ein Freigehege für Hühner und Laufenten. Frösche wird es wohl kaum geben, denn auf die Anlage eines Teiches wurde aus Versicherungs- und Haftungsgründen verzichtet.

Der Park hinter dem Wohnheim im Kölner Norden ist öffentlich – was man nicht so verstehen sollte wie ein Natur-"Freund", der sich hier am Sonntag mit Blumen für seine Vase versorgte. Wer will, kann auch eine Führung bei Daniel Klüser, der in der Stiftung wohnt und nach einem Autounfall auf den Rollstuhl angewiesen ist, "bestellen". "Hier habe ich eine Aufgabe gefunden", freut er sich auf Besucher. Er ist unter der Telefonnummer 0221 / 974544-213 oder 0175 / 10 42 672 zu erreichen. Nach einem Besuch wartet das von der Emmaus-Gemeinde betriebene Café mit leckeren Kuchen und günstigen Preisen.







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