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24. 05. 2012
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Neue Wanderausstellung in der RheinEnergie-Zentrale


02.03.2010 15:18 von:

Schlagwörter: Köln,Trauerarbeit,RheinEnergie,Zentrale,Ausstellung,Eröffnung,Vorstand,Bilder,Ma

Rund 40 Kinderbilder werden ab dem morgigen Mittwoch bis zum 19. Märrz dieses Jahres in der Zentrale des Kölner Energieversorgers RheinEnergie AG zu sehen sein. Bereits am Vortag gab es eine offizielle Eröffnungsfeier mit den Verantwortlichen des Vereins, der begleitenden Künstlerin und des Hausherrn der Ausstellung. "Die Ausstellung ist ein eindrucksvolles Gesamtwerk. Ich hatte eigentlich mit tristen Bildern gerechnet, aber die gezeigten Motive strahlen Lebensfreude aus", beschrieb RheinEnergie-Personalvorstand Thomas Breuer seinen ersten Eindruck der Ausstellung. Die Ausstellung selbst ist auch Ausdruck einer bereits mehrjährigen Zusammenarbeit an anderer Stelle. Seit dem Januar 2008 unterstützt die RheinEnergie-Stiftung Familie den Verein mit einer Gesamtfördersumme von 15.000 Euro. Die Laufzeit der Förderung ist allerdings satzungsgemäß auf vier Jahre begrenzt. "Ich hoffe, dass die Finanzierung auch danach sichergestellt ist", so Breuer weiter.

"Wir haben schon über 300 Kinder bei ihrer Trauer begleitet, seit fünf Jahren auch in Köln", beschrieb die Vereinsvorsitzende Christel Gattinger-Kurth die Aufgabe ihrer Initiative. Mit insgesamt 40 ehrenamtlichen Mitarbeitern bietet der Verein nicht etwa Therapien für Trauernde an. Vielmehr schafft er "Raum und Ruhe", damit die zwei Kinder- und eine Jugendlichengruppe ihre Trauer selbst verarbeiten können. Eine dieser Möglichkeiten ist das Malen. Die Trauer der Kinder, die oft in einer ganzen Melange aus Zorn, Wut, aber auch Angst zum Ausdruck kommt, kann so besser und nachhaltiger verarbeitet werden. "In der Regel bleiben die Kinder 18 Monate bei uns, bevor sie ihre Trauer verarbeitet haben", so Gattinger-Kurth weiter. Die Bilder der heute eröffneten Ausstellung kamen durch die Zuarbeit der Leverkusener Malerin Adelheid Kilian zustande. Auch sie ließ den Kindern den Freiraum, machte keine Vorgaben. "Das Wichtigste habe ich von Kindern gelernt", erklärte die Künstlerin, die seit acht Jahren Kinder mit Malerei begleitet und anleitet. Bei ihrer Begleitung sind selbst die eigenen Angehörigen nicht im Raum anwesend. "Das ist wichtig, damit die Kinder neu an die Trauer herangehen können", so Kilian. Neben der Malerei gibt es bei der Begleitung der trauernden Kinder noch andere Instrumente und Möglichkeiten zur Trauerarbeit. Eine ebenfalls häufig praktizierte ist die Herstellung einer so genannten "Erinnerungskiste". Dort werden die liebsten Erinnerungsstücke der Verstorbenen Familienangehörigen hinterlegt und so in Ehren gehalten.

Dass bei dem Tod eines Familienmitglieds die Kinder häufig besonders zu leiden haben, weiß Vereinschefin Gut aus ihrer inzwischen jahrelange Arbeit zur Genüge. "Kinder sind die übersehenen Angehörigen. Sie werden in ihrer Trauer oft nicht wahrgenommen", weiß Gattinger-Kurth aus der bisherigen Vereinspraxis. Durch die Arbeit mit den Kindern und die vielfältigen Verarbeitungsmethoden hilft der Verein den Kindern auf ihrem Weg zurück in die "Normalität" der eigenen Gefühlswelt. Die Ausstellung gibt davon nur einen ersten Eindruck. Aber gemeinsam mit den Texten der jungen Künstlerinnen und Künstler werden daraus bewegende Kunstwerke. Die Ausstellung soll durch ihren zentralen Ort auch den Mitarbeitern und den Gästen und Kunden der stadtnahen Gesellschaft näher gebracht werden. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung zum Besuch nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins "Domino – Zentrum für trauernde Kinder" finden Sie auch im Internet unter: www.domino-trauerndekinder.de.







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