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24. 05. 2012
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NRW-Schulministerin besucht Kölner NS-Dokumentationszentrum


25.01.2009 05:51 von:

Schlagwörter: Köln,NRW,Schulministerin,Barbara Sommer,Besuch,NS-Dokumentationszentrum

Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die die CDU-Politikerin aus Düsseldorf zusammen mit dem Direktor des NS-Dokumentationszentrums Werner Jung in der Gedenkstätte empfing, machte auf die verstärkten Aktivitäten der rechtsgerichteten Formation „pro Köln“ aufmerksam. „Der Name pro Köln täuscht, wir müssen dem etwas entgegen setzen“, forderte die SPD-Kommunalpolitikerin. „Wenn wir Euch als Persönlichkeit stark gemacht haben, könnt Ihr Euch dem widersetzen“ appellierte Sommer nicht nur an die anwesenden Schulkinder, die im Rahmen ihrer Vorbereitung auf den Besuch eigene Präsentationen in den Räumen des Doku-Zentrums vorführten.

Unverständnis für mangelndes Wissen um außerschulischen Unterricht

Auf ein weiteres Problem machte der Direktor des Dokumentationszentrums aufmerksam. Jung kritisierte, dass er immer wieder als Argument höre, dass Unterricht in seiner Gedenkstätte als Unterrichtsausfall gewertet werde. Schulministerin Sommer und Bürgermeisterin Scho sprachen Jung ihre ungeteilte Unterstützung aus. „Was Sie hier machen, ist Menschenbildung, wie wir sie uns wünschen“, führte die Ministerin aus. Dies müsse auch so kommuniziert werden, so Sommer weiter. Ärgerlich findet solche Argumente auch der mitgereiste migrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Michael Solf. Er machte auf eine weitere Gedenkstätte aufmerksam, die in Köln und im Land derzeit noch nicht so bekannt, trotzdem aber umso  beeindruckender ist. „Was viele nicht wissen, auch in den ländlichen Gebieten rund um die Millionenstadt wurden jüdische Mitbürger zu tausenden verschleppt und ermordet“, erinnerte Solf die Anwesenden.

Sommer zeigte sich angesichts ihres ersten Besuchs in der Kölner NS-Gedenkstätte, deren Räume bewusst kahl und abweisend, ja fast so wie während der NS-Verfolgung belassen wurde. Ihre eigene Tochter hatte zuletzt eine Schularbeit zu diesem Thema erarbeiten müssen. Dabei sei sie nach ihrer Recherche tief betroffen gewesen und habe ihrer Mutter anvertraut. „Mami, sie sind alle tot“. Mit verschiedenen Darbietungen unterstrichen auch die Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen, dass sie sich intensiv mit der Thematik beschäftigt hatten. „Ihr müsst hinschauen, was heute passiert und das Band um Euer Herz weitertragen“, so der abschließende Appell der Ministerin.







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