24. 05. 2012
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NRW-Schulministerin besucht Kölner NS-Dokumentationszentrum
Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die die CDU-Politikerin aus
Düsseldorf zusammen mit dem Direktor des NS-Dokumentationszentrums
Werner Jung in der Gedenkstätte empfing, machte auf die verstärkten
Aktivitäten der rechtsgerichteten Formation „pro Köln“ aufmerksam. „Der
Name pro Köln täuscht, wir müssen dem etwas entgegen setzen“, forderte
die SPD-Kommunalpolitikerin. „Wenn wir Euch als Persönlichkeit stark
gemacht haben, könnt Ihr Euch dem widersetzen“ appellierte Sommer nicht
nur an die anwesenden Schulkinder, die im Rahmen ihrer Vorbereitung auf
den Besuch eigene Präsentationen in den Räumen des Doku-Zentrums
vorführten.
Unverständnis für mangelndes Wissen um außerschulischen Unterricht
Auf ein weiteres Problem machte der Direktor des Dokumentationszentrums
aufmerksam. Jung kritisierte, dass er immer wieder als Argument höre,
dass Unterricht in seiner Gedenkstätte als Unterrichtsausfall gewertet
werde. Schulministerin Sommer und Bürgermeisterin Scho sprachen Jung
ihre ungeteilte Unterstützung aus. „Was Sie hier machen, ist
Menschenbildung, wie wir sie uns wünschen“, führte die Ministerin aus.
Dies müsse auch so kommuniziert werden, so Sommer weiter. Ärgerlich
findet solche Argumente auch der mitgereiste migrationspolitische
Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Michael Solf. Er machte auf eine
weitere Gedenkstätte aufmerksam, die in Köln und im Land derzeit noch
nicht so bekannt, trotzdem aber umso beeindruckender ist. „Was viele
nicht wissen, auch in den ländlichen Gebieten rund um die
Millionenstadt wurden jüdische Mitbürger zu tausenden verschleppt und
ermordet“, erinnerte Solf die Anwesenden.
Sommer zeigte sich angesichts ihres ersten Besuchs in der Kölner
NS-Gedenkstätte, deren Räume bewusst kahl und abweisend, ja fast so wie
während der NS-Verfolgung belassen wurde. Ihre eigene Tochter hatte
zuletzt eine Schularbeit zu diesem Thema erarbeiten müssen. Dabei sei
sie nach ihrer Recherche tief betroffen gewesen und habe ihrer Mutter
anvertraut. „Mami, sie sind alle tot“. Mit verschiedenen Darbietungen
unterstrichen auch die Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen,
dass sie sich intensiv mit der Thematik beschäftigt hatten. „Ihr müsst
hinschauen, was heute passiert und das Band um Euer Herz weitertragen“,
so der abschließende Appell der Ministerin.


























