24. 05. 2012
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Offene Jurysitzung im Olympiamuseum
"Blick nach Afrikaâ€, heißt das Projekt, mit dem der gemeinnützige Kölner Verein "Rheinflanke e.V.†einen von Schülerinnen und Schülern gestalteten Geißbock nach Südafrika schicken will. Die Kölner Schülerin Juliana Milewski (16) wird als offizielle Botschafterin das Kunstobjekt an das Kap der Guten Hoffnung begleiten. In Zusammenarbeit mit dem Schulamt für die Stadt Köln, der JugendArt Galerie, dem Jugendamt der Stadt und dem Künstler Lutz Dunsing hatten insgesamt zwölf Schülerteams die vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln zur Verfügung gestellten Maskottchen kunstvoll bemalt, beklebt und mit Figuren bestückt. Sie sollten zugleich die Liebe zur Heimatstadt, aber auch eine Hommage an das Gastgeberland der diesjährigen FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft zum Ausdruck bringen, hieß es in der Ankündigung der Initiatoren. Die 16-jährige Schülerin wird bei ihrer Reise nach Südafrika von sieben weiteren deutschen Schülerinnen und Schülern begleitet, die als offizielle Delegation des deutschen Netzwerks Straßenfußball vor Ort die Ausstellung begleitet.
Die Unterstützung des DFB ist den Initiatoren schon länger sicher. Allerdings mussten die insgesamt zwölf Wettbewerbsbeiträge erst noch erstellt werden, zehn Kölner Hauptschulen, eine Förderschule (in Porz-Finkenberg) sowie die Jugendhilfe Afrika ließen ihrer Phantasie freien Lauf. Bei der gestrigen Präsentation der bunten Maskottchen kam dann auch erstmals die sechsköpfige Jury zur Begutachtung der Kunstobjekte zusammen. Neben dem ehemaligen FC-Profi Matthias Scherz und der bekannten Kabarettistin Cordula Stratmann gehörten auch die Direktorin des Schokoladenmuseums Maria Mrachacz, ihr Kollege vom Sport- und Olympiamuseum Frank Dürr, die Schulamtsdirektoren Monika Janssen sowie der Geschäftsführer der RVG Rheinauhafen-Verwaltungsgesellschaft, Franz-Xaver Corneth zum Gremium. Schnell waren sich die sechs einig, dass zwei Modelle besonders gelungen sind. In die engere Wahl kamen die Arbeiten der beiden Hauptschulen GHS Reutlinger Straße (Köln-Bilderstöckchen) und der Max-Albermann-Schule aus Kalk. Letztere konnte sich schließlich am Ende durchsetzen. Vor allem die Männerriege favorisierte den Geißbock der Kalker Schüler, weil der eben auch eine Reminiszenz an den Kölner Bundesligisten enthielt. Außerdem dürfte sich der Transport nach Südafrika einfacher gestalten, wie Rheinflanke-Geschäftsführer Christoph Bex einräumte. Preise gab es zwar nicht, dafür aber ist den Schülerinnen und Schülern der Ruhm und die Anerkennung gewiss, schließlich wird das Werk noch einen Monat lang der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Immerhin ein knappes halbes Jahr Arbeit stecken für die Beteiligten in dem Projekt. Nach der Auswahl der Schulen gab es zwei Workshops. Die Arbeiten selbst entstanden entweder als Klasse oder in Arbeitsgemeinschaften, die Teilnehmer kamen dabei je nach Schule aus unterschiedlichen Klassen, so Bex weiter.
Das Objekt wird schon bald in Südafrika beim "Football für Hope Festival" der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Die offizielle Begleitveranstaltung findet vom 28. Juni bis 10. Juli dieses Jahres in der Hauptstadt Johannisburg statt. 32 Organisationen, die Straßenfußball anbieten, sind eingeladen, um ihren Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten. Ziel ist nach Angaben der Veranstalter "die Förderung der sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch Fußball". Neben dem Kölner Beitrag in Form eines Geißbocks wird es auch Fotos und Videos aus der gesamten Republik geben, die dort für die Dauer der Ausstellung präsentiert werden. Alle Beiträge werden auch im Berliner Haus der Kulturen der Welt gezeigt, die Ausstellung hier beginnt am 12. Juni und soll bis zum Ende der WM 2010 geöffnet bleiben. Rheinflanke und die von ihr betriebene Kölner Straßenfußball-Liga sind Teil des bundesweiten Netzwerks Straßenfußball. Die kunstvollen Geißböcke entstanden nach einem Eröffnungs-Workshop, der ebenfalls im Sport- und Olympiamuseum stattfand. BAP-Barde Wolfgang Niedeggen berichtete damals über sein eigenes Engagement in Uganda. Es folgten ein großes Afrika-Turnier am RheinEnergie-Stadion sowie eine offizielle Trikotübergabe der Kölner Repräsentanten während des Benefizspiels der deutschen Nationalmannschaft am 12. Mai dieses Jahres gegen Malta. Die dazugehörige Ausstellung wird am 9. Juni dieses Jahres am Ort des Entstehens und der Entscheidung eröffnet. Auch hier wird die Ausstellung bis zum Ende der WM zu sehen sein. Am 12. Juni gibt es dann noch ein weiteres Fußballturnier. Das wird unter anderem auch auf dem Dach des Museumsbaus am Kölner Rheinauhafen stattfinden, wie die Organisatoren abschließend ausführten.
weitere Informationen zur Aktion rund um die Kunst- und Kulturaktion finden Sie auch im Internet unter: www.rheinflanke.de.


























