24. 05. 2012
Seite drucken
Optimistische Zwischentöne der Gesellschafter
Bereits Mitte Mai dieses Jahres habe man die Online-Datenbank um
weitere Funktionen erweitert. So können die registrierten Mitglieder
wie Einzelpersonen aber auch Einrichtungen und Institutionen seit
dieser Zeit eigenverantwortlich ihren Webauftritt innerhalb der
Datenbank bebildern und mit zusätzlichen Informationen ausstatten. Auch
wurde die Suchfunktion um weitere Features erweitert, wie Heike Zirden,
Pressesprecherin der Aktion Mensch, erläuterte. Insgesamt konnten
bereits 3000 Menschen zumeist gehobenen Alters in entsprechende
Ehrenämter vermittelt werden. Die Datenbank selbst umfasst aber mehr
als 6000 Angebote für Ehrenamtler, so dass der Bedarf an Interessierten
weiterhin hoch ist. Seit ihrem Start verzeichnete die Datenbank mehr
als 1,2 Millionen Zugriffe. Die Internetseite dieGesellschaft.de selbst
registrierte bereits mehr als 2,2 Millionen Aufrufe seit ihrem
Online-Start vor zwei Jahren. Dort gingen mehr als 5000 Förderantrage
für ehrenamtliche Projekte ein.
Positive Beispiele für das Ehrenamt im Alter
Auch in den Foren lassen sich zahlreiche positive Beispiele ermitteln.
Sie nennen sich selbst die „aktiven Alten“, Menschen, die eigentlich
ihren Lebensabend in der Ferne genießen könnten, haben große Freude
daran, anderen Menschen zu helfen. „Helfen macht stark“, erklärt
beispielsweise Forumsteilnehmerin Christiane M.. Die Stärken des
Ehrenamts sind dabei hinlänglich bekannt. Finanzielle Anreize sind
dabei eher nicht ausschlaggebend, eher schon das Gefühl, gebraucht zu
werden und dabei etwas Nützliches zu tun. Schließlich können durch
ehrenamtliche Aktivitäten auch neue soziale Kontakte geknüpft werden,
die den Alltag bereichern. Dabei bietet die zentrale Datenbank der
Gesellschafter zahlreiche Möglichkeiten, die sich keineswegs nur in der
Altenpflege erschöpfen. Auch als „Leihoma“ oder „Leihopa“ stellen sich
die Seniorinnen und Senioren zur Verfügung und praktizieren damit auch
ein Stück weit Generationen übergreifende Tätigkeit. „Ich bin viel mit
Kindern zusammen (eigene wunderbare Enkelkinder, aber auch andere)- und
die geben verdammt viel Lebensfreude und Energie. Ich arbeite
ehrenamtlich und freiberuflich. Wer zu Hause rumsitzt und jammert, den
Arzt die Seelenwunden heilen lässt und sich nur selbst bemitleidet, der
ist automatisch alt“, so Anna B. Weitere Tätigkeitsfelder gibt es im
Bereich Kultur, Umwelt oder Bildung, hier helfen die Ehrenamtler vor
allem bei den Projekten, die ansonsten aufgrund staatlicher
Zuschusskürzungen bedroht werden. Das Ehrenamt ist somit ein wichtiger
Stützpfeiler der Gesellschaft, darf aber nicht als Ersatz für
staatliche Daseinsvorsorge missbraucht werden, wie Kritiker einwenden.
Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie im Internet unter der Adresse: www.freiwilligendatenbank.de.


























