24. 05. 2012
Seite drucken
SBK-Behindertenzentrum in Longerich mit neuer Veranstaltungsreihe seB-Forum
Insgesamt neun Veranstaltungen sind bis Ende 2008 eingeplant.
Entsprechend der thematischen Ausrichtung und des klaren Fokus auf die
Zielgruppe wurde auch der Name „seB-Forum“ (spät erworbene
Behinderungen). Immerhin rund 38 Prozent aller Bewohner ihres Heims
wurden erst nach dem dritten Lebensjahr mit einer Behinderung
konfrontiert. Die Vortrags- und Diskussionsreihe, die in jeder
Veranstaltung ein neues und zielgruppenrelevantes Thema durch einen
Impulsvortrag einleitet, komplettiert das bereits bestehende Beratungs-
und Betreuungsangebot am Standort, betonte Wrosek.
Inhalte speziell für Menschen mit spät erworbenen Behinderungen
„Wir möchten mit diesem neuen Angebot fachlichen und persönlichen
Output miteinander kombinieren und über die Schwierigkeiten für
Menschen mit spät erworbenen Behinderungen sensibilisieren“, erläuterte
SBK-Geschäftsführer Otto B. Ludorff in seiner Ansprache. Vorbild für
das neue seB-Forum sei das Alzheimer-Forum, das regelmäßig zwischen 40
und 50 Gäste zu verschiedenen seniorenrelevanten Themen. Als weiterer
Baustein im SBK-Angebot rund um das Thema Behindertenbetreuung erhofft
sich der SBK-Chef eine entsprechende Resonanz, auch von Menschen, die
nicht unmittelbar von den Themen selbst betroffen sind.
Auch die Behindertenbeauftragte der Stadt Köln Marita Reinecke ließ es
sich nicht nehmen, an der Premiere selbst einige Worte an die Gäste zu
richten. Auch für sie ist das neue Angebot ein „wichtiger Schritt in
die richtige Richtung“, gerade weil der Austausch von Menschen, die
erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Behinderung erleiden, dabei
hilft, wieder neuen Lebensmut zu fassen. Reineke, die seit rund einem
halben Jahr das Amt der Behindertenbeauftragten innehat, äußerte sich
zudem zufrieden über die derzeitige Aufbruchstimmung in der Stadt. Dazu
beigetragen hat sicher die Arbeit der Stadtarbeitsgemeinschaft. „Köln
ist nicht gerade Vorreiter in Sachen Barrierefreiheit. Aber in jüngster
Zeit ist eine regelrechte Aufbruchstimmung festzustellen“, fasst
Reineke ihre Eindrücke zusammen. So habe die Stadt in Sachen
Mitwirkung/Partizipation einiges aufgeholt, als sie beispielsweise
beschloss, zukünftig in den Ausschüssen Sachkundige Einwohner
zuzulassen, die speziell die Interessen von Behinderten vertreten
sollen. „Dies ist ein weiterer wichtiger Baustein für eine lebendige
und aktive Behindertenbewegung und somit ein Schritt, Köln
behindertenfreundlicher zu machen“, so Reineke abschließend.
Das Thema der Auftaktveranstaltung war ein Vortrag von Dr, Martina
Schlüter von der Universität zu Köln. Sie referierte zum Thema
„Forschungsschwerpunkte im Bereich Spätbehinderung“. Parallel dazu
zeigte der ebenfalls zur Zielgruppe gehörende Künstler Livio Tortelli
eine Auswahl an selbst gemalten Bildern, die Betroffenen Mut machen
sollen. Die nächste Veranstaltung findet am 23. Oktober 2007 zum Thema
„Betreuungsrecht – Antrag und Wirkungsbereiche“ statt. Referentin ist
die SBK-Juristin Sabine Mattes.
Informationen zum Behindertenzentrum Dr. Domagen Guffanti sowie die Kontaktdaten für Rückfragen finden Sie im Internet unter: www.sbk-koeln.de/standorte/longerich.


























