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24. 05. 2012
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SBK-Behindertenzentrum in Longerich mit neuer Veranstaltungsreihe seB-Forum


25.01.2009 06:24 von:

Schlagwörter: Gesellschaft,Initiative,seB-Forum,Behindertenzentrum,Dormagen-Guffanti,KÖln-Lon

Insgesamt neun Veranstaltungen sind bis Ende 2008 eingeplant. Entsprechend der thematischen Ausrichtung und des klaren Fokus auf die Zielgruppe wurde auch der Name „seB-Forum“ (spät erworbene Behinderungen). Immerhin rund 38 Prozent aller Bewohner ihres Heims wurden erst nach dem dritten Lebensjahr mit einer Behinderung konfrontiert. Die Vortrags- und Diskussionsreihe, die in jeder Veranstaltung ein neues und zielgruppenrelevantes Thema durch einen Impulsvortrag einleitet, komplettiert das bereits bestehende Beratungs- und Betreuungsangebot am Standort, betonte Wrosek.

Inhalte speziell für Menschen mit spät erworbenen Behinderungen

„Wir möchten mit diesem neuen Angebot fachlichen und persönlichen Output miteinander kombinieren und über die Schwierigkeiten für Menschen mit spät erworbenen Behinderungen sensibilisieren“, erläuterte SBK-Geschäftsführer Otto B. Ludorff in seiner Ansprache. Vorbild für das neue seB-Forum sei das Alzheimer-Forum, das regelmäßig zwischen 40 und 50 Gäste zu verschiedenen seniorenrelevanten Themen. Als weiterer Baustein im SBK-Angebot rund um das Thema Behindertenbetreuung erhofft sich der SBK-Chef eine entsprechende Resonanz, auch von Menschen, die nicht unmittelbar von den Themen selbst betroffen sind.

Auch die Behindertenbeauftragte der Stadt Köln Marita Reinecke ließ es sich nicht nehmen, an der Premiere selbst einige Worte an die Gäste zu richten. Auch für sie ist das neue Angebot ein „wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, gerade weil der Austausch von Menschen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Behinderung erleiden, dabei hilft, wieder neuen Lebensmut zu fassen. Reineke, die seit rund einem halben Jahr das Amt der Behindertenbeauftragten innehat, äußerte sich zudem zufrieden über die derzeitige Aufbruchstimmung in der Stadt. Dazu beigetragen hat sicher die Arbeit der Stadtarbeitsgemeinschaft. „Köln ist nicht gerade Vorreiter in Sachen Barrierefreiheit. Aber in jüngster Zeit ist eine regelrechte Aufbruchstimmung festzustellen“, fasst Reineke ihre Eindrücke zusammen. So habe die Stadt in Sachen Mitwirkung/Partizipation einiges aufgeholt, als sie beispielsweise beschloss, zukünftig in den Ausschüssen Sachkundige Einwohner zuzulassen, die speziell die Interessen von Behinderten vertreten sollen. „Dies ist ein weiterer wichtiger Baustein für eine lebendige und aktive Behindertenbewegung und somit ein Schritt, Köln behindertenfreundlicher zu machen“, so Reineke abschließend.

Das Thema der Auftaktveranstaltung war ein Vortrag von Dr, Martina Schlüter von der Universität zu Köln. Sie referierte zum Thema „Forschungsschwerpunkte im Bereich Spätbehinderung“. Parallel dazu zeigte der ebenfalls zur Zielgruppe gehörende Künstler Livio Tortelli eine Auswahl an selbst gemalten Bildern, die Betroffenen Mut machen sollen. Die nächste Veranstaltung findet am 23. Oktober 2007 zum Thema „Betreuungsrecht – Antrag und Wirkungsbereiche“ statt. Referentin ist die SBK-Juristin Sabine Mattes.

Informationen zum Behindertenzentrum Dr. Domagen Guffanti sowie die Kontaktdaten für Rückfragen finden Sie im Internet unter: www.sbk-koeln.de/standorte/longerich.







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