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24. 05. 2012
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Stadt Köln startet Projekt Kinder Willkommen


25.01.2009 06:02 von:

Schlagwörter: Köln,Kinder Willkommen,Initiativen,Stadt,Ehrenamt,Projekt,Sommer,Start,Vorstellu

Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein, Jugendamtsleiterin Carolin Krause und der zuständige Abteilungsleiter Klaus-Peter Völlmecke stellten am heutigen Mittwoch zusammen mit den beteiligten Trägern und ersten Freiwilligen das überarbeitete Konzept für die künftigen Willkommensbesuche bei Kölner Familien vor. „Das Konzept ist stark vom Ehrenamt getragen. Als Stadt können wir es alleine nicht umsetzen“, erklärte Klein auf der heutigen Pressekonferenz. Sieben freie Träger übernehmen diese „anspruchsvolle Aufgabe“ in den neun Stadtbezirken, die Stadt schafft mit vier Stellen im Allgemeinen Sozialdienst der Stadt (ASD) sowie einer „Kopfstelle“ den institutionellen Rahmen für die Arbeit der Ehrenamtler, wie Klein unter Verweis auf entsprechende Ratsbeschlüsse klarstellte. „Wir wissen noch nicht, wie die Familien reagieren, aber wir hoffen viel Einlass zu finden“, ergänzte Jugendamtsleiterin Krause.

Der Bedarf an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist groß, die Stadt geht von rund 10.000 Neugeborenen pro Jahr aus. Die Träger erhalten zur Unterstützung bei dieser Aufgabe zusätzlich Sachkostenzuschüsse. Bei über 200 Hausbesuchen pro Monat (auf Basis der Prognosen für Neugeborene). In ähnlicher Höhe liegt auch der Bedarf an ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, derzeit sind jedoch erst 60 bis 65 Ehrenamtler registriert. Die Schulungen, die bis zum offiziellen Start des Programms für die Helferinnen und Helfer abgeschlossen sein müssen, werden dabei bewusst flexibel gehalten. Neben der Vermittlung von Wissen über städtische und sonstige Betreuungsangebote geht es den Verantwortlichen auch darum, das Verständnis für die Arbeit als Willkommensdelegation zu stärken. „Wir wollen, dass die Familien in der Stadt bleiben. Der neue Besuchsdienst könnte hier ein Transmissionsriemen sein“, begründet Abteilungsleiter Völlmecke das Konzept. Dabei baut die Stadt auch auf bereits gemachten Erfahrungen auf.

Erste Erfahrungen bestätigen positiven Eindruck

So haben zwei der sieben Trägereinrichtungen bereits erste Erfahrungen mit Willkommensbesuchen machen können. Der für den Stadtbezirk Chorweiler zuständige Verein Kindernöte e.V. startete im vergangenen Frühjahr mit Hilfe von Sponsoren mit den Hausbesuchen. 130 Familien erhielten dabei ein Präsent mit Kindersöckchen, Info-Broschüren und einem Geschenkgutschein eines Sponsors. „Die Familien haben das sehr positiv aufgegriffen. Nur in vier Fällen wurden die Helferinnen und Helfer des Vereins nicht eingeladen“, fasste die Geschäftsführerin des Vereins Nicole Hansen ihre Erfahrungen zusammen. Auch der Vingster Treff im Bürgerzentrum Vingst e.V. machte ähnliche Erfahrungen. Frau Calim betonte die Notwendigkeit, bei der Auswahl der ehrenamtlich Aktiven und ihrer Schulung auf interkulturelle Kompetenzen zu achten. Wichtig sei auch, dass die Broschüren mehrsprachig gehalten werden. „Wir haben sie in deutscher, türkischer und russischer Sprache verteilt“, erklärte Calim weiter.

Auch die ersten beiden Freiwilligen des neuen Angebots, Hayriye Akyüz vom Vingster Treff und Christiana Werthebach vom Kölner Kinderschutzbund freuen sich auf die neue Aufgabe. Beide sind selbst Mütter von zwei Kindern und wissen, dass Familiennachwuchs eine Menge Veränderungen nach sich zieht. Akyüz, die in der Türkei geboren und in Köln aufgewachsen ist, kam mit der Geburt ihres ersten Kindes in Kontakt mit dem Vingster Treff. Seither ist sie ehrenamtlich dabei und will vor allem bei den vielen Familien mit türkischem Zuwanderungshintergrund Türen öffnen. „Da kann ich helfen“, so Akyüz. Werthebach arbeitet seit zwei Jahren ehrenamtlich am Elterntelefon des Kinderschutzbundes mit. „Junge Familien mit Nachwuchs benötigen Unterstützung wie nur irgend möglich“, so Werthebach weiter.

Dezernentin Klein, die sich schon jetzt ausdrücklich für das Engagement bedankte, sagte den Ehrenamtlern ihre uneingeschränkte Unterstützung zu. „Niemand muss Angst haben, alleine gelassen zu werden“, beteuerte die Beigeordnete. Trotzdem könnte es schwierig werden, wie Renate Blum-Maurice vom Kinderschutzbund befürchtet. „Gerade in dieser Zeit rufen viele Initiativen zur Mitarbeit ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf“, begründet Blum-Maurice ihre Befürchtung. Während in einigen Stadtbezirken bereits rund 50 Prozent der notwendigen Helferinnen und Helfer gefunden sind, hat der Stadtbezirk Ehrenfeld noch Aufholbedarf. „Wir haben erst acht Ehrenamtler“, sagte Mechthild Böll, Vorstandsmitglied im Trägerverein „wir für Pänz e.V.“ Aber auch Böll ist sich sicher, dass die ehrenamtliche Tätigkeit weitere Menschen aus dem Viertel anzieht. Zudem gebe es bereits intensive Kontakte auch zur Kommunalstelle FABE und anderen Netzwerken. Gesucht werden zudem noch potenzielle Sponsoren. Zur wissenschaftlichen Begleitung des Instituts für Erziehungswissenschaft an der Universität Münster müssen Drittmittel eingeworben werden, die Untersuchung wird mit 30.000 Euro veranschlagt. Überdies werben die Initiatoren noch um Sponsorengelder für die geplanten Willkommenspräsente.

Noch sind nicht alle Einzelheiten zwischen Stadt und Trägern endgültig geklärt. So verhandeln beide Seiten nach Aussage aus Trägerkreisen noch über mögliche Aufwandsentschädigungen, zum Beispiel bei den Fahrtkosten. Die Anforderungen sind abgeklärt. Interessierte benötigen neben Zeit auch ein polizeiliches Führungszeugnis, eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Vor Aufnahme der Tätigkeit wird eine schriftliche Vereinbarung unterzeichnet, in der die Aufgaben beider Seiten zu Papier gebracht sind.

Die Ansprechpartner in den Stadtbezirken sind:

Stadtbezirk 1 – Innenstadt
Familienbildung im Evangelischen Kirchenverband
Ansprechpartnerin: Frau Diehl
Telefon: 0221 / 31 48 38 oder 32 48 14
Mail: diehl@fbs-koeln.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stadtbezirk 2 – Rodenkirchen
Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Köln e.V.
Frau Michaela Lippmann
Telefon: 0221 / 577 77 –16
Mail: michaela.lippmann@kinderschutzbund-koeln.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stadtbezirk 3 – Lindenthal
Deutsches Rotes Kreuz
Frau Monika Knepper
Telefon: 0221 / 5487 – 0 oder 5487 – 400
Mail: monika.knepper@drk-koeln.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stadtbezirk 4 – Ehrenfeld
«wir für Pänz» e.V.
Frau Mechthild Böll
Telefon: 0221 / 356 58 490
Mail: mechthild.boell@wir-fuer-paenz.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stadtbezirk 5 – Nippes
Sozialdienst Katholischer Frauen e.V.
Frau Stapper / Frau Rossmann
Telefon: 0221 / 12 69 50
Mail: ehrenamt@skf-koeln.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stadtbezirk 6 – Chorweiler
Kindernöte e.V.
Frau Knauer
Telefon: 0221 / 700 65 20
Mail: mail@kindernnoete.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stadtbezirk 7 – Porz
Sozialdienst Katholischer Frauen e.V.
Frau Czerny
Telefon: 02203 / 95 53 64 - 0
Mail: ehrenamt@skf-koeln.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stadtbezirk 8 - Kalk
Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Köln e.V.
Frau Michaela Lippmann
Telefon: 0221 / 577 77 –16
Mail: michaela.lippmann@kinderschutzbund-koeln.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stadtbezirk 9 – Mülheim
Bürgerzentrum Vingst e.V.
Frau Calim
Telefon: 0221 / 87 54 85
Mail: b.hollmann@soziales-koeln.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können







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