24. 05. 2012
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261 Energieausweise für städtische Gebäude
Die entsprechende Vorschrift gibt es zwar schon seit inzwischen rund zweieinhalb Jahren. Inzwischen hat die Stadtverwaltung die neuen Regelungen in großen Teilen umgesetzt und stadtweit 261 so genannte "Energieausweise" für öffentlich genutzte Gebäude angebracht. Die novellierte Energieeinsparverordnung aus dem Jahr 2007 verpflichtet Eigentümer von Gebäuden mit mehr als 1.000 Quadratmetern Nutzfläche, in denen Behörden und sonstige Einrichtungen für eine große Anzahl von Bürgern öffentliche Dienstleistungen erbringen und daher ein hohes Besucheraufkommen entsteht, ab dem 1. Juli 2009, für jedes Gebäude einen Energieausweis auszustellen und diesen im Gebäude anzubringen.
Neben dem Heizenergieverbrauch werden auch die Daten zu Warmwasser, Lüftung, Kühlung und Beleuchtung ab sofort öffentlich ausgewiesen. Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln hat für die in ihrem Eigentum befindlichen Gebäude - darunter zahlreiche Schulen und Bezirksrathäuser - die Energieausweise erstellt. In weiteren 22 von der Stadt genutzten Immobilien wurden die Hauseigentümer verpflichtet, entsprechende Energieausweise anzufertigen. Die Energieausweise für so bezeichnete Nicht-Wohngebäude können sowohl auf der Grundlage einer Bedarfsberechnung, als auch auf der Grundlage von Verbrauchsmessungen erstellt werden. Aus Kostengründen hat sich die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln für die preiswertere Variante des verbrauchsorientierten Energieausweises entschieden. Dieser ist zehn Jahre gültig. In den Ausweisen wird der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser sowie für Lüftung, Kühlung und Beleuchtung angegeben. Zum Vergleich werden jeweils die Daten eines Gebäudes angezeigt, das dem mittleren Gebäudebestand dieses Gebäudetyps im Deutschland entspricht.
Nach baulichen Maßnahmen, die zu Änderungen beim Energieverbrauch geführt haben, zum Beispiel Gebäudeisolierung, muss der Energieausweis angepasst werden. Die Ausweise hat die Gebäudewirtschaft aus den vorliegenden Verbrauchsdaten des Energiecontrolling durch das städtische Energiemanagement erstellt und hängt diese nun nach und nach in den Gebäuden auf. Bereits vor Jahren hatte die Stadt mit der energetischen Sanierung ihres eigenen Immobilienbestandes begonnen. Sie unternimmt dies aus gutem Grund. Noch im Jahr 2007 musste die Stadtverwaltung dem Kölner Stadtrat eine Mehrausgabe in Höhe von mehreren Millionen Euro beichten. Mit der Fortsetzung dieses Dauerprogramms soll dieser Prozess nun fortgesetzt werden. Und interessierte Bürgerinnen und Bürger werden das zukünftig sogar zeitnah nachverfolgen können. Bei der energetischen Optimierung des eigenen Immobilienbestandes greift die Gebäudewirtschaft auf ein hauseigenes Energiecontrolling zurück, das unter Zuhilfenahme leistungsfähiger EDV-Systeme einmal pro Jahr einen Energiebericht liefern soll.

























