24. 05. 2012
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Analyse: Kölner Büromarkt erhöht Vermietungsleistung deutlich
die Vermietungsleistung auf dem Kölner Markt für Büroimmobilien ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Nach dem ersten Marktbericht eines Kölner Maklerhauses hat nun der zweite Immobilienvermittler seinen Marktbericht veröffentlicht. Nach Auskunft des Maklerhauses Larbig + Mortag betrug demnach die vermittelte Bürofläche in Köln im vergangenen Jahr rund 358.000 Quadratmeter, ein Anstieg von 32 Prozent. Der Markt hat sich dabei auch nach Einschätzung des Kölner Maklers im vergangenen Jahr spürbar stabilisiert. Der Zuwachs war allerdings vor allem zwei Großvermietungen geschuldet. Der Kölner Versorger Rheinenergie und das Spezialchemieunternehmen Lanxess mit seiner Anmietung im max Cologne sorgten mit alleine 83.000 Quadratmetern für eine außergewöhnlich gutes Jahr für den Büroimmobiliensektor. Selbst ohne diese Ausreißer nach oben wäre der Kölner Markt mit soliden 275.000 Quadratmetern vermitelter Bürofläche noch immer rund ein Dritel höher gelegen als der Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, so das inhabergeführte Maklerhaus weiter.
Auch sonst entwickelt sich der Kölner Markt für Büroimmobilien gesund. So reduzierte sich der Büroflächenleerstand im abgelaufenen Jahr um gleich einen ganzen Prozentpunkt auf 8,1 Prozent. Das allerdings lag auch an dem geringeren Neubauvolumen, das im vergangenen Jahr neu auf den Markt kam. Der Großteil dieses Leerstandes, insgesamt etwas mehr als 600.000 Quadratmeter, ist allerdings nicht mehr marktfähig, wie die Immobilienvermittler betonten. Die durchschnittlichen Mietvertragslaufzeiten haben sich auch 2011 weiter reduziert. Sie lagen im vergangenen Jahr bei 4,3 Jahren, viele Unternehmen schließen jedoch Mietverträge mit Laufzeiten zwischen ein bis drei Jahren ab. Größte Nachfrager des vergangenen Jahres waren Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich mit einem Flächenanteil von 43 Prozent. Es folgen Beratungsunternehmen und öffentliche Verwaltung, die jeweils rund ein Fünftel der gesamten vermittelten Flächen auf sich vereinen konnten.
„Die größte Nachfrage für Büros gab es erneut in der Innenstadt: hierauf entfielen 48 Prozent der Mietvertragsabschlüsse. Auch hochwertig ausgestattete, moderne Büros fanden wieder eher Mieter als in den Jahren 2009 und 2010“, erläutert Geschäftsführer Markus Larbig. Die robuste Nachfrage sorgte in der Folge auch für steigende Spitzenmieten. Mit nunmehr 20,30 Euro (nach 19,50 Euro) stieg dieser Wert um immerhin vier Prozent. Der Durchschnitt aller Mietverträge lag im vergangenen Jahr bei 11,05, nach 10,71 Euro ein Jahr zuvor. Trotz der positiven Nachrichten gab es bei näherer Betrachtung auch Handlungsbedarf. So stellten die Kölner Makler fest, dass vor allem kleinere Büroflächen mit Größen zwischen 200 bis 300 Quadratmetern im Innenstadtbereich eher Mangelware sind. Viele Neubauprojekte setzen zudem in der Vermarktung auf größere Büroeinheiten ab einer Größenordnung von 500 Quadratmetern. Dem steht ein auch im laufenden Jahr voraussichtlich niedriges Neubauvolumen gegenüber. 2011 wurden in der Millionenstadt gerade einmal 29.000 Quadratmeter Fläche neu auf den Markt gebracht./p>
Ausblick für 2012
Gerade dieser Engpass, der auf die große Zielgruppe der Selbständigen und Freiberufler zielt, könnte sich die weitere Stagnation bei der Auflegung neuer Büroprojekte vor allem in diesem Segment und hier in den zentralen Innenstadtlagen als Hemmschuh erweisen. „Wir befürchten, dass wir langfristig zu wenige, moderne Projekte haben. Sinnvoll wären aus unserer Sicht neuwertige Büros innerhalb der Ringe, die durch Neubau oder Sanierungen entstehen“, erklärte Geschäftsführer Uwe Mortag. Hoffnungen setzen die Verantwortlichen auf den Impuls durch die Neubebauung des Waidmarkts auf dem Areal des ehemaligen Polizeipräsidiums. Für das laufende Jahr rechnet das Kölner Maklerhaus mit einer Vermietungsleistung zwischen 250.000 und 280.000 Quadratmetern. Das liegt zwar weiterhin oberhalb des langjährigen Durchschnitts, aber deutlich unter dem Ergebnis des vergangenen Jahres.
Das Maklerhaus Larbig & Mortag ist eigener Aussage zufolge der zweitgrößte Vermittler von Büroimmobilien. Eigener Aussage zufolge wurden insgesamt rund 640 Mietverträge analysiert und ausgewertet. 143 Mietvertragsabschlüsse hatte der Vermittler begleitet.
Den aktuellen Büromarktbericht des Köllner Makler finden sie auch im Internet unter: www.büromarkt-koeln.de.


























